Charogne Etat Libre d'Orange 2007
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Top Rezension
Aas? Who cares! Sinnlich-animalische Vanille
Ich mag ihn. Ohne Umschweife. Die Namensgebung mag bewusst etwas auf Provokation setzen, wie es bei dieser lebhaften französischen Marke mit ihren unverwechselbaren, stilsicheren Flakons auch durchaus passend erscheint.
Vielleicht trifft Catch22 es auch schon ganz gut als meine Vorrednerin, denn fraglos ist Süße ja durchaus ein Merkmal bei Verwesungsvorgängen. Da allerdings ist immer ein Würgeautomatismus integriert, weil besagte Note eben nur speziell und unfälschbar bei Aas auftritt.
"Charogne" hingegen kokettiert zwar fraglos mit Süße in Kombination mit Tier, aber selbiges erfreut sich bester Gesundheit und duftet durch seine Natur.
Nach einem durchaus leicht überfrachtet wirkenden Auftakt, bei dem sich Lilie, viel Zimt und Maiglöckchen die Klinke in die Hand geben, pendelt der Etat Libre sich recht bald in einem sinnlichen, warmen, sehr fein ausgewogenen Spektrum ein, das von animalischen Noten (gefühlt 60 % Bibergeil, 20 % Zibet, 20 % Moschus) und einer alles gefühlvoll umklammernden Vanille dominiert wird. Das "Luder" passt da in der Übersetzung schon eher als das Aas.
Die übrigen Noten, von denen oben nicht eben wenige gelistet sind, lassen sich im Detail nur schwer erkennen, so gut ist alles miteinander verwoben. Die anfänglich etwas packende Süße wandelt sich in eine Wohlfühlsüße, die dank sehr zart dosierter Harze (Styrax, Labdanum) und Ambrettekörner ausreichend Volumen bekommt.
Erfreuliches Werk.
Vielleicht trifft Catch22 es auch schon ganz gut als meine Vorrednerin, denn fraglos ist Süße ja durchaus ein Merkmal bei Verwesungsvorgängen. Da allerdings ist immer ein Würgeautomatismus integriert, weil besagte Note eben nur speziell und unfälschbar bei Aas auftritt.
"Charogne" hingegen kokettiert zwar fraglos mit Süße in Kombination mit Tier, aber selbiges erfreut sich bester Gesundheit und duftet durch seine Natur.
Nach einem durchaus leicht überfrachtet wirkenden Auftakt, bei dem sich Lilie, viel Zimt und Maiglöckchen die Klinke in die Hand geben, pendelt der Etat Libre sich recht bald in einem sinnlichen, warmen, sehr fein ausgewogenen Spektrum ein, das von animalischen Noten (gefühlt 60 % Bibergeil, 20 % Zibet, 20 % Moschus) und einer alles gefühlvoll umklammernden Vanille dominiert wird. Das "Luder" passt da in der Übersetzung schon eher als das Aas.
Die übrigen Noten, von denen oben nicht eben wenige gelistet sind, lassen sich im Detail nur schwer erkennen, so gut ist alles miteinander verwoben. Die anfänglich etwas packende Süße wandelt sich in eine Wohlfühlsüße, die dank sehr zart dosierter Harze (Styrax, Labdanum) und Ambrettekörner ausreichend Volumen bekommt.
Erfreuliches Werk.
4 Antworten
Ergoproxy vor 8 Jahren
Leider mochte ich ihn irgendwann nicht mehr an mir, aber der Duft ist toll.
Lilienfeld vor 8 Jahren
Toller Duft, stimmt. Und sehr fein, auch leicht zu tragen.
Bartholomeo vor 8 Jahren
Ich bereue es, dir nicht auch den "Putain des Palaces" mitgegeben zu haben.. T___T
Terra vor 8 Jahren
Der ist auch durchaus sehr gut!

