HakoFigaro

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Rezensionen
Heiliger Keller.
Es erinnert mich an einen feuchten, verlassenen Keller oder Lagerraum – einen Ort, an dem ein Opfer gefangen ist. Spiritica hat sehr gut gemacht, einen experimentellen Duft zu realisieren. Der Duft wirkt recht chaotisch (wie die meistens Spiritca-Düfte) mit einer Mischung aus Bier, feuchter Moder und staubigem Rauch, und ich bin mir sicher, dass eine sehr sanfte Vetivernote im Hintergrund verborgen liegt. Ist auch irgendwie chyprig, da es Old-school vibe erhält.
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Spezialität: mit Paprikapulver bestäubte Motte.
Nein danke. absolute White-Floral Albtraum. Ich verstehe nicht den Hype grad mit dem Brand, vielleicht wegen Herr Bisch aber es ist einfach nichts für mich. Pudrig, weiß, kalt, dunkel, und sehr trocken. trockene Paprikapulver. Der Duft erinnerte mich an eine Motte, die mich jede Nacht verfolgte, sobald ich die Augen schloss. Es ist wirklich sehr stark und top Sillage– ich habe es nur auf einen Teststreifen gesprüht und ihn in die Tischecke gelegt, und abend als ich nach Hause kam, hat sich der Duft bereits im ganzen Hausflur verbreitet. Dabei ist meine Wohnung nur 40 m² groß...

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Mittagschlaf im fremden Urwald
An einem warmen Tag Anfang Juni fand ich mich in der XJ Monaco Boutique wieder – angelockt von Gerüchten über verborgene Schätze, die hier still und liebevoll von Xerjoff selbst platziert worden sein sollen. Man flüsterte: Dies sind Hidden Gems, die man sonst nirgends findet.
Ursprünglich war ich nur mit einem einzigen Ziel gekommen: Yacht Club de Monaco meiner Sammlung hinzuzufügen. Doch was mich erwartete, übertraf diese Absicht bei Weitem.
Vom obersten Regal aus blickte Aubres herab – erhaben, still und unmöglich zu übersehen. Seine stille Präsenz fühlte sich wie eine sanfte Einladung an. Ich streckte die Hand aus. Auf dem Etikett stand:

‚Exklusiv für Fortnum & Mason.‘

Aubres eröffnet mit einer leuchtenden Zitrusmischung – sizilianische Zitrone und Bergamotte – jener hellen, eleganten Signature, für die Xerjoff bekannt ist. Doch hier drängt sich die Zitrusnote nicht auf. Sie ist zurückhaltend, anmutig, beinahe nachdenklich. Da ist Zurückhaltung. Reife.
Diese Kopfnoten sind eingebettet in ein grünes Bouquet aus Basilikum, Myr und Lavendel, – grün und aromatisch, wie eine traumhafte Ruhe, als wolle der Duft mich sanft in einen stillen, heiligen Wald locken.
Mit der Zeit wird der Duft tiefer. Erdiges Patchouli trifft auf einen Hauch von rauchigem Weihrauch, auf einem Atlaszedernholzbrett platziert und entfaltet sich zu etwas Dunklerem, Geheimnisvollerem. Und doch verliert Aubres niemals seine Eleganz. Er bleibt grün, klar, weich gezeichnet – eine Komposition aus stiller Kraft und exquisiter Raffinesse.
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Er ist mein Ritter.
''Black Moonlight - Duran Duran'' - Sinnlich, verführerisch und unwiderstehlich lädt uns der optimistische Funk-Refrain des Songs in das Labyrinth der Nacht ein, eine mysteriöse Welt voller lauernder Gefahren, leise geflüsterter Geheimnisse und Dunkelheit, die die Neugier weckt.
So wild und gefährlich er auch ist, der Weg dorthin, wo die Dunkelheit herrscht, wird stets vom Ritter „Black Moonlight“ begleitet und geführt. Er ist die Verkörperung des Mondlichts. Jeder Schritt, jeder Weg, auf den er uns führt, wird durch die silberne Rüstung, die er trägt, erleuchtet und reflektiert. Unter dieser funkelnden silbernen Rüstung verbirgt sich ein robuster, männlicher und zuverlässiger Rücken wie eine stille, aber solide Wand. Mit einem mutigen Geist und einer künstlerischen Seele, so poetisch wie der Mond, ist seine Präsenz wie eine spirituelle Kraft, die uns schwach und bereit macht, ihm unsere Hände anzuvertrauen, damit er uns durch alle Konzepte von Raum und Zeit führt und gemeinsam ins Herz der Nacht eindringt.
Zu Beginn der Nachtreise überrascht er uns und lässt uns unsere Augen nicht von ihm abwenden mit einem Hauch Frische und leichter Säure von Orange und Bergamotte, gemischt mit dem würzigen Geschmack von Safran, umhüllt von warmem, intimem Kardamom.
Die Süße und leichte Cremigkeit von Ylang-Ylang in Kombination mit Jasmin Sambac ist wie ein sanfter, anhaltender Kuss, den er unbewusst auf meine Lippen drückt. Erst als ich das ekstatische Ufer von Lavender vollständig erreicht hatte, wurden diese starken Muskeln allmählich flexibler. Er beugte sich vor und schlang seine Arme um meinen Körper, flüsterte mir leise ins Ohr, stimulierte und neckte mich mit dem leicht klebrigen Gefühl der Myrrhe, sodass jede Zelle aufgab und unbewusst fiel.
Trotz aller Bemühungen, dem allmählichen Nachlassen seiner Widerstandskraft zu widerstehen, schien er seinen Sieg auszunutzen, indem er sich den ernsten und kraftvollen Blick des Mondes lieh und die gesamte Schwerkraft nutzte, um mich in den endlosen dunklen Raum zu versenken.
Tonkabohne, Toluöl, Patchouli, Labdanum – eine Kombination aus „Black Ocean“ hüllt mich und ihn in eine zarte Aura, die den Geist sanft dazu anregt, die verborgenen Tiefen im Inneren zu erkunden und die geheimnisvolle Schönheit der Komplexität zu ehren.
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