...der Regen. Es wäre gut, wenn der trockene süsse Blütenduft etwas Abkühlung und Verdünnung bekäme.
Die Orangenblüte mag ich eigentlich aber hier ist mir schon der Einstieg zu blümelig und Rosmarin hätte dagegen ruhig etwas mehr auftrumpfen können. Die Herznote ist - na sagen wir mal auch nicht gerade originell und vor allem fehlt mir bei dem gesamten Duftablauf der guerlain`sche Stallgeruch. Das könnte von allen möglichen Marken stammen. Die Basis überrascht mich auch nicht gerade, alles schon mal anderwo gerochen.
Wenn ich einen intensiven Blütenduft möchte, dann greife ich lieber zu 24,Faubourg oder einem Caron-Kracher. Auf die Suche nach Quand Vient la Pluie muss sich also niemand machen.
Schade, Thierry Wasser hätte sich lieber an die Tradition des Hauses halten sollen, als sich bei Guerlain selbst zu verwirklichen. Dass moderne Düfte nicht mehr ins altehrwürdige Konzept passen, kann ich nicht glauben, denn z.B. Insolence ist durchaus ein würdiger moderner und überall erhältlicher Guerlainduft der Neuzeit.
Da der Duft neutral gesehen nicht unangenehm ist, auch eine ansehnliche Haltbarkeit hat und man ihn durchaus tragen könnte, bekäme man ihn geschenkt, bekommt Quand Vient la Pluie von mir 70%. Für einen Guerlainduft ist das für meine Verhältnisse allerdings dürftig.
Bin genauso wenig begeistert wie du. allerdings hält dieses Blümchenwässerchen kaum auf meiner Haut, wird schnell zu etwas undefinierbarem warmweichen Hauch. Aber der Start, nur wenige Minuten, hat mich an Après l´Ondee erinnert, den ich sehr liebe. Das war schon die 2. Guerlain-Enttäuschung nach Fall-Flowers heute.