Da haben wir ihn – einen alltagstauglichen Tropenduft. Exotisch, ungewöhnlich, nicht zu süß und trotz Insel-Thema durchaus tragbar – zumindest wenn das Thermometer über 20 Grad klettert.
An Coccobello begeistert mich zu allererst einmal der tolle Flakon. Heeley trifft was das angeht sowieso meinen Geschmack, doch dieser ist der erste Duft, der auch olfaktorisch mit dem lässigen Design mithalten kann. Zugegeben – schwer hatte er es nicht. Ich bin ein großer Fan von Kokosnuss, sowohl beim Essen als auch beim Duft, doch Ziereremit hat hierzu schon ein paar wahre Worte getippt: Die Kosmetik-Industrie hat mit Kokos leider so verschwenderisch um sich geschlagen, dass einem der Appetit darauf längst vergangen ist – vor allem, weil sie meist mit knatschiger Süße vermischt wird.
Ausnahmen bestätigen die Regel – und darüber bin ich im Fall von Coccobello ganz besonders froh! Es handelt sich tatsächlich um eine eher "herbe" Kokosnuss, die in der Blüte ihres Lebens an einer grünen Palme baumelt, umweht von einer salzigen Meeresbrise. Ein Windhauch fegt sie zu Boden, wo sie inmitten verschiedener Hölzer und ein paar Blümchen landet und ihr köstliches, natürlich-dezent nussiges Aroma verströmt.
Ich fühle mich direkt an eine karibische Strandbar versetzt. Die Luft ist klar, das Meer satt türkis, neben mir ein paar Palmen, vor mir ein cremiger Cocktail, an dem ich immer mal wieder nippe.
Coccobello hat zwar nicht das Zeug zum Signaturduft, dazu ist er zu speziell, aber hin und wieder, wenn man sich einfach nur in den Urlaub wünscht, kann dieses Wässerchen einem den Tag versüßen, und zwar ganz ohne Süße.
Oh je, jetzt auch noch die Marke Heeley. Habe eben erst den Cardinal als Extra mit "dazu" bekommen - und der gefällt mir. Und Du beschreibst gerade genau den Duft, den ich schon lange suche. Ich mag Kokos sehr - aber ohne zu viel süße Vanille.