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Arabian Nights

6.0 / 10 9 Bewertungen
Ein Parfum von Stephen Cordina für Damen und Herren. Das Erscheinungsjahr ist unbekannt. Der Duft ist würzig-holzig. Es wird noch produziert. Der Name bedeutet „Arabische Nächte”.
Vergleich
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Duftrichtung

Würzig
Holzig
Orientalisch
Synthetisch
Rauchig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
BergamotteBergamotte GewürznelkeGewürznelke KorianderKoriander MuskatMuskat SafranSafran ZimtZimt
Herznote Herznote
RoseRose schwarzer Pfefferschwarzer Pfeffer TonkabohneTonkabohne VirginiazederVirginiazeder ZypresseZypresse
Basisnote Basisnote
AmberAmber GuajakholzGuajakholz OudOud PatchouliPatchouli VanilleVanille WermutWermut

Parfümeur

Bewertungen
Duft
6.09 Bewertungen
Haltbarkeit
7.85 Bewertungen
Sillage
7.45 Bewertungen
Flakon
7.19 Bewertungen
Eingetragen von Landlord · letzte Aktualisierung am 03.10.2025.
Quellenbasiert & geprüft

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Womit der Duft vergleichbar ist

Rezensionen

3 ausführliche Duftbeschreibungen
8Duft 8Haltbarkeit 8Sillage
Wegschicker

2 Rezensionen
Wegschicker
Wegschicker
0  
Kommt VIEL zu schlecht weg!
Der Parfumeur Stephen Cordina erzeugt hier einen Orientalen im Bereich Penhaligon's Halfeti. nDer Duft ist schön gemacht und sauber abgerundet. Die Werkstatt in der Boutique in Valletta, Malta durfte man, als ich zu Urlaub dort war, sogar besichtigen. Vor Ort wurden wo sinnvoll natürliche Materialien verwandt.nVielleicht ist die schlechte Bewertung hier auf Parfumo auch auf die mangelnde Kraft des ausbleibenden Marketings zurückzuführen. Halfeti im Vergleich ist selbst ja höchst beliebt und meist in den Top X Düften für Herren gelistet.nMan kann den Duft immer mögen oder nicht, aber die schlechte Bewertung von 5,8 aktuell wird diesem Werk sicher nicht gerecht.
Aktualisiert am 13.02.2026 - 14:00 Uhr
0 Antworten
Mairuwa

76 Rezensionen
Mairuwa
Mairuwa
Sehr hilfreiche Rezension 8  
Der Traum des Inselparfümeurs
Einen Duft „Arabian Nights“ zu nennen, ist zweischneidig. Einerseits weckt es hohe Erwartungen. Die Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht sind schließlich der Inbegriff des märchenhaften Orients, ein Topos, mehr als eine Legende: eine Sammlung von Legenden, die zugleich in sich scheinbar unendlich ist. Dazu kommt, dass man sich unter einer großen Zahl von Konkurrenten erst einmal durchsetzen und in der Masse wiedererkennbar bleiben muss. Allein dreiunddreißig Parfums werden aktuell in der parfumo-Datenbank unter diesem Namen geführt und zusätzlich dazu noch eine ganze Duftreihe von Kilian. Dennoch ist es vermutlich einfach zu verführerisch, fällt es einfach zu schwer, sich der Magie des Namens und deren Versprechen der Markttauglichkeit zu entziehen.

Wenn man Bilder von Cordinas Atelier betrachtet – Laboratorium und Outlet-Store in einem – dann hat das schon etwas Märchenhaftes: ein Kellergewölbe, gelegen unter einer alten Klosteranlage und eingebettet in der malerischen Altstadt von La Valletta. Und wenn man sich etwas im Sortiment umsieht, wird schnell deutlich, dass sich Stephen Cordina sehr für die, im weitesten Sinne „orientalischen“, Dufttraditionen vergangener Zeiten interessiert. Da ist von Räucherwerk nach Rezepturen aus Babylonischer Zeit die Rede; einzelne Parfums beziehen sich explizit auf Ägyptische Traditionen und verstehen sich als Rekonstruktion historischer Düfte. Im Zusammenhang mit „Arabian Nights“ verweist Cordina auf Studienreisen in Westafrika und im Libanon, bei denen er historischen Düften nachgeforscht habe, die als Inspiration schließlich in seine Komposition eingeflossen seien.

Ganz nachvollziehbar wird das, wenn man den Duft dann unter der Nase hat, nicht. Zunächst einmal riecht „Arabian Nights“ für mich eher sehr zeitgemäß und modern. Und das selbst innerhalb des Sortiments von Cordina, etwa im Vergleich zu den viel „traditionelleren“ Düften Gnaga und Osiris . Westafrikanisch? Nein. Orientalisch, oder besser orientalisierend? Schon. Die Kombination von Oud, Rose und Safran deutet an, in welche Richtung das geht: Nichts, was seit der Antike in Vergessenheit geraten wäre, sondern, im Gegenteil, eher eine Kombination, die in den letzten Jahren überaus populär wurde. Allerdings steht der Amber hier mehr im Mittelpunkt, als das Oud. Und die Würzigkeit ist recht differenziert. Koriander, Zimt und Nelke, Pfeffer, Safran, Muskat, und sogar Wermutkraut werden hier mit der Rose verschmolzen. Insgesamt könnte man „Arabian Nights“ auch als warmen Amber-Oud-Patchouli Duft mit würzig-floralem Herzen bezeichnen. Und ich muss sagen: Trotz aller Skepsis gefällt mir das gar nicht so schlecht. Nicht gerade ein heiliger Gral, wie es der Name erhoffen ließe, aber doch ordentlich gemacht. Der Duft ist nicht plakativ, wie so manche orientalisierende Safran-Rose-Oud Interpretation, sondern sehr schön nuanciert, sanft und doch von hohem Wiedererkennungswert. Nein, die Geschichte von der Inspiration bei historischen Düften wirkt hier nicht plausibel, sondern eher wie ein Marketing-Märchen, aber vielleicht ist genau hierin der Bezug zu den Märchen aus Tausendundeiner Nacht zu sehen.

Stephen Cordina nennt sein Haus „Aroma and Therapy“ und sieht seine Arbeit zwischen Aromatherapie und Parfumerie. Er betont, dass er aufgrund dieser Herkunft viel Wert auf natürliche Inhaltsstoffe legt, diese aber durchaus auch mit Aromachemikalien mischt. So wird auch „Arabian Nights“ als „semi-natural“ deklariert und so manche/r wird hier vermutlich ein Zuviel an Synthetik bemängeln. Mich stört sie hier nur insofern, als dass sie bei der Umsetzung des Themas nicht recht ins Bild passt. Beworben wird der Duft mit dem Slogan „The scent that beats the heat” – was in der Sommerhitze des Mittelmeerraumes offenbar verkaufsfördernd ist, aber leicht irreführend sein kann. Ein kühler Duft, wie man angesichts dieser Worte erwarten könnte, ist „Arabian Nights“ sicher nicht, sondern im Gegenteil eher warm. Hier soll offenbar Feuer mit Feuer bekämpft werden. Ob das funktioniert muss jeder für sich entscheiden.

Cordina selbst macht einen sympathischen und durchaus nahbaren Eindruck, hat aber einen kaum zu leugnenden Hang zum Exklusiven, was sich schon allein in dem inflationär gebrauchten Begriff „Luxus“ in seiner Internetpräsentation niederschlägt. Die Besucher seiner Homepage werden mit Bildern von Yachten, Sektgläsern und Aromadiffusoren begrüßt. Gerne kokettiert er mit dem beinahe als Ehrentitel getragenen Attribut „Parfümeur von Malta“ – vermutlich zurecht, denn Cordina ist wohl ganz einfach der einzige seines Berufsstandes in dem kleinen Inselstaat. Überdies ist er tatsächlich so etwas wie ein Hofparfümeur, hat beispielsweise einen Raumduft für den Präsidentenpalast entwickelt und mit seinem "Acqua Di Valetta | Stephen Cordina" eine Hommage und so etwas wie einen Signaturduft für die Stadt geschaffen. Dieses eigene, ganz private Märchen eines kleinen Aromatherapeuten, der seiner Leidenschaft folgt und zum großen Magier der Düfte aufsteigt, der gekrönte Häupter beduftet – das hätte vielleicht wirklich einen Platz innerhalb des Zyklus der Arabian Nights verdient. Vielleicht kann man den Duft als Ausdruck dieses Traumes verstehen.

Ein herzlicher Dank geht an @ElAtterine, die eine Probe auf Wanderschaft geschickt und mir so die Möglichkeit zum Testen gegeben hat. Leider hat der Duft böse Verrisse erfahren müssen, ist in Zehn-Wort-Statements regelrecht vernichtet worden. Insofern ist meine Rezension auch eine Art Ehrenrettung von „Arabian Nights“, denn eine solche pauschale Abkanzelung hat er meines Erachtens nicht verdient.
Aktualisiert am 20.09.2025 - 02:03 Uhr
10 Antworten
8.5Duft 8Haltbarkeit 8Sillage
Landlord

93 Rezensionen
Landlord
Landlord
Hilfreiche Rezension 3  
Ein trockener Orientale...
Auf Erfahrungen kann ich nicht zurückgreifen, um mir vorzustellen, wie "Arabische Nächte" wohl riechen mögen. Aber ich habe ja Phantasie! Und die braut sich eine schwülstige, orientalische Melange zusammen: Viele exotische Gewürze, viele üppige Blumen, viel Patchouli. Ein Blick auf die Duftpyramide scheint meine Vermutungen zu bestätigen: Von süßen bis scharfen Gewürzen, von Rosen über diverse Hölzer bis zum unvermeidlichen Oud und Patchouli ist alles zu finden, was zum Klischee von tausend und einer Märchennacht gehört. Auf der Haut jedoch überrascht "Arabian Nights" mit einer ganz anderen Variante des klassischen Orientalen Parfums.

Der Auftakt ist trocken, beinahe staubig. Muskat und Nelke treten hervor, überziehen die Haut mit einer würzigen Wärme. Nach einer Viertelstunde gesellt sich die Rose hinzu, auch sie nicht in üppig floraler Blüte, sondern dem heißen Wüstenwind ausgesetzt. Drei Stunden später verfliegt sie und macht warmen Hölzern Platz, die bei Einbruch der Dunkelheit am Lagerfeuer verbrannt werden. Schließlich legt sich die Rauchnote und weiches Amber und Gujakholz entströmen der Haut, nur ganz in von Ferne pfeffrig geschärft. Und als ob das alles nicht schon schön genug wäre, übernimmt nach acht Stunden eine Vanille das Ruder, die wie frisch aus der Schote gekratzt riecht. Sie hat einen leicht erdigen Unterton, den ich dem überhaupt nicht aufdringlichen Patchouli zuschreibe und der selbst am nächsten Morgen noch in der Ferne wahrnehmbar ist...

Zu "Arabian Nights" inspiriert worden sei er - so gibt Maltas Parfumeur Stephen Cordina auf seiner Webseite preis - durch Studieneisen nach Westafrika und in den Libanon auf der Suche nach verlorengegangenen historischen Düften. Gesucht hat er offenbar nicht in verschwenderisch ausgestatteten orientalischen Palästen. Vielmehr scheint er den Beduinen nach langem trockenen Wüstenritt ihre Geheimnisse am Lagerfeuer entlockt zu haben. Diese Bilder entstehen jedenfalls für mich beim Schnuppern an "Arabian Nights", dessen trockene Würzigkeit auch auf meiner Männerhaut sehr ausdauernd und mit angenehm präsenter Sillage zur Geltung kommt. Welch überraschende und schöne Entdeckung eines eher entfernteren Verwandten aus der orientalischen Duftfamilie!

Falls ihr mehr über Stephen Cordina wissen möchtet, ich habe ein Interview, das ich mit ihm in meinem Urlaub auf Malta geführt habe, als Blogbeitrag veröffentlicht: https://www.parfumo.de/Benutzer/Landlord/Blog/Eintrag/der-parfumeur-von-malta
Aktualisiert am 09.03.2025 - 10:42 Uhr
0 Antworten

Statements

5 kurze Meinungen zum Parfum
23
42
Und noch ein Safran-Rose-Oud-Duft. Name passt zum Programm. Oud müffelt nur leicht, typische Rose, getupft bleibt das Ganze...
42 Antworten
20
22
Finde ich relativ konturlos: etwas Orientalik durch Safran und Muskat, etwas Rose, vielleicht etwas Oud (synthetisch) und Tonka.
22 Antworten
14
10
Orientalischer Gewürzblumen-Duft mit leichter Rose, wenig Oudh, dafür viel Amber+Patch. Ähnlich schon oft gerochen, trotzdem gut.
10 Antworten
vor 6 Monaten
9
8
Safran-Rose-Holz vom Fiesesten. Durchgehend stechend-künstlich.
8 Antworten
4
Trocken-warm-holzig-gourmandiger Orientale, der so gar nicht den Klischees dieser Duftfamilie entspricht. Schön und ausdauernd!
0 Antworten

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