ParfumoBlog Neues & Interessantes aus der Welt der Parfums - Parfumo Blog

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Bei unserer Winterreise nach Südengland gelang es uns, einen Interviewtermin mit Mr. Gustav Temple in seinem Büro in Lewes, nur wenige Kilometer nördlich von Brighton gelegen, zu vereinbaren. Als Herausgeber des CHAP, dem angesagten Herrenmagazin für augenzwinkernd betrachteten britischen Lebensstil, schien er uns ein kompetenter Gesprächspartner in Sachen „Duftgenuss“ zu sein. Der Begriff „Chap“, den wir im Deutschen nur in der Übersetzung als „Kerl“ oder „Bursche“ kennen, wird in Großbritannien für den Gentleman des 21. Jahrhunderts verwendet, der nicht mehr der Aristokratie entstammt, sondern einfach einem Lebensstil frönt nach dem Motto „Erweitere Deinen Geist, verfeinere Deine Garderobe“.

Das Interview wurde very british bei mehreren Tassen Tee auf einem alten Chesterfield-Sofa geführt. Mr. Temple erwies sich als sehr charmanter Gesprächspartner, aus dem Interview entwickelte sich zunehmend eine Plauderei über die Unterschiede der Parfumkultur in Great Britain und good old Germany. Wir haben viel gelacht - und vielleicht auch endgültig die Frage beantwortet: Wie sollte James Bond riechen?


In der Vorbereitung auf dieses Interview haben wir Dein Buch "How to be a Chap" gelesen. Jetzt wissen wir, welche Filme ein Chap gesehen haben sollte, welche Autos er fahren sollte, was er trinken, essen und rauchen sollte. Was wir jedoch vermisst haben, ist ein Kapitel mit dem Thema: Wie sollte ein Chap riechen?


Ja, das stimmt. Bis vor einiger Zeit haben wir immer im Scherz gesagt: Ein Chap sollte nach Whisky, Zigarren und altem Leder riechen. Aber seitdem ich in die Welt der Parfums eingetaucht bin, scheint mir die Sache doch etwas komplexer zu sein. Es wird Euch sicher überraschen, dass ich bis vor zwei Jahren noch gar kein Parfum trug. Aber inzwischen bin ich davon besessen.

Oh, wie kam es dazu?

Irgendwie fing alles an, als ich meine Freundin vor drei Jahren kennenlernte. Es war ihr Parfum, das mich zuerst anzog, und ich erinnere mich, sie gefragt zu haben, welchen Duft sie trägt. Später sagte sie, als ich sie nach ihrem Parfüm fragte, wusste sie, dass ich an ihr interessiert war. Ihr Duft löste in mir eine sehr starke Reaktion aus. Du magst dich zu Frauen hingezogen fühlen, aber wenn das Parfüm, das eine Frau trägt, falsch ist, ändert sich das Ganze. Es ist wirklich wichtig. Und das Parfüm dieser Frau hatte ich vorher nicht gerochen und ich dachte: Ich mag das! Das ist attraktiv.

Als wir dann ein Paar wurden, wollte ich ihr dieses Parfüm zu Weihnachten schenken. Seitdem schenke ich es ihr immer zu Weihnachten (lacht). Aber dann wollte sie mir einen Duft kaufen. Und so haben wir angefangen. Ich meine, es gibt eine Million Möglichkeiten zu beginnen. Also begann ich mit den klassischen männlichen Düften wie "Eau sauvage" von Dior, das ich sehr mag. Und ich entdeckte "Eight & Bob". Es wurde in Paris in den vierziger Jahren für John F. Kennedy hergestellt und in einem Buch versteckt, um durch den Zoll zu gelangen. Es wurde "Eight & Bob“ genannt, weil acht Flaschen für ihn und eins für Bobby Kennedy waren. Und schließlich habe ich auch einen modernen Duft gefunden, den ich sehr mag: Tom Ford "Noir".

Wo hast Du denn die Düfte getestet? In Deutschland findet man in Städten wie Brighton in der Innenstadt alle 500 Meter eine Parfümerie für Mainstream-Düfte und mindestens zwei oder drei Nischenparfumerien. Aber wir sind an keiner einzigen vorbeigekommen...

Ja, insgesamt sind in Großbritannien die Möglichkeiten, Parfums auszuprobieren und zu kaufen sehr begrenzt. Du kannst in die Drogerie gehen, ja, aber es ist ein verschlossener und seltsamer Markt. Ich denke nicht, dass Parfums bei uns genügend Beachtung bekommen.

Dabei hat Großbritannien eine lange Parfumtradition mit großen traditionellen Parfumhäusern haben, wie Trumper, Penhaligon`s, Floris usw.

Ja, aber Trumper ist eben auch ein gutes Beispiel für Dinge, die sich nie geändert haben. Vielleicht haben wir deshalb einen anderen Ansatz, vielleicht gibt es deshalb nicht so viele Parfümerien. Die reichen Leute gehen einfach zu Trumper, oder zu Taylors of Old Bond Street. Davon haben wir uns noch nicht losgelöst. Neben diesen traditionellen Unternehmen gibt es in London nur Läden, in denen Sie die gängigsten Mainstream-Parfums finden. Selbst der, den meine Freundin trägt (es ist "Faubourg 24" von Hermes), konnte ich hier in keinem Laden finden! Es war sogar schwer, ihn in den „High Streets“ in London zu bekommen!
Ich denke, in Spanien, Frankreich und Italien ist es eher üblich, dass Männer Parfums tragen. Weil Männer generell extravaganter sind, besonders in Italien. Sie denken mehr an ihre Kleidung und sie sind gut angezogen. Es könnte also am Verblassen der britischen Extravaganz liegen.

Wir haben einige britische Parfums ausprobiert undsie sind eher gesetzt, scheinen für die Banker von London gemacht zu sein. Sie schreien nicht: "Hier bin ich, rieche mein Parfüm!" Das ist vielleicht nicht britisch.

Ja, vielleicht habt Ihr Recht. Ich habe hier ein Floris-Parfüm. Es ist "Floris 89", das Parfum, das James Bond getragen haben soll, also der Charakter in den Büchern. Für mich riecht es eher nach einer Handwaschseife oder ähnlichem. Mehr wie ein Shampoo, für mich ist es nicht James Bond. Nun, es ist schön, aber für mich ist es sehr weiblich. Es ist frisch und zitrisch, aber es war nicht das, was ich suchte.

Klingt eher nach einem „Cologne“.

Ich weiß nicht, wie es in Deutsch ist, aber in Englisch ist das Wort "Cologne" im Allgemeinen mit männlichen Düften verbunden. Man kauft einem Mann kein "Parfüm", man kauft einem Mann ein "Cologne".

Oh, das ist in Deutschland anders. Wenn du in eine deutsche Parfümerie gehst und nach einem Cologne für einen Mann fragst, werden dir nur leichte und zitrische Parfums für den Sommer gezeigt, die typisch für ein EdC sind. In Deutschland wird der Begriff "Cologne" nur verwendet, um die niedrigste Konzentration eines Duftes zu bezeichnen.Aber das hat bei uns nichts mit dem Geschlecht zu tun.

Okay, in Großbritannien wäre es sehr ungewöhnlich, einem Mann etwas zu kaufen, das "Eau de Parfum" genannt wird. Vielleicht klingt es zu feminin, ich weiß es nicht. Übrigens, was denkt Ihr über Unisex-Düfte? Für mich ist das absurd, weil ich denke, dass es zwei unterschiedliche Bedürfnisse für Männer und Frauen gibt.

Nun, wir schauen nicht, ob ein Parfum für Männer, Frauen oder beide Geschlechter gemacht wird. Eines unserer Lieblingsparfums ist "Patchouli", das von Reminiscence Paris als Frauenparfum verkauft wird. Es ist sehr dunkel und tief. Die gleiche Firma hat auch "Patchouli pour homme" hergestellt. Und wir haben das ausprobiert und gedacht: "Das ist für Frauen, es ist viel glatter, ein bisschen süßer und sauberer". Für uns ist das "Patchouli", das als Frauenparfum verkauft wird, also viel männlicher als das männliche.


Liegt das daran, dass Frauen abenteuerlustiger und fantasiereicher sind als Männer? Hat das Unternehmen gedacht, es könnte zu riskant sein, den Männern das Frauen-"Patchouli" anzubieten, und sie machten eine einfachere, konservativere Version davon? Mir scheint, dass Männer weniger abenteuerlustig bei der Auswahl ihrer Düfte sind, sie wollen etwas Vertrautes.

Nun, daran haben wir nicht gedacht, aber es könnte sein. Es könnte auch sein, dass besonders britische Männer nicht so abenteuerlustig sind – außer natürlich James Bond! Also, wie denkst Du, sollte James Bond riechen?

Ich denke, James Bond würde sicherlich einen Zibet-Duft tragen, sehr verführerisch, kraftvoll und männlich - und teuer. Vielleicht ist das der Grund, warum Parfum hier nicht so beliebt ist. Jeder ist von James Bond besessen. Er ist ein starkes Vorbild für Männlichkeit in Großbritannien. Er ist ein Bezugspunkt seit den 1950er und 60er Jahren. Und ich frage mich, wenn Daniel Craig - oder wer auch immer - in einem James-Bond-Film ein Parfum aufgelegt hätte, ob Düfte dann populärer werden würden. Denn in Großbritannien ist Parfum irgendwie mit Weiblichkeit verbunden. Auch das ist beispielsweise in Italien anders. Kein Mann erwartet dort, für homosexuell gehalten zu werden, nur weil er gut gekleidet ist. Und es ist dasselbe mit Duft. Denkt Ihr, dass im Allgemeinen mehr deutsche Männer Parfums tragen, sogar die jüngeren?


Es scheint so, ja. Es scheint aber auch, dass es eine Entwicklung ist, die mit einer generellen Entwicklung der Aufmerksamkeit für alles, was Genuss bereitet und Einzigartigkeit verleiht, verbunden ist. So, wie man guten Weinen jetzt mehr Aufmerksamkeit schenkt, Wein mit Schokolade oder Zigarren kombiniert, aktuell kommt in Deutschland gerade der Genuss von Whisky und Gin in Mode. Es ist sicher kein Zufall, dass in den letzten 10 – 15 Jahren eben auch viele neue Parfum-Firmen gegründet wurden. Und auch die meisten Nischen-Parfümerien wurden erst vor einigen Jahren eröffnet.

Ich frage mich, ob es da eine Parallele zwischen Kleidung und Duft gibt? Aus meiner Sicht hat alles, was ich mit dem CHAP-Magazin mache, etwas mit einem bestimmten Look zu tun, einer spezifischen Art, sich elegant zu kleiden. Und ich frage mich, ob es beim Parfum etwas Ähnliches gibt. Man könnte argumentieren, dass die Annäherung an Düfte die gleiche ist wie an Kleidung und dass die Chaps die klassischen Düfte bevorzugen, die zum Beispiel in den 1940ern getragen wurden. Sie experimentieren nicht, sie würden auch nicht mit einer neuen Art von Hosen experimentieren. Aber ist Duft nicht eine persönlichere Sache? Als ich damit anfing, nahm ich an, dass ich all die klassischen Düfte mögen würde, weil ich klassische Kleidung mag. Aber ich habe mich getäuscht. Ich mag zum Beispiel Tom Ford "Noir" und ich mag "Eau sauvage" auch. Aber es war nicht wichtig, dass es ein Klassiker war.

Unsere Erfahrung ist, dass manchmal klassische Parfüms sehr zeitgemäß riechen und umgekehrt. Und natürlich wird heute kaum noch ein Duft verkauft, der mit dem Originalrezept aus der Zeit hergestellt wird, in der er zuerst veröffentlicht wurde, aus allergischen Gründen oder weil synthetische Substanzen billiger sind ...

... oder aus ethischen Gründen. Heute wird Zibet nicht mehr aus der Zibet-Katze oder den Moschus aus dem Reh extrahiert...

… ja. Aber wir beobachten, dass einige neue Parfumhersteller versuchen, die älteren Düfte neu zu erfinden, zum Beispiel Oriza L. Legrand, die bis 1940 Parfums produzierten, dann schlossen und 2012 wiedereröffnet wurden und versuchen, den alten Parfums mit zeitgenössischen Rezepten nahe zu kommen. Wir denken, dass diese Entwicklung mit der Retro-Bewegung verbunden ist, die auch eine sehr junge Bewegung ist, Leute, die alte Sachen kaufen, zum Beispiel alte Telefone und sie benutzen und so weiter.

Ja, aber es scheint, dass Dufthersteller bisher noch nicht auf die Idee gekommen sind, das für ihre Marketing-Arbeit zu verwenden, obwohl es definitiv einen Markt dafür gibt, wenn Sie es mit der Retro-Bewegung verbinden. Es ist das gleiche mit Vintage-Kleidung. Vor 10 Jahren, wenn Ihr Vintage Style tragen wolltet, musstet Ihr Original Vintage-Kleidung tragen. Aber heute gibt es eine neue Industrie, die Reproduktionen aus alten Stoffen und Mustern herstellt. Es gibt Dutzende und Dutzende von neuen Unternehmen, die Kleidung im Retro-Stil machen. Warum hat kein Parfümhersteller diesen Markt ins Visier genommen? Vielleicht sollte es ich das machen!

Ja, das wäre eine Idee! Aber erst einmal herzlichen Dank für das Interview!

Interview und Übersetzung: Marie de Winter & Ferdinand Sturm (Redaktion WinterSturm)


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Vor genau 10 Jahren, im Dezember 2008, hat das Europäische Flakonglasmuseum seine Pforten geöffnet. Die Idee, ein Glasmuseum am Standort in Kleintettau zu errichten, an dem seit über 350 Jahren und auch heute noch Glas hergestellt wird, gab es bereits in den 1980er Jahren. Später erst ist die Idee weiter entwickelt worden zu einem Spezialmuseum für edle Parfümflakons. Die Firma Heinz-Glas, in deren Räumlichkeiten das gemeinnützige Museum untergebracht ist, hat sich auf Luxusflakons für die Kosmetikbranche spezialisiert. Ein Alleinstellungsmerkmal des Museums ist der Blick in die aktuelle Flakon-Produktion von Heinz-Glas. Hier können die Besucher den Lärm, die unglaubliche Hitze sowie die atemberaubende Geschwindigkeit der vollautomatischen Glasproduktion sinnlich erfahren. Beim Rundgang durch das Museum erfährt der interessierte Besucher, wie in Mesopotamien und im alten Ägypten kleine Parfümflaschen hergestellt wurden. In einem Streifzug durch die Jahrhunderte wird der Bogen von der Mundblastechnik über die Halbautomatentechnik bis zur Vollautomatischen Produktion von Parfüm-Flakons gespannt. Ein eigener Ausstellungsraum widmet sich dem Thema Duftherstellung und der Zusammensetzung von Düften aus verschiedenen Riechstoffen. Die Münchener Flakon-Sammlerin Beatrice Frankl hat einen Teil ihrer bedeutenden Sammlung zum kommerziellen Flakon des 20. Jahrhunderts dem Museum übereignet. Hierunter befinden sich Glanzstücke der französischen aber auch deutschen Parfümgeschichte. Paris als Zentrum der europäischen Parfümerie ist mit prominenten Marken wie Chanel, Dior, Guerlain, Yves-Saint Laurent und Gaultier vertreten. Aber auch die deutsche Duftkultur, die vor dem zweiten Weltkrieg ähnlich prominent wie die französische war, kann sich mit Marken wie Dralle, Mouson, Wolff & Sohn, Johann Maria Farina und 4711 durchaus mit Flakondesign „made in France“ messen. Das besondere an der Sammlung Frankl ist, dass die zu den verschiedenen Produkten zugehörigen Accessoires wie Duftkarten, Werbung, limitierte Sondereditionen und Give-aways ebenfalls gesammelt wurden und zu bewundern sind.

Ein Glücksfall für das noch junge Museum ist die Schenkung einer Privatsammlung zur Kosmetik- und Duftkultur der DDR. Hinter den Kulissen wird bereits eifrig daran gearbeitet, diese hochkarätige Sammlung auf rund 80 qm Dauerausstellungsfläche spätestens im Jahre 2020 der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wechselnde Sonderausstellungen rund um das Thema Flakons und Glas runden das Profil des Hauses ab. Einmal im Monat finden Glasmachervorführungen am Halbautomaten statt. Die Glashöhle nicht nur für Kinder lässt auch die Herzen der jüngeren Besucher höherschlagen. Wir freuen uns, Sie demnächst in unserem Hause willkommen zu heißen!

Henkelgefäße für Duftöle; syrisch, 10. Jahrhundert



Parfüm-Flakon aus zisilierter und feuervergoldeter Bronze mit Perlmutteinlagen, Sammlung Sigrid Söhlke; unbekannter Hersteller, vermutlich italienisch, um 1740


Parfüm-Flakon und Duftkarte „Shem-el-Nessim“®, J. Grossmith & Son LTD®, London/ Vereinigte Königreiche Großbritannien und Irland, nach 1906



Parfüm-Flakons „Chanel N° 5“® und „Coco“® mit Umverpackungen, Sammlung Beatrice Frankl, Chanel®, Paris/ Französische Republik, 2. Hälfte 20. Jahrhundert


Entdeckungen für Augen, Ohren und Nase in der Dauerausstellung „Parfümflakons – Eine Zeitreise durch das 20. Jahrhundert“


Glasmachervorführungen am Halbautomaten, wie in den „Goldenen Zwanzigern“. Mutige Museumsbesucher dürfen sich gerne auch selbst in der Kunst der Flakon-Herstellung probieren


www.flakonglasmuseum.eu

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag, 8 bis 17 Uhr

Samstag, 10 bis 16 Uhr
An Sonn- und Feiertagen nur für vorangemeldete Gruppen ab 30 Personen.

Adresse:

Europäisches Flakonglasmuseum
Glashüttenplatz 1-7
96355 Kleintettau


Fotos: Europäisches Flakonglasmuseum, Sandro Welsch; Pierre Kamin

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Vor „Me“ war „One“ - Der erste Duft von Heidi Klum

Anfang 2018 wurde in Köln das Lager einer der großen Parfümeure Deutschlands geräumt: Georg Ortner. Viele Duftinstallationen und Experimente wurden aufgelöst. Tausende Flakons bekannter Marken, nie veröffentlichte Kreationen für den Davis-Cup, sowie eingefärbte Leerflakons haben die Werkstatt verlassen. Auch die ersten Exemplare des „Duftpen“, die zu Auseinandersetzungen mit 4711 führten, wurden „entrümpelt“.

Einen besonderen Posten aus dem Werk des Parfümeurs bieten wir in Kürze im Forum für Liebhaber zum Erwerb in Form einer Auktion an. Seid gespannt auf Georg Ortners Interpretation des ersten Parfums „One“ von Heidi Klum.

Die Auktion endet am 10. Januar 2019 um 23:59 Uhr.

Hier geht es zur Auktion

Bei weiteren Fragen zum Parfum und der Geschichte, könnt ihr euch gern per PN an HEIDINr1 wenden.


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Der kultige Nischenduft Gravel A Man’s Cologne ist seit November wieder erhältlich. Wir haben Christian Blessing, der die Marke im Sinne des ursprünglichen Inhabers weiterführt, ein paar Fragen gestellt.


Wie bist du zum Thema Parfum gekommen?

Wahrscheinlich so wie die meisten Leute. Ich habe es bei meinen Eltern gesehen und dann angefangen, selbst Parfum zu tragen. Der einzige Unterschied ist vielleicht, dass ich schon sehr früh angefangen habe, Parfum zu verwenden und es einfach großartig fand, verschiedene Düfte zu riechen. Ich hatte auch schon immer Gerüche in der Nase, wenn ich mich an Menschen erinnere und rieche gerne an den Düften, um mich zu erinnern.

Was bedeutet ein Parfum für dich?

Düfte können aus meiner Sicht durchaus als Spiegelbild des Charakters gesehen werden, oder zumindest zeigen, wie die Menschen sich gerne darstellen möchten. Oft sieht man jemanden aus der Ferne und weiß eigentlich schon genau, welche Art von Parfum diese Person trägt. Das verrät eine Menge über Charaktere und macht aus meiner Sicht auch einen großen Teil der Faszination Parfum aus.

Wie kommst du dann dazu, ausgerechnet ein Parfum von 1957 zu benutzen?

Als mir Gravel A Man’s Cologne zum ersten Mal in einer kleinen Parfumerie vorgestellt wurde, hatte ich nach etwas Klassischem gefragt, etwas das nicht jeder trägt, also ein Nischenduft. Bei Gravel bin ich dann sofort hängen geblieben.

Der Duft war wirklich einzigartig, schwer und würzig und dennoch weich genug, dass ich ihn als Student tragen konnte. Ich kannte nichts Vergleichbares und es hat sich sehr stark vom Einerlei der Düfte abgehoben, die dem Zeitgeist hinterherlaufen. Klassisch, jedoch ohne antiquiert zu wirken, vielleicht am besten mit dem Wort zeitlos beschrieben - das war auf Anhieb genau mein Duft.

Zudem gefiel mir die Gestaltung: einerseits das klassische schwarzweiße Etikett, unaufdringlich und klar, dazu in krassem Gegensatz der goldene Deckel. Das „besondere Etwas“ wurde dem Ganzen durch die Kieselsteine (engl. Gravel) im Flakon verliehen, das war schon außergewöhnlich.

Duft, Design und Name waren so stimmig und rund, dass ich sofort Fan wurde. Damals hatte ich aber noch keine Ahnung von der Geschichte hinter dem Duft.



Das Parfum verschwand dann vom Markt, wieso?

Michael B. Knudsen, der Schöpfer von Gravel, hatte das Parfum 1957 in New York entwickelt. Er hat es sein ganzes Leben lang hergestellt, bis zu seinem Tod im Alter von 98 Jahren. Es war also seine Leidenschaft und er hat sein ganzes Herzblut in die Herstellung gesteckt. Seine Erben wollten den Duft weiterhin produzieren, waren aber auch schon in fortgeschrittenem Alter. Alle Angebote, die Marke zu veräußern, wurden aber stets abgelehnt, da sie nicht an einen großen Hersteller verkaufen wollten. Der Wunsch, dass die Marke im Sinne des Gründers weitergeführt wird, stand im Vordergrund. Daher wurde die Produktion eingestellt und Liebhaber haben sich noch einige Jahre mit Restbeständen versorgen können. In Europa war der Duft einfach nicht mehr erhältlich.

Du hast Jahre später angefangen zu recherchieren, was aus der Marke geworden ist. Was hat dich so an Gravel fasziniert?

Im ersten Schritt fand ich es einfach schade, dass ich es nicht mehr kaufen konnte. Ich hatte noch ein paar Flaschen bei Online-Marktplätzen kaufen können, übrigens zu astronomischen Preisen, aber irgendwann war einfach Schluss. Durch Zufall habe ich dann mit jemandem gesprochen, der Michael Knudsen tatsächlich kennengelernt hatte und der auch Liebhaber dieses Duftes ist. Er erzählte mir, warum Gravel nicht mehr erhältlich war.

Mir ging das Thema dann nicht mehr aus dem Kopf. Der Name, der Duft und die Gestaltung sind so besonders, das kann man doch nicht einfach dem Vergessen preisgeben, dachte ich mir. Da begann ich online zu recherchieren und fand immer mehr über die Marke heraus. Die Geschichte hinter Gravel ist wirklich faszinierend.

Abgesehen davon, wie lange es das Parfum schon gibt, gilt es als Mitbegründer der Nischenparfums. Knudsen legte einen so starken Fokus auf Qualität, dass der Herstellungspreis zu hoch war, um das Parfum damals klassisch vermarkten zu können. Aus der Not heraus war Gravel einer der ersten Düfte, der nur an ausgewählte Boutiquen in den USA und im Direktvertrieb verkauft wurde. Im Grunde genau wie heute.

Als Michael Knudsen Gravel 1957 auf den Markt brachte, war es für Männer in den USA gänzlich unüblich, Parfum zu tragen. Ich habe oft gelesen, dass es wohl zu einem guten Teil sein Verdienst ist, dass Herrenparfums in den USA erfolgreich wurden. Er war jahrelang im Showbusiness aktiv und kannte viele Entertainer und Prominente, die zu seinem Kundenkreis zählten. Daher wurde Gravel Ende der 50er Anfang der 60er-Jahre oft in den Medien vorgestellt. Dies hat wohl einen großen Beitrag geleistet. Das fand ich sehr spannend.


Was geschah dann?

Ich trat an die Rechteinhaber heran und fragte, ob es Interesse gäbe, die Marke zu verkaufen. Das Interesse hielt sich aber stark in Grenzen (lacht).

Die Antwort war, dass es sich hierbei um ein Stück amerikanische Parfumgeschichte handle und man nach wie vor nicht verkaufen wolle.

In den nächsten 12 Monaten habe ich es dann zu meinem Hobby gemacht, ca. einmal wöchentlich anzurufen und wieder nachzufragen. Es ging vor allem darum, dass die Marke im Sinne Knudsen weitergeführt wird, also als Familienbetrieb nicht als Teil einer großen Maschinerie, die in erster Linie auf den Profit achtet.

Von der Idee, Gravel wieder auf den Markt zu bringen bis zu dem Punkt, an dem die Marke an uns überging, hat es letztendlich fast 2 Jahre gedauert.

Was war dir besonders wichtig, als ihr die Marke gekauft habt?

Gravel A Man’s Cologne so fortzuführen, dass die Werte, sozusagen die DNA, unangetastet bleiben. Das gilt vorrangig für den Duft, aber auch für die Gestaltung und den Markenauftritt. Es ist einer der ersten Nischendüfte und soll auch einer bleiben. Ich finde es schade, wenn man von einer Marke 15 Düfte hat und sie dadurch beliebig wird. Die Geschichte hinter dem Duft verpflichtet und das Profil von Gravel soll nicht aufgeweicht werden.

Gibt es Dinge, die du anders machst als Michael Knudsen 1957?

Die Zeit ist natürlich nicht stehengeblieben, erst recht nicht in der Parfumbranche. Die Ansprüche in Bezug auf Packaging, Materialien und Präsentation sind gestiegen. Da ist Gravel auch keine Ausnahme. Man kann Gravel nun sehen, riechen und anfassen, man hat ein echtes haptisches Erlebnis. Die verwendeten Materialen werden dem Duft in Sachen Qualität und Liebe zum Detail noch besser gerecht.

Was sind die Pläne mit Gravel?

Gravel Cologne ist nun seit November wieder erhältlich. Online in unserem Shop und in ausgewählten Parfümerien. Wir hoffen, dass die Leute unsere Begeisterung für den Duft und die Geschichte dahinter teilen und genauso viel Spaß an Gravel haben wie wir!

Unter allen Usern, die auf diesen Artikeln bis zum 09. Dezember 2018 um 23.59 Uhr geantwortet haben, verlosen wir 3 Flakons von Gravel!

140 Antworten
Vor 160 Tagen
34 Auszeichnungen

Gammon - eine Kultmarke, die in den 80er- und frühen 90er-Jahren sehr populär war. Der Slogan „Mit diesem Duft kann dir alles passieren“ dürfte noch vielen bekannt sein. Nun erlebt die Marke ihr Revival!
Wir haben Zhong Xiao, dem kreativen Kopf hinter dem Projekt, ein paar Fragen gestellt.

Wie hat es dich in die Welt der Düfte verschlagen?

Über 3 Jahre ist das inzwischen her. Ich hatte mich damals eigentlich nie intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Ich war eher der normale Konsument und absolut kein Experte. Mir ging es wie den meisten: Man geht ohne Ahnung in eine Parfümerie und wird regelrecht erschlagen. Es gibt Regale voller Düfte und man ist eigentlich völlig überfordert. Also lässt man sich bequatschen und kauft einen Duft, der einem spontan gut gefällt.

Wenn ich mich für ein Parfum entschieden hatte, war das nie eine bewusste Entscheidung, eher zufällig und spontan. Ich konnte zu dieser Zeit auch gar nicht so viel wahrnehmen von den einzelnen Düften. Übrigens gibt es auch Studien die belegen sollen, dass Männer Gerüche gar nicht so sensibel und facettenreich wahrnehmen, wie Frauen das können. Man(n) kann es aber antrainieren, das habe ich in den Jahren gemerkt. Inzwischen nehme ich die Parfums ganz anders wahr.

Auf jeden Fall war ich damals nicht Teil dieser Parfumwelt. Ich glaube, dass es heutzutage immer noch nicht einfach für Männer ist, in diese Welt hineinzukommen. Alles ist superkomplex, bunt, laut und auch sehr feminin, wie ich finde. Es gibt viele Flakons aus Glas, viel Bling-Bling und nichts ist wirklich simpel und puristisch. Ich finde es sehr schade, wie eine so emotionale und schöne Sache in eine so komische Richtung geht. Wenn ich den Markt neu erfinden müsste, würde ich es genau so nicht machen. Ich würde es so machen wie Gammon.

Kann ein Parfum mehr, als einen nur nett riechen zu lassen?

Ja, absolut! Die stärkste Wirkung, die Parfum hat, sind Assoziationen und Emotionen. Man riecht einen Duft und es versetzt einen in eine andere Zeit und Welt. Das ist eine Power, die kein anderes Produkt erreichen kann. Es ist einfach die naheliegende Verbindung zum Gehirn. Darum finde ich es wichtig, dass Parfum mehr ist, als einfach nur nett zu riechen. Man muss durch den Duft beflügelt werden. Hinter ihm muss ein Statement stehen, eine Welt, eine Story mit Sinn und Zweck dahinter!

Gammon war vor langer Zeit sehr populär, ist dann aber in Vergessenheit geraten. Was fasziniert dich so an der Marke?

Am Ende ist es pure Emotion. Ich habe aber auch einen sehr persönlichen Bezug zu Gammon. Als ich damals mit 8 Jahren nach Deutschland kam, konnte ich kein Wort Deutsch. Um in die Sprache hineinzufinden, hatte ich damals oft Fernsehen geschaut, vor allem Zeichentrickfilme. Ich bin ein sehr audio-visuell-getriebener Mensch. Für mich sind Sound und Bild viel stärker als Worte - und Duft ist nochmal viel stärker als Sound und Bild! „Mit diesem Duft kann dir alles passieren!“, das ist mir damals hängen geblieben. Gammon hatte immer diese gleiche einprägsame Musik, zeigte zwar unterschiedliche Welten, wirkte aber trotzdem konsistent und konsequent. Das hat mich fasziniert. Diese Marke wollte ich wieder aufleben lassen!

Heißt Gammon nicht „Schinken“?

(Lacht) Ja, eigentlich ungünstig in der digitalen Welt, wenn man z.B. danach googelt. Tatsächlich weiß niemand so genau, warum man damals den Begriff „Gammon“ genommen hat. Es gibt aber ein Gerücht, dass der damalige Erfinder der Marke wohl ein großer Backgammon-Fan war. Ich finde eine Marke muss primär stark klingen. Gammon - das klingt maskulin und entschieden!

Die neuen Parfums tragen den Zusatz „Eau de Performance“ im Namen. Was ist ein „Eau de Performance“?

Ein Duft muss dich motivieren, etwas zu erreichen, bereit zu sein für alles. Für mich war es schon immer wichtig, dass ein Duft die gewisse Power hat. Man baut auch die Beziehung zu einem Duft auf, indem man von anderen Menschen Zustimmung bekommt. Ich habe das selber erlebt. „Du riechst total super“, besser geht es nicht! Diese zwei Elemente, Power und positive Signale aus deiner Umgebung, das sind für mich die beiden Faktoren, die Gammon perfekt unterstreichen. „Eau de Performance“ fasst es einfach gut zusammen. Es ist dieser Kontrast aus Emotionen und Performance, der geschaffen werden soll.

Warum gibt es vier Düfte?

Die meisten Menschen haben statt olfaktorischen Erlebnissen viel mehr in Richtung „Geschmack“ erfahren. Man hat z. B. viele Früchte schon einmal gegessen, aber kaum intensiv gerochen. Deswegen finde ich es wichtig, dass bei den Düften eher diese Aspekte eine große Rolle spielen. Sie riechen dadurch nicht so synthetisch oder fremd, sondern einfach lecker. Außerdem verleiht man ihnen so einen Wiedererkennungswert.

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und es ist unmöglich, jeden zu treffen. Es gibt inzwischen unzählige Parfums. Aber eigentlich sind es gar nicht so viele Duftrichtungen. Am Ende habe ich analysiert, was für Männer überhaupt in Frage kommt. Dazu habe ich die 100 Bestseller-Düfte analysiert und es kamen dabei dann die vier Richtungen Fougère, Oriental, Woody und Citrus heraus. Man hätte vielleicht sogar Woody herausnehmen können, weil heutzutage alles irgendwie holzig ist. Auch Citrus findet man eigentlich überall, gerade Bergamotte ist sehr präsent.

Für mich war letztendlich die Überlegung: Was ist die minimalste Menge an Duft, mit der man so viele Emotionen wie möglich abdecken kann?

Klar war, dass es jeweils ein Duft für den Tag, für die Nacht und für den Sport sein muss. Der vierte Duft war am Anfang etwas schwierig zu definieren.

Es gibt Tage, da wacht man auf und hat keinen Bock, der „Nice Guy“ zu sein. Man will einfach nur sein Ding machen. Dazu braucht man einen Duft wie eine Lederjacke. Das musste einfach in der Kollektion sein, sonst ist alles zu rund. So ist es schließlich zu den vier Düften gekommen. Für mich ist die Vier eine sehr „komplette“ Zahl.

Es ist nicht immer leicht zu erklären, was genau die vier Düfte sind. Wenn man es Männern erklären muss, ist es noch komplizierter. Frauen können wenigstens etwas mit den Assoziationen anfangen. Gammon soll wie eine Garderobe sein - mit den vier Must-Haves, die jeder Mann haben sollte und fast jeder Mann auch hat. Die Düfte heißen zwar 1, 2, 3 und 4, aber jeder hat einen Subtitle.

Ein T-Shirt (1 - The Black Tee) hat jeder, es ist super vielseitig, kann sportlich sein, aber auch elegant.

Dann gibt es den Anzug (2 - The Black Suit), der Klassiker für besondere Anlässe, der immer gut aussieht, vor allem wenn er gut sitzt.

Die Lederjacke (3 - The Leather Jacket) hat vielleicht nicht jeder, aber jeder Mann fühlt sich sicher manchmal danach, etwas unkonventionell zu sein.

Nummer 4 ist der Kapuzenpullover (4 - The Black Hoodie), der super angenehm ist, den man schön zum oder nach dem Sport tragen kann.

Welchen der 4 Düfte würdest du mit auf eine einsame Insel mitnehmen?

Das ist wirklich schwierig. Bei den eigenen „Kindern“ gibt es nun mal keinen Liebling. Das ändert sich auch von Monat zu Monat bei mir. Ich glaube ich würde aber zu 60% die Nummer 1 mitnehmen, denn die geht immer. The Black Tee sagt genau das aus, wofür der Duft steht.

Was hat dich inspiriert, diesen Flakon zu kreieren?

Tatsächlich gab es eigentlich keine Inspiration. Ich wollte einfach etwas, das Purismus und Minimalismus verkörpert - genau der Gegenkontrast zu dem, was es schon gibt. Alles wird derzeit immer bunter und pompöser. Wenn man diese Flakons dann in der Hand hält, ist man oft enttäuscht, weil alles nur Show ist, künstlich und aus Plastik. Dazu möchte ich einen Gegentrend schaffen. Etwas, das minimalistischer kaum sein kann, aber trotzdem nicht langweilig oder unedel wirkt. Außerdem soll es nachhaltig und mobil sein und einen lange begleiten.


Ich hatte immer diesen schwarzen Zylinder vor Augen gehabt. Rund ist einfach die perfekte Form. Es wirkt ästhetisch und harmonisch. Das Verhältnis zwischen Länge und Breite ist auch sehr wichtig. Da der Zylinder schlank ist, wirkt er elegant und trotzdem maskulin. Wenn er gestaucht wäre, wäre er zwar maskuliner, aber nicht so elegant. Diese Brücke zu schlagen zwischen Eleganz und Maskulinität, das liegt sehr in den Proportionen und ist gut gelungen, wie ich finde.

Wenn man den Flakon in der Hand hat, muss er sich auch wertig anfühlen und nicht wie ein Wegwerfprodukt. Ein spezielles Aluminum, das man z. B. auch von Macbooks kennt, ist dafür perfekt. Dieses spezielle Material gab es bisher in der Branche noch nicht und war gar nicht so einfach zu finden. Auch die Verarbeitung ist sehr aufwändig.

Ab wann kann man eigentlich sagen, dass ein Duft „fertig“ ist?

Eine sehr gute Frage, die leicht zu beantworten ist: Niemals! Es geht immer irgendwie besser. Es ist auch nicht unbedingt objektiv besser. Man entwickelt sich immer weiter, riecht etwas für mehrere Wochen, ist irgendwann „satt“ und dann geht es trotzdem wieder weiter. Wir hatten bei den Düften über 100 Änderungen. Dabei ging es teilweise nur um Nuancen. Am Ende konnten sicher nur noch eine Handvoll Menschen die einzelnen Varianten auseinanderhalten. Irgendwann muss man natürlich auf den Markt kommen. Ich denke, dass aus den 4 Düften letztendlich genau das geworden ist, was aus ihnen werden sollte. Der Prozess „Duft und Gammon“ ist aber nie abgeschlossen. Da geht es immer weiter!

Unter allen Antworten auf diesen Beitrag verlosen wir zehn Tester-Sets!
Antwortet bis zum 21. Oktober 2018 um 23:59 Uhr und ihr nehmt teil.

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