Quattroventi - Grecale Paolo Gigli 2008
10
Sehr hilfreiche Rezension
Griechenland, du Schöne, sogar dein Wind weiß nicht, welche Richtung er nehmen soll
Zugegeben, der Duft ist von einem italienischen Unternehmen, Glaskunsthersteller noch dazu, kreiert, aber die Inspiration sollte wohl der frische Wind aus Griechenland sein - Betonung liegt hier auf frisch!!
Das war's dann auch schon, die Inspiration und die Umsetzung laufen nicht Hand in Hand - eher in entgegengesetzter Richtung, auf anderen Kontinenten sogar.
Der Auftakt wird von der Geranie beherrscht. Die ganzen lieblichen Blümelein Hyzinthe, Maiglöckchen und Ylang bilden zwar einen schönen Strauß, doch der ist schon etwas angewelkt. Sie kommen nicht mehr wirklich zum Zuge. Patchouli staubt und wirbelt, da kann man den trockenen Wind regelrecht um sich tosen sehen.
Im Verlauf wird Grecale nicht unbedingt erfrischender. Man muss sich nur mal die ganzen Gewürze anschauen, die hier vereint sind. Kein Wunder, dass es nur so knallt, wenn der Wind durch die Gassen fegt. Nach einem Weilchen legt sich der Sturm, die Nelke (Gewürznelke) mit Muskatbeimengung und Weihrauch (huuuuiiiiiiija!) ist deutlich im Anmarsch. Ich beschreibe nur die Noten, die ich vornehmlich mitbekomme. Und auch hier sei wieder gewarnt, meine Haut scheint immer die würzigen, holzigen, kräftigen Noten eines Parfums zu bevorzugen und zu unterstützen.
Weiter im Text.
In der Basis macht sich eine eher unangenehme Ambra(!) Note bemerkbar. Das kann nichts Natürliches sein, es reizt die Schleimhäute. Bisher war der Duft zu ertragen, trotz aller Vehemenz und Wüstensturmqualitäten. Jetzt versucht sich ein Kopfschmerz einzuschleichen. Schade. Das hätte was werden können mit uns beiden. Ich als Zwilling und somit Luftzeichen mags ja stürmisch. Doch die Ambra-Bremse tritt so heftig aufs Pedal, dass es mir jetzt reicht.
Alles in allem ist dieser Duft nicht schlecht. Zwar nicht, wie versprochen frisch, aber das hätte man von der Färbung des Flakons samt Inhalt schon erahnen können. Der ist übrigens sehr schön und auch wenn er so wertig gemacht ist, wie bei Paoli Gigli beschrieben, weiss ich nicht, ob mir die 100ml 195 Euronen wert wären.
Zum Schluß noch bemerkt, dieser Duft erinnert phasenweise ein wenig an Coco (alt), allerdings viel wirbeliger. Auch habe ich eine ganz deutliche Empfindung von Staub, so griseliger Staub, der im Herbst von einer Windboe (oder von einem Nachbarn mit nervquälendem Laubbläser) herumgewirbelt wird. Das ist schon mal gut gemacht. Die Haltbarkeit ist für so einen Gewürzknaller nicht wirklich umwerfend. Nach ca. 4 Stunden umgibt mich nur noch der ambrische Hauch, begleitet von Muskat und Nelke, diese ganz besonders.
Das war's dann auch schon, die Inspiration und die Umsetzung laufen nicht Hand in Hand - eher in entgegengesetzter Richtung, auf anderen Kontinenten sogar.
Der Auftakt wird von der Geranie beherrscht. Die ganzen lieblichen Blümelein Hyzinthe, Maiglöckchen und Ylang bilden zwar einen schönen Strauß, doch der ist schon etwas angewelkt. Sie kommen nicht mehr wirklich zum Zuge. Patchouli staubt und wirbelt, da kann man den trockenen Wind regelrecht um sich tosen sehen.
Im Verlauf wird Grecale nicht unbedingt erfrischender. Man muss sich nur mal die ganzen Gewürze anschauen, die hier vereint sind. Kein Wunder, dass es nur so knallt, wenn der Wind durch die Gassen fegt. Nach einem Weilchen legt sich der Sturm, die Nelke (Gewürznelke) mit Muskatbeimengung und Weihrauch (huuuuiiiiiiija!) ist deutlich im Anmarsch. Ich beschreibe nur die Noten, die ich vornehmlich mitbekomme. Und auch hier sei wieder gewarnt, meine Haut scheint immer die würzigen, holzigen, kräftigen Noten eines Parfums zu bevorzugen und zu unterstützen.
Weiter im Text.
In der Basis macht sich eine eher unangenehme Ambra(!) Note bemerkbar. Das kann nichts Natürliches sein, es reizt die Schleimhäute. Bisher war der Duft zu ertragen, trotz aller Vehemenz und Wüstensturmqualitäten. Jetzt versucht sich ein Kopfschmerz einzuschleichen. Schade. Das hätte was werden können mit uns beiden. Ich als Zwilling und somit Luftzeichen mags ja stürmisch. Doch die Ambra-Bremse tritt so heftig aufs Pedal, dass es mir jetzt reicht.
Alles in allem ist dieser Duft nicht schlecht. Zwar nicht, wie versprochen frisch, aber das hätte man von der Färbung des Flakons samt Inhalt schon erahnen können. Der ist übrigens sehr schön und auch wenn er so wertig gemacht ist, wie bei Paoli Gigli beschrieben, weiss ich nicht, ob mir die 100ml 195 Euronen wert wären.
Zum Schluß noch bemerkt, dieser Duft erinnert phasenweise ein wenig an Coco (alt), allerdings viel wirbeliger. Auch habe ich eine ganz deutliche Empfindung von Staub, so griseliger Staub, der im Herbst von einer Windboe (oder von einem Nachbarn mit nervquälendem Laubbläser) herumgewirbelt wird. Das ist schon mal gut gemacht. Die Haltbarkeit ist für so einen Gewürzknaller nicht wirklich umwerfend. Nach ca. 4 Stunden umgibt mich nur noch der ambrische Hauch, begleitet von Muskat und Nelke, diese ganz besonders.
7 Antworten


Firlefanzkram wie "handgeblasenes Porzellanglas" gerne verblenden. Danke.
Toller Kommi, meine Liebe!