Für diesen Kommentar muss ich mich jetzt tierisch beeilen, denn Cabaret von Grès verlässt mich innerhalb von Minuten.
Dabei riecht der so gut! Ein toller Rosenchypre, blumig, würzig, nicht zu kühl, nicht zu warm. Zu Anfang ist da auch bei mir die Ähnlichkeit zu Elle von YSL, ein fruchtiger Auftakt. Ich wundere mich, woher der kommt, da in der Duftpyramide keine Früchte oder Beeren angegeben sind. Vielleicht sind die Blumen besonders fruchtig eingesetzt. Dann kommt schnell eine Ähnlichkeit zu Lady Vengeance von Juliette Has a Gun, wobei Cabaret etwas "freundlicher" bleibt. Wo Lady Vengeance recht kühl, doch schon sehr patchoulig und ganz schön kratzig ist, bleibt Cabaret blumiger und etwas weniger gehaltvoll. Der Weihrauch ist nur ganz dezent zu erschnuppern, erfreulicherweise. Er gibt nur einen Hauch "Schwere" hinzu. Ansonsten bleibt Cabaret eher wie die Tagesversion von der düsteren schwarzen Rose Lady Vengeance.
Da wir jetzt schon bei der Herznote angekommen sind, muss ich jetzt Gas geben, falls ich noch weiter... RRRRIIINNNGGG! Mist, die Eieruhr hat geklingelt, aus und vorbei. Alle die Stifte hinlegen, Hefte bitte einsammeln. Nichts geht mehr. Und ich rieche nichts mehr. Ob meine Haut ihn komplett eingesogen und quasi hermetisch verschlossen hat? Oder ob dieses Parfum bei mir alle blinden Duftpunkte auf einmal trifft? Ich weiß es nicht. Diese Vorstellung hätte ich gerne in ihrer vollen Länge genossen. Schade.