So ein Kölnisch Wasser ist immer eine schöne Sache, vorausgesetzt, man leidet an keiner 4711-Phobie. Gemeinsamer Nenner dieser Duftrichtung ist die so typische, prägnante Neroli-Note, die mal mehr, mal weniger stark zwischen anderen Zitrusnoten hervorsteht. Solcherart Parfums gibt es klassisch leicht und nur aus Kopfnoten bestehend, aber auch in voller Haltbarkeit eines Eau de Toilette.
Penhaligon‘s macht sich da ein wenig selbst Konkurrenz. Da haben wir zum einen das leicht florale Castile, mit recht betonter Nerolinote, voluminös und vergleichsweise haltbar. Auf der anderen Seite steht der zitrisch-grüne Klassiker Blenheim Bouquet. Und dazwischen liegt das Eau de Cologne. Die Neroli-Note ist auch hier deutlich, doch wurde ihr eine anfangs kräftig-saure Zitrusnote zur Seite gestellt. Nicht schlecht: einerseits haben wir die robuste Art durch kräftige Zitrone, andererseits bringt Neroli den feinen, eleganten Stil ein. Das ist Best of both Worlds!
Die erst kräftige Zitrone verliert schnell an Intensität, vom Neroli haben wir da länger. Kann gut sein, dass auch noch Lavendel im Spiel ist, denn dieses Eau de Cologne „schwebt“ etwas.
Penhaligon‘s Eau de Cologne ist gut gemacht, frisch und eher zitrusbetont. Damit liegt es recht nahe an Guerlains Klassiker Eau de Cologne Imperial, dessen vollendete Leichtigkeit es aber nicht ganz teilt. Das ist kein Nachteil; es ist halt nur um eine Nuance anders. Für diese einfachen, aber sehr schönen Düfte gilt: man braucht nur einen - denn groß sind die Unterschiede nicht.
Ein gutes Eau de Cologne ist eine herrliche, kurze Erfrischung im Hochsommer, an sehr heißen Tagen. Das soll gar nicht lange halten, denn dann würde es stören. Penhaligon‘s Eau de Cologne erfüllt alle Ansprüche und kann uneingeschränkt empfohlen werden.