№ 07 - Vetiver Dance Tauer Perfumes 2008
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Sehr hilfreiche Rezension
Tauers Griff ins Klo - böse stechendes, zutiefst unfreundliches Aromensammelsurium frei von Form und Struktur
Der allgemeine Tenor hier bezüglich "Vetiver Dance", immerhin ein Tauer-Werk (und der hat ja bekanntlich einige denkwürdige Meisterwerke entworfen), ist durch die Bank weg negativ. "Sperrig, eigentümlich, befremdlich" ist unten zu lesen und ich muss auch deutlich feststellen, dass sich hier vergaloppiert worden ist.
Vetiver macht bei mir ohnehin einen ständigen Wandel in alle Himmelrichtungen durch. Anfangs entsetzt, dann begeistert, dann gelangweilt, danach irritiert ob der komischen Spannbreite von "naturnah" (wie in Guerlains Klassiker) bis "künstlich-planar" (wie in "Encre Noire" oder "Vetiver Extraordinaire"). Vieles, was mich mal verzückt hat, etwa Dior Privees "Vetiver" mit der speziellen Kaffeenote , nervt mich mittlerweile nur noch. Am Ende komme ich mittlerweile immer wieder auf den 1959er "Vetiver" Guerlains zurück, dem Jahr, als Miles Davis Jazzgeschichte schrieb...
Tauer hat hier nun wirklich mal "rumgeschraubt" und ist dabei bös auf die Nase gefallen. Seine jüngste Kreation "Au Coeur de Desert" ist anbetungswürdig, seine "Rose de Kandahar" göttlich. Hier versucht er sich an einer Vetiveridee, die irgendwie eine chanelblumige Floralität mit Herrenrasierwässerchen der 50er/60er zu kombinieren versucht und am Ende kommt dabei ein völlig unhomogener, sperriger, im Ansatz verwelkter Modder heraus.
Maiglöckchen und Salbei zusammen scheint mir schon schräg zu sein, das herbgrüne mit dem lieblich-floralen liest sich oben schon kakophon. Das Ganze dann noch mit erkennbar säuerlicher Grapefruit und erdig-grasigem Vetiver zu kombinieren ist - pardon - ein riesengroßer Griff ins Klo.
Es entstand auf meiner Hand ein sehr unfreundlicher, fast chemischer Eindruck eines wahllos zusammengegossenen Gebräus aus alten Blüten, Stängeln, einem dumpfen und piefigen Honigunterton und säuerlichen Erdelementen. Wirklich etwas, was ich zügig wieder runterwaschen musste.
Vetiver macht bei mir ohnehin einen ständigen Wandel in alle Himmelrichtungen durch. Anfangs entsetzt, dann begeistert, dann gelangweilt, danach irritiert ob der komischen Spannbreite von "naturnah" (wie in Guerlains Klassiker) bis "künstlich-planar" (wie in "Encre Noire" oder "Vetiver Extraordinaire"). Vieles, was mich mal verzückt hat, etwa Dior Privees "Vetiver" mit der speziellen Kaffeenote , nervt mich mittlerweile nur noch. Am Ende komme ich mittlerweile immer wieder auf den 1959er "Vetiver" Guerlains zurück, dem Jahr, als Miles Davis Jazzgeschichte schrieb...
Tauer hat hier nun wirklich mal "rumgeschraubt" und ist dabei bös auf die Nase gefallen. Seine jüngste Kreation "Au Coeur de Desert" ist anbetungswürdig, seine "Rose de Kandahar" göttlich. Hier versucht er sich an einer Vetiveridee, die irgendwie eine chanelblumige Floralität mit Herrenrasierwässerchen der 50er/60er zu kombinieren versucht und am Ende kommt dabei ein völlig unhomogener, sperriger, im Ansatz verwelkter Modder heraus.
Maiglöckchen und Salbei zusammen scheint mir schon schräg zu sein, das herbgrüne mit dem lieblich-floralen liest sich oben schon kakophon. Das Ganze dann noch mit erkennbar säuerlicher Grapefruit und erdig-grasigem Vetiver zu kombinieren ist - pardon - ein riesengroßer Griff ins Klo.
Es entstand auf meiner Hand ein sehr unfreundlicher, fast chemischer Eindruck eines wahllos zusammengegossenen Gebräus aus alten Blüten, Stängeln, einem dumpfen und piefigen Honigunterton und säuerlichen Erdelementen. Wirklich etwas, was ich zügig wieder runterwaschen musste.
3 Antworten
Seerose vor 8 Jahren
Schon die Überschrift sagt alles. Und das auch noch zurückhaltend freundlich, was ich von dem Duft halte.
Kovex vor 8 Jahren
Muss ich testen! Als Vetiver-Liebhaber erst recht... :)
Bartholomeo vor 8 Jahren
Es sind die Maiglöckchen...öörgs!

