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Sehr hilfreiche Rezension
Vanille, wie sie sein soll
Tja, der Shalimar, wie bei vielen Klassikern stellt sich die Frage, was soll man hier noch sagen, was nicht schon gesagt worden ist? Obendrein, wo ich mich mit noch nicht mal einem Jahr Parfumleidenschaft immer noch als Duftneuling betrachte. Welchen Input, welchen Mehrwert kann ich euch mit meiner Rezension liefern? Diese Frage haben mich erst davon abgehalten, eine Rezension zu diesem Parfüm schreiben zu wollen, aber dann erschien mir nur ein Statement auch nicht recht angemessen, um meinen Eindruck zu beschreiben
Daher seht es mir nach, wenn diese Rezension vielleicht etwas weniger erkenntnisreich oder on Point sein wird, als andere, mir fällt nämlich auch keine lustige Anekdote oder interessanter Funfact ein, ihr werdet euch also mit meinem ganz banalen Dufteindruck begnügen müssen.
Vorweg: Ich weiß zwar nicht, aus welchen Jahren die Shalimars stammen, die ich zusammen in einem wunderbaren WB testen durfte, aber ich hatte zumindest die Gelegenheit alle Konzentrationen vom Cologne bis zum Extrait zu testen (zum direkten Vergleich alle auf einmal auf beide Arme verteilt, das waren wohl die vanillisten Arme von ganz Deutschland )
Bei diesem Vergleich bin ich zum Schluss gekommen, dass mir das Parfum von allen Konzentrationen am besten gefällt.
Doch warum? Kurz gesagt, hält es für mich am besten das Gleichgewicht zwischen sinnlich, herb und spritzig.
Die Bergamotte am Anfang kitzelt in der Nase, wird aber auch schon von grün-herben Noten begleitet, die man sicherlich mögen muss. Ich tu's. Nach ca. 20 Minuten machen sich dann zunehmend die balsamischen Noten und die Vanille bemerkbar, verschmelzen zu einem verführerischen Duft aus fernen Welten. DAS ist für mich Vanille, wie sie sein sollten. Nicht diese übelkeitseregenden Duftkerzen Varianten und der rosarote Zuckerfluff, der einem in heutige Kreationen leider oft zugemutet wird, nein Vanille, hat süß und voll, aber nicht quietschig zu sein. Es soll die Sinne auf die Reise schicken und einen nicht schneller als Muhammad Ali zu seinen besten Zeiten K. O. hauen. Die Vanille in Shalimar zwinkert dir aufreizend zu und verliert sich dann in einem Tanz mit den balsamischen und rauchigen Noten. Sie ist da, fordert deine Aufmerksamkeit und entzieht sich doch immer wieder.
Dieses Spiel mit den Noten, der Wechsel zwischen süßer Vanille, hypnotisierendem Balsam, den immer wieder kurzen Aufleuchten heller spritziger Noten von Bergamotte und Rose und die herb-grün fast schon kratzigen Noten (woher auch immer, hier fehlt mir die Erfahrung, um zu sagen, was genau das ist), dazwischen, machen Shalimar für mich so einnehmend.
Der Duft hat keinen direkten Verlauf, es ist eher ein Wirbel und ich denke, je nachdem, wer in trägt, nimmt das Umfeld ihn anders wahr. Bei ruhigen, sanften Personen ist die Vanille vielleicht stärker, bei stolzen Menschen kommt der Divacharakter des Duftes mehr heraus, bei flirtfeudigen Menschen die Sinnlichkeit des Balsams und bei Individualisten fallen die kratzigen Unternoten vielleicht mehr auf. Das macht den Duft vielseitig und je nachdem, wer ihn sich zu eigen macht, immer wieder aufs neue anders erfahrbar.
Daher seht es mir nach, wenn diese Rezension vielleicht etwas weniger erkenntnisreich oder on Point sein wird, als andere, mir fällt nämlich auch keine lustige Anekdote oder interessanter Funfact ein, ihr werdet euch also mit meinem ganz banalen Dufteindruck begnügen müssen.
Vorweg: Ich weiß zwar nicht, aus welchen Jahren die Shalimars stammen, die ich zusammen in einem wunderbaren WB testen durfte, aber ich hatte zumindest die Gelegenheit alle Konzentrationen vom Cologne bis zum Extrait zu testen (zum direkten Vergleich alle auf einmal auf beide Arme verteilt, das waren wohl die vanillisten Arme von ganz Deutschland )
Bei diesem Vergleich bin ich zum Schluss gekommen, dass mir das Parfum von allen Konzentrationen am besten gefällt.
Doch warum? Kurz gesagt, hält es für mich am besten das Gleichgewicht zwischen sinnlich, herb und spritzig.
Die Bergamotte am Anfang kitzelt in der Nase, wird aber auch schon von grün-herben Noten begleitet, die man sicherlich mögen muss. Ich tu's. Nach ca. 20 Minuten machen sich dann zunehmend die balsamischen Noten und die Vanille bemerkbar, verschmelzen zu einem verführerischen Duft aus fernen Welten. DAS ist für mich Vanille, wie sie sein sollten. Nicht diese übelkeitseregenden Duftkerzen Varianten und der rosarote Zuckerfluff, der einem in heutige Kreationen leider oft zugemutet wird, nein Vanille, hat süß und voll, aber nicht quietschig zu sein. Es soll die Sinne auf die Reise schicken und einen nicht schneller als Muhammad Ali zu seinen besten Zeiten K. O. hauen. Die Vanille in Shalimar zwinkert dir aufreizend zu und verliert sich dann in einem Tanz mit den balsamischen und rauchigen Noten. Sie ist da, fordert deine Aufmerksamkeit und entzieht sich doch immer wieder.
Dieses Spiel mit den Noten, der Wechsel zwischen süßer Vanille, hypnotisierendem Balsam, den immer wieder kurzen Aufleuchten heller spritziger Noten von Bergamotte und Rose und die herb-grün fast schon kratzigen Noten (woher auch immer, hier fehlt mir die Erfahrung, um zu sagen, was genau das ist), dazwischen, machen Shalimar für mich so einnehmend.
Der Duft hat keinen direkten Verlauf, es ist eher ein Wirbel und ich denke, je nachdem, wer in trägt, nimmt das Umfeld ihn anders wahr. Bei ruhigen, sanften Personen ist die Vanille vielleicht stärker, bei stolzen Menschen kommt der Divacharakter des Duftes mehr heraus, bei flirtfeudigen Menschen die Sinnlichkeit des Balsams und bei Individualisten fallen die kratzigen Unternoten vielleicht mehr auf. Das macht den Duft vielseitig und je nachdem, wer ihn sich zu eigen macht, immer wieder aufs neue anders erfahrbar.
8 Antworten
Das EDP ist (für meine Nase) die am stärksten reformulierte Variante. Das, was jetzt in Geschäften steht, ist viel süßer und "gezähmter", die Kopfnote (die für mich das beste am Duft ist) ist viel milder als früher. Mir ist der Duft fast zu süß. Vielleicht hast Du eine ältere Version erwischt?
Das EDT ist (oder war es zumindest vor einem Jahr) noch herb genug :)
Am liebsten ist mir das Extrait, unglaublich weich und balsamisch.
Von Flankern mag ich nur die "Ode a la Vanille"-Reihe, die anderen sind mir zu süß.
Ich weiß leider nicht, von wann meine Probe ist, will aber nicht ausschließen, dass es eine ältere ist. Ich bin ja eigentlich von mir selbst überrascht, dass mir Shalimar und auch die meisten der Flanker, die ich bisher kurz angetestet habe gut gefallen, denn normalerweise kann ich Vanillie und zu süße Parfums nicht leiden, aber hier ist es einfach eine schöne Vanille, gerade, weil sie nicht allein in weiter Flur dasteht, sondern in Symbiose mit den balsamischen und harzigen Noten ist =D
Was ich an dem Parfum mag, ist aber grade dieser immer wieder hin und her Wechsel zwischen hell, spritzig, sinnlich, und verrucht herb. Dieses Spiel geht mir beim Extrait etwas verloren, aber das ist ja Geschmackssache =)