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Oranges and Lemons, say the Bells of St. Clement's von Heeley

Oranges and Lemons, say the Bells of St. Clement's 2010

Knickzimt
23.06.2013 - 11:23 Uhr
8
Sehr hilfreiche Rezension
5Duft

Nächstes mal, james!

Oh, was war ich aufgekratzt. Heeley, +Zitrus, das hieß für mich Lieblingsmarke +Lieblingsgenre. Aber wie oft bei sowas ist die Wirklichkeit eher lau, hier auch. Die Güte der Rohstoffe scheint hoch, es gibt auf jeden Fall einen tollen, runden Gesamteindruck mit reichlichen Auszügen aus der glücklichen Natur. Runde Aromen, stimmig zusammengestellt, alles ok eigentlich. Aber hier fehlt der Funke, der es besonders gemacht hätte. Wenn Zitrusdüfte wie Sonnen sind, dann wird man hier in den Halbschatten gestellt. Die Euphorie ist mittellaut, die Szenerie schläfrig und vermurmelt. Wie das letzte, das man noch wahrnimmt, bevor man in der Hängematte einschnorchelt. Versäuselt, gemessen, schemenlos.
Übermächtig sind Neroli und Petitgrain. Was sagten doch gleich die Glocken? Kaum was davon zu merken, zumindest auf knickzimts Handrücken. Dabei hätte eine herbe Zischzitrone diesem lieblichen Gemisch sehr gut zu Gesicht gestanden.
Heeleys Fähigkeit, zum tanzen schöne Düfte mit lebendigster Anmutung zu schaffen, ist ausgerechnet in der Disziplin, die in diesen Belangen am meisten hergäbe, nicht so recht ausgespielt worden. Vielleicht war es auch das Ziel, etwas gediegenes zu schaffen, das so ein wenig erfrischt, aber auch irgendwie verbindlich und zahm ist. Wenn das so wäre, hätten sie's geschafft. Ich werde die 120 euro nicht aufwenden, leider. Nichts hätte ich bereitwilliger getan. :) Nächstes mal, James!
2 Antworten
VanitaVanita vor 12 Jahren
Schöne Wortspielereien. Ich fand ihn auch eher unspektakulär und fand es genau so schade.
GerryGerry vor 12 Jahren
1
Kurz und bündig auf den Punkt gebracht. So mag ich das.