Cooler Bane-mäßiger Flakon, männlich-wildes, schwarzes Pferd in der Werbung, passender Titel... und dann: einer der zahmsten Bürodüfte des Jahres. Dsquared Wild ist so wild wie ein Baby nach einer Flasche Rotwein. Eine raffiniert-ironische Täuschung, oder ein enttäuschender Fehlgriff?
So oder so werden hier viele Erwartungen & Wünsche platzen... ruhiger & zahmer als ein Pony - alles andere als ein rassiger Hengst. Der Duft ist ein echtes Mauerblümchen - modern, holzig, mehr als dezent. Zedern- & Sandelholz, etwas Veilchenblatt, fertig ist der sanfteste, aber auch unmutigste, kleinlauteste Duft des Jahres. Ein bisschen CdG-Style in arm, dafür etwas günstiger. Aber für einen Duft der nur zum Gähn-Training geeignet ist - nein danke, auch zu dem Preis. Hält weder mit Rocky Mountain Wood mit, noch mit direkter Konkurrenz. Weitere Minuspunkte geben seltsame Rauch-Synthetik-Eitelkeiten im Hintergrund, die nerven & kratzen und kein bisschen die Experimentierfreude der seltsamen Duftpyramide ausstrahlen. Meine Prognose: kein Erfolg, keine lange Lebenszeit. Oder ist der Name sooo ironisch gemeint?
Flakon: cool, comicartig, pferdegeprägt. Sillage: Großraumbüros? Kein Problem mit 10 Spritzern. Haltbarkeit: kein ganzer Arbeitstag - ärgerliche 5 Stunden.
Fazit: das ist leider noch nichtmal ein Comme des Garcons für den kleinen Mann... viel Potential verschenkt.