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DonJuanDeCat
24.11.2017 - 13:12 Uhr
21
Top Rezension
8.5Duft 7Haltbarkeit 7Sillage 8Flakon

Merke: Niemals Alkohol im Büro verstecken!

XerJoffs Casamorati 1888 ist Teil der Kollektion Casamorati 1888 von XerJoff! He he, das klingt zunächst einmal recht dämlich und verwirrend. Aber die Kollektion heißt hier Casamorati 1888 und es gibt eine Menge verschiedene Düfte dazu. Eines davon heißt auch einfach nur genauso wie die Kollektion selber (also Casamorati 1888) und repräsentiert dadurch laut Beschreibung praktisch die gesamt Reihe.

Die Düfte in dieser Kollektion sind diesem Dufthaus (also XerJoff Casamorati) gewidmet, welches zwischen dem 18. Und 19. Jahrhundert gegründet wurde. Neben hochwertigen Düften stellt das Haus auch Seifen her, die damals vor allem beim Adel wie beispielsweise Königin Margarethe sehr beliebt waren.

Tja… nach soo langer Zeit probiere ich endlich mal auch wieder diese Marke also aus. Bislang hatte ich nur einen Duft von XerJoff getestet und sollte mich daher endlich auch mal diesen hochwertigeren Düften widmen, vor allem nach diesem schönen Duft, der einen echt tollen Eindruck bei mir hinterlassen hat!

**Der Duft:**
Zu Beginn rieche ich eine süßliche Rose, dann erst wird der Duft etwas würziger wegen dem Pfeffer und auch der Nelke. Dann kommen krautige Noten wie der Safran und Koriander dazu, wobei man den Koriander nur so nebenbei riechen kann und ich ihn ehrlich gesagt auch kaum erkannt hätte, würde er hier nicht in der Duftpyramide stehen. Nebenbei hat der Duft für mich auch einen fruchtigen-alkoholischen Duft, der mich ein wenig an Pflaumen erinnert.
Der eben erwähnte Koriander verschwindet schnell (jaaa :D), der Duft wird allgemein wärmer und süßlicher. Jetzt, wo in der Herznote Rosen stehen, scheinen aber diese blumigen Noten wieder zu verschwinden, dafür riecht man genau wie angegeben schweren Neroli und die Ylang-Ylang. Der Eindruck mit der Pflaumen-Note verstärkt sich ebenfalls, auch wenn dies hier gar nicht aufgelistet ist.
Zur Basis hin wird der Duft noch wärmer, ich vermute mal, dies liegt am schönen Amber, welcher immer besser riechbar wird, dazu kommt sanftes Sandelholz dazu, welcher wie immer sehr geeignet für eine Basisnote ist. Patchouli rieche ich weniger, dafür aber noch immer die leicht alkoholisch-pflaumige Note, die mir immer besser gefällt.

**Die Sillage und die Haltbarkeit:**
Nur wenige Tupfer haben hier bereits ausgereicht, um den Duft in voller Intensität wahrnehmen zu können. Beim sprühen sollte man hier vorsichtig sein. Der Duft ist perfekt für alle, die wirklich etwas Kräftiges suchen!
Die Haltbarkeit ist ganz gut, der Duft hält zehn Stunden und länger aus, wobei er in den späteren Stunden doch noch deutlich an Intensität verliert, aber bis dahin hat man sicher schon jeden Raum mit dem Duft vollgenebelt :D

**Der Flakon:**
Der weinrote Flakon ist rechteckig und dünn und wird in der Höhe breiter, bis seine Seiten in zwei rundlichen, volutenähnlichen Gebilden enden, womit der Flakon wie eine stilisierte, ionische Säule aussieht. Auf der Vorderseite sieht man ein Wappenähnliches Etikett mit dem Namen des Duftes, außerdem ziert das Flakonäußere auch ein Relief des römischen Weingottes Bacchus. Der Deckel ist vergoldet und sieht aus wie eine altertümliche Kopfbedeckung. Alles in allem ein sehr schöner und interessanter Flakon, der sich wunderbar von vielen anderen Flakons abhebt.

So, nach dem Test dieses Duftes muss ich sagen, dass ich in Zukunft tatsächlich mehr XerJoff Düfte testen sollte. Auch wenn mein allerster Test „nur“ okay war, fand ich den zweiten XerJoff, also diesen Duft hier, absolut Klasse!

Auch wenn er würzig und krautig ist und für einige eventuell sogar leicht kratzig anfangen könnte, so entwickelt er sich zu einem immer sanfter erscheinenden und wärmeren Duft, der vor allem auch durch seine ordentliche Stärke gut in den kalten Herbst und Winter passt und eine lange Zeit riechbar ist, bevor er allmählich verblasst. Passend ist er für viele Gelegenheiten, man muss nur auf die Dosierung aufpassen. Viel dosiert beim Ausgehen wird der Duft bei einem auf jeden Fall den ganzen Abend lang auffallen.

Auf der Arbeit dagegen sollte man sich aber doch lieber weniger damit eindieseln, selbst wenn er schön sein sollte. Denn der Duft hat ja auch eine leicht alkoholische Note, so dass es dann so rüberkommen könnte, als verstecktet ihr in eurem Büro in einer Schublade etwas hochprozentiges, um öfter mal euch einen Schluck davon zu genehmigen :D Was ich euch natürlich durchaus zutraue :DD
Und wenn ihr tatsächlich etwas zum trinken versteckt habt und es entdeckt wird… tja, dann wird es sicher schnell von den Kollegen leergetrunken sein ohne dass ihr einen einzigen Schluck davon bekommt, mu ha ha ha! :D

Ja, dieser XerJoff ist auf jeden Fall einen Test wert!
4 Antworten
DerDefconDerDefcon vor 4 Jahren
Genau wie du empfand auch ich diesen Duft als unglaublich stark. Im Duty Free am BER sprühte ich nur einmal vorsichtig auf mein Handgelenk. Dabei drückte ich den Sprüher nicht vollständig durch. Im Flugzeug war dieser Duft trotz FFP2-Maske ohne Probleme deutlich wahrzunehmen.
ElysaShadesElysaShades vor 8 Jahren
Im Winter ist der echt Gold wert.
KleineHexeKleineHexe vor 8 Jahren
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Waaas da ist Koriander drin, den ich nicht mag??? Weshalb habe ich diesen Duft in meiner Sammlung und warum gefällt er mir? Fragen über Fragen.
SeeroseSeerose vor 8 Jahren
Metallisch über den ganzen Verlauf, dicke Sillage, ewige Haltbarkeit (typisch Xerjoff) und dann der Preis, als bei mir hat der nur 6,5 Punkte.