Ich genieße das Privileg hinter meiner Stammparfumerie in der City parken zu dürfen, was ich auch für unliebsame Arztbesuche nutze.
Wenig begeistert stolpere ich in den Laden, wo mich die Chefin freundlich heranwinkt.
Sie hat gerade aus der Hand der Lutens Vertreterin Dent de lait erhalten.
Oh, da muss ich schnuppern!
Lutens Düfte pendeln bei mir erfahrungsgemäß zwischen : Oh ja! und Oh weh!
und deshalb war ich gespannt.
Der Milchzahn beruhigt latente Befürchtungen mit milder Kokosmilch - und auch die Mandel ist sanft und lieb zu mir.
Aldehyde blitzen nur am Start kurz hervor - aber erfreulich unseifig.
Doch dann umschleicht etwas Metallenes meine Nase, eine Note, die mich in den meisten Düften mit diesem Ton an Blut erinnert.
Dent de lait macht da keine Ausnahme. Fairerweise ist der Blut Akkord ja auch gelistet, wie ich jetzt nachlesen kann.
Für mich ist diese Zutat ein Wermuts - bzw. ein Blutstropfen in dem ansonsten stimmigen Duft.
Da wandte ich mich doch lieber dem neuen Vetiver Oriental zu - doch dazu mehr in diesem Theater, wenn der Duft gelistet ist.
Erscheinungstermin der beiden Lutens soll im September sein.