flüstern zwischen fruchtig und blumig
Baini Wa Bainak – was soll das eigentlich heissen? „Zwischen mir und dir“?
Schon der Name verspricht Intimität, die der Duft vom ersten Sprühstoß an einlöst. Allerdings hat es etwas gedauert, habe den Duft einige Monate reifen lassen. Es ist kein lauter Orient-Kracher, sondern ein Schleier, der sich sanft um dich legt.
Rhabarber kombiniert mit Erdbeere schenkt eine helle, fast silbrige Frische, die durch die feinen Blumen und der Pflaume abgerundet wird.
Orangenblüte und Tuberose verschmelzen zu einer cremigen, weißen Blumigkeit, die weder zu süß noch zu schwer wirkt. sanfte Wärme kommt von Sandelholz und Amber. Die Vanille und der Amber im Ausklang sind wie ein vertrautes Versprechen – sie bleiben hautnah, süßlich-warm.
Für mich ist dieser Duft eine Brücke. Er verbindet die moderne Frische mit der mystischen Tiefe. Holzig riecht der Duft gar nicht. Ein Begleiter für Momente, in denen man nicht viel sagen muss, weil der Duft die Geschichte erzählt. Ein preiswerter Schatz, der nach Luxus und Sehnsucht riecht.
die Blüte könnte stärker sein im Zusammenhang mit dem Zuckerrohr
Nebras Elixir kommt rein wie jemand, der deinen Blick hält und dich nicht mehr loslässt. Die ersten Sekunden sind warm und cremig – Vanille, Milch, Zucker, aber nicht kitschig. Eher wie die Erinnerung an irgendwas Schönes, was du fast vergessen hattest. Diese weiche Süße zieht dich kurz runter, so als würde man in warme Haut sinken.
Dann ändert sich was. Die Süße wird fruchtiger und etwas dunkler, aber nur wenig, als hätte jemand ein Stück Zucker zu lange karamellisieren lassen. Da ist Heliotrop, da ist Zuckerrohr. Nicht mehr dieses harmlose Dessert, sondern eine Stimmung. Nacht. Haut. Nähe. Aber ehrlich, ich finde es könnte stärker sein. Habe so viel gesprüht, dass die Flasche nach gut einem Monat leer war Ö_ö
Und dann kommt der Moment, wo Ambroxan und Moschus übernehmen. Warm, leicht, aber mit dieser teuren, leicht metallischen Eleganz.
Das ist der Duft, den du trägst, wenn du weißt, dass heute was passiert. Wenn du nicht nur riechen, sondern wirken willst. Er bleibt auf Kleidung, auf Haut, manchmal sogar in Gedanken. Sehr anschmiegsamer Duft, auch nice für den Abend auf der Couch. würde ich sofort wieder kaufen.
Nebras Elixir riecht nach Vanille, Zucker und Ambroxan – aber eigentlich riecht er nach Energie. Nach Präsenz. Nach „ich bin hier, und ich mein’s ernst!"
Ein Duft wie ein Blick, dem man nicht entkommt
ich bin hin und weg. Queen of Arabia ist kein Duft, den man „nett“ nennen würde. eher wie diese eine Frau im Raum, die nicht mal was sagen muss – und trotzdem schaut jeder hin. Genau das strahlt sie aus: Selbstbewusstsein, Ruhe, eine gewisse Sinnlichkeit.
Gleich am Anfang passiert was Spannendes: diese Kombi aus Salz und Kokosnuss. Klingt nach Strandurlaub, oder? Aber nein, kein Cocktail mit Sonnenschirmchen – es ist eleganter. Das Salz macht die Kokosnuss ernsthafter, ein bisschen erwachsener, eher geheimnisvoll. Keine Zuckerbombe, sondern eine Haut, die man riechen will.
Dann geht’s weiter ins Herz: Heliotrop und Sandelholz. Hier wird’s warm, cremig, zum Anlehnen, wie ein Kaschmirschal: weich, aber teuer, bitte mit Respekt behandeln.
die Basis? Amber und Vanille. Aber nicht diese „ich hab gerade eine Duftkerze angezündet“-Vanille. Sondern eine, die bleibt, die deine Haut küsst und sagt: „Ich bin hier, und ich gehe nicht so schnell.“ Sexy, aber erwachsen. Süsse findest du nicht wirklich, eher ganz dezent. Ich will immer wieder dran riechen.
Was ich an Queen of Arabia so mag: Sie übertreibt nicht. Kein lautes Parfum, das allen die Nase erschlägt. sie ist da, spürbar, und genau deshalb wirkungsvoll. So wie jemand, der im Raum sitzt, schweigt – und trotzdem mehr Präsenz hat als alle, die reden.
Sie macht was mit dir: weniger Hektik, mehr „Ich weiß, wer ich bin“, und ist verführerisch.
Queen of Arabia ist ein Duft, die dich nicht lauter macht, sondern stärker. Sie macht dich interessant, anziehend, souverän.
cosy, sexy, immer da, wenn man sie braucht
ich hatte Red Temptation Vanille schon letztes Jahr und aufgebraucht! – und als ich ihn jetzt wieder gekauft hab, war das so ein „Welcome back“-Moment. Ich brauche auch manchmal Pause von einem Duft, wenn du verstehst was ich mein. Dieser Duft ist für mich sehr cosy und einschmeichelnd: nicht spektakulär glitzernd, aber genau das Teil, das man ständig anzieht, weils so schön passt. Sie wirkt vertraut und trägt einen durch den Tag.
sie riecht warm, süß und cosy – halt so, dass man sich automatisch ein bisschen wohler fühlt. Ja, es ist Vanille. Aber nicht diese überzuckerte Cupcake-Vanille, sondern eher so eine „ich lieg auf der Couch, draußen stürmt’s, und ich hab trotzdem Lippenstift drauf“-Vanille. Weich, leicht würzig durch den Safran, dazu Kakao und Amber, die das Ganze cremiger und tiefer machen. Ein Hauch Jasmin dazu.
Was ich an ihr liebe: Sie nervt nicht. Keine Kopfschmerzen, kein „OMG, was hast du aufgelegt?“. Stattdessen diese Art von Duft, bei dem andere Leute plötzlich näher rücken, weil sie’s gemütlich finden.
Die Haltbarkeit ist ziemlich stabil. Ich sprüh den morgens drauf und abends hängt er noch in meinen Haaren, ohne dass sie lästig wirkt. Für den Preis echt top. Klar, im Hochsommer könnte er etwas zu viel sein – aber ab Spätsommer, Herbst/Winter ist das für mich ein Volltreffer.
Red Temptation Vanille ist wirklich einfach süchtigmachend.
nach einem Jahr! ist der Kartongeruch weg und ein wunderschöner Duft ist enthüllt
Als ich African Drummer das erste Mal getestet habe, war ich ehrlich gesagt enttäuscht – fast schon angewidert. Statt Würze, Wärme oder Rhythmus kam mir ein richtig unangenehmer Schleier entgegen, der nach nassem Karton, Plastik oder irgendwas Chemischem roch. Ich konnte die eigentlichen Duftnoten überhaupt nicht genießen. Viele Reviews im Netz bestätigen diesen Eindruck – man riecht einfach nur diesen komischen „Deckel“ über allem.
Trotzdem habe ich den Flakon nicht direkt aufgegeben. Immer mal wieder, alle paar Wochen, habe ich ihn nochmal getestet und nachgerochen – in der Hoffnung, dass sich was ändert. Doch monatelang blieb er gleich: schrecklich.
Und dann – fast genau ein Jahr später – die Überraschung: Plötzlich riecht African Drummer, als hätte jemand diesen ekeligen Schleier runtergezogen. Auf einmal offenbart sich ein ganz anderer Duft:
In der Kopfnote wirkt er jetzt würzig und frisch, mit einer leichten Zitrus-Helligkeit und Kokos.
Im Herz kommen Ylang Ylang, Jasmin und Orangenblüte. Der Ylang Ylang geht wirklich klar für mich, er kommt nicht stark durch. Aber wer wahrscheinlich keinen Ylang mag, sollte vorher erstmal testen.
Die Basis trägt Ambroxan, Moschus und Vanille und verstärkt diesen schönen Duft.
So riecht er plötzlich rund, exotisch-holzig, eigenständig – und überhaupt nicht mehr billig oder abstoßend. Ich konnte es selbst kaum glauben, dass das derselbe Flakon ist.
Warum dieser Wandel? Das Stichwort heißt Mazeration: Düfte „reifen“ in der Flasche. Alkohol und Moleküle verbinden sich, harte Kanten verschwinden, manchmal wie bei Wein oder Käse. Viele Parfums profitieren davon leicht – bei African Drummer ist der Unterschied fast radikal.
Direkt nach Kauf: absolut untragbar.
Nach einem Jahr: ein richtig schöner, blumiger, Duft, mit Sonnencreme Charakter. Ich bin so begeistert und froh gewartet zu haben.
Tipp: Wer African Drummer sofort nicht erträgt, sollte Geduld haben. Der Duft ist wie ein Drummer, der anfangs völlig daneben haut – aber nach einem Jahr den Rhythmus findet.