Dem Saphir an sich sagt man allerlei Heilwirkung nach. Er soll auch beschützend wirken. Geist und Ehre repräsentieren. Seine Bedeutung in der Menschheitsgeschichte ist so vielfältig, wie die Farbgebung des Korunden. Er wurden von ägyptischen Priestern ebenso getragen, wie von Monarchen. Fast unverwüstlich. Nur Diamanten sind härter. Dank Boadicea kann man diesen Preziosen nun als Duft tragen.
Als mir durch einen lieben Parfumo Green Sapphire, als großzügige Beigabe am Rande einer Sammelbestellung, das erste Mal unter die Nase kam, war es um mich geschehen. Die kleine Probe hütete ich, wie einen Schatz und war ob der Kraft in bereits winzigster Konzentrationen dieses Parfums völlig begeistert.
Bereits der Start mit Himbeere und Safran ist ein echter Traum. Hinzu kommt leicht holzig-trockenes, rauchiges Oud, dass sich perfekt von Cypriol (Nargamotha) und Cashmeran verzaubern läßt. Und so eine leicht vibrierende Holzaura schafft, die bereits dezente orientalische Tendenzen mitbringt. Über allem schwebt weiterhin die tiefrote, reife Himbeere, die irgendwie alle anklingende florale Süße auf ihren Namen münzt und daher ein in sich ruhendes Gesamtbild erschafft. Das moschusartige im Cashmeran, gepaart mit dem weißen Moschus der Basis, sorgt für eine gewisse Weite im Duft. Er wirkt nie schwer. Aber doch sehr dicht. Ohne zu erdrücken.
Über Stunden bleibt es nun so und erst nach gut 5 Stunden nehme ich wahr, dass der Duft sich mehr und mehr Raum für Moschus, Zeder und Sandelholz nimmt. Dieser Übergang ist so organisch-fließend, dass es hier auch keinen erkennbaren Bruch gibt. Der Duft ist tief balsamisch und doch frisch-fruchtig.
Ein echtes Juwel, dass jeden Cent wert ist, den Boadicea dafür aufruft. Ein Himbeer-(Holz-)Oud. Ein Unikat.
Ein sehr dynamischer Kommentar, der Deine Begeisterung fühlbar transportiert. Top! Für mich ist ein Test dann jetzt offiziell Pflicht. Danke fürs Erinnern.