Das ursprüngliche Eau Sauvage Extrême kenne ich leider nicht – deshalb fehlt mir der Vergleich und ich versuche mal relativ unvoreingenommen mein Statement dazu abzugeben. Einen Vergleich kann ich höchstens mit dem aktuellen herkömmlichen Eau Sauvage machen, welches mir aufgrund seiner zitruswürzigen Art recht gut gefällt.
Dagegen ist das Extrême noch würziger und noch holziger. So holzig, als wenn man an einem vollem Bleistiftanspitzer schnuppert, dessen Inhalt in Lavendelöl getunkt, mit ein paar Tropfen Zitrone beträufelt und dann noch ein wenig im Kräutergarten getrocknet wurde.
Ich mag diesen rauen Burschen, der im mondänen schwarzen Flachmann-Flakon daherkommt und sich dennoch ein wenig wie die Axt im Walde aufführt. Das ist ungefähr so, als würde man in eine frisch renovierte nostalgische Straßenbahn einsteigen, die sich hinterher als Einbaum während einer Wildwasserfahrt entpuppt …
Etwas muss ich allerdings bemängeln: die kleinen silbernen Aufkleber auf dem Flakon könnten ruhig etwas sorgfältiger aufgebracht sein. Trübt sonst ein wenig den optischen Eindruck.