Aigner Black duftet anfangs zitrisch frisch (Bergamotte und Mandarine passt) und entwickelt sich dann in eine dunkle, holzig-herbe Richtung vor einem warmen, nicht zu süßen Hintergrund. Ein paar Blumennoten spielen, meine ich, auch noch mit, halten sich aber eher zurück (oder war das die Yuzu, eine Zitrusfruchtart, wie mir Wikipedia erschlossen hat). Auch die warm-vannilige Basis hält sich zurück, so dass Black insgesamt eher unsüß ist und auf eine holzig-feminine Art herb wirkt – also ohne einen frischen, chyprigen oder maskulin-herben Charakter zu entwickeln.
Holznoten und Unsüß mag ich gern, trotzdem hat mir Black nicht besonders gut gefallen, weil ich ihn als unharmonisch empfunden habe – zu glatt ist nichts, aber unharmonisch ist auch nichts. Black eiert anfangs ziemlich lang unentschlossen zwischen süßlich-vanillig und herb-holzig hin und her, das wirkte auf mich holperig und unrund. Und die Holznote, die am Schluss bleibt (kann kaum glauben, dass da nur Sandel sein soll) hat etwas arg synthetisch-kratziges.
Jedenfalls gibt es Düfte, die dieses Konzept Wenig-Süß-viel-Holz für mein Empfinden wesentlich entschlossener und harmonischer durchziehen. Das 1992 erschienene Feminite du Bois von Shiseido fällt mir da als allererstes ein.