Login

DFPCH

DFPCH

Rezensionen
Zwischen Haut und Erinnerung
Es gibt Düfte, die betreten den Raum. Und es gibt Düfte, die bleiben nah an der Haut. Fleur de Peau gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.

Schon im ersten Moment wirkt er nicht laut, nicht opulent, sondern fast intim. Die Iris zeigt sich pudrig, aber nicht altmodisch. Sie ist weich, leicht trocken und sehr elegant. Keine Make-up-Schublade, eher ein feiner, seidiger Schleier.

Relativ schnell tritt der Moschus in den Vordergrund. Und genau hier liegt die Stärke des Duftes. Er wirkt sauber, aber nicht seifig. Warm, aber nicht süss. Fast wie die natürliche Wärme der eigenen Haut, nur veredelt.

Im Hintergrund schwingt eine dezente Ambrette mit, die dem Ganzen eine leicht cremige, leicht samtige Struktur gibt. Nichts dominiert. Alles greift ineinander.

Was mich besonders beeindruckt: Die Balance. Fleur de Peau ist weder kühl noch wirklich warm. Weder feminin noch maskulin. Er bewegt sich irgendwo dazwischen und wirkt dadurch erstaunlich zeitlos.

Die Haltbarkeit ist für einen so hautnahen Duft solide. Kein Projektionmonster, aber ein angenehmer Begleiter über mehrere Stunden. Er lebt nicht von Lautstärke, sondern von Nähe.

Fleur de Peau ist kein Duft, der beeindrucken will. Er will verbinden. Mit dem Träger, mit der eigenen Wahrnehmung, vielleicht sogar mit Erinnerungen.

Für mich ist es einer dieser Düfte, die man nicht trägt, um gesehen zu werden, sondern um sich selbst zu fühlen.

Wie nehmt ihr ihn wahr? Mehr Iris oder mehr Moschus?
0 Antworten