Als ich die Flakons aus dem House of Sillage zum ersten Mal gesehen habe, war meine sofortige Assoziation: Harald G. - unser Designer aus Deutschland, bei dem so Einige von uns ab und an mal grübeln, ob zeitweises Fremdschämen angebracht wäre. Dabei mag ich den Harald im Grunde genommen. Wenn auch nur die Hälfte von dem was die Klatschpresse so über ihn schreibt stimmen sollte, dann hat den Mann mit dem was er da macht und wie er es macht zu Recht meinen Respekt verdient. Allerdings ist der Stil, der von ihm kreierten Sachen nicht der meinige. Wer es gern mit mehr Bling-Bling als ich mag, warum denn nicht
Harald G. ist der Meinung, daß jede Frau eine Prinzessin ist. Wer wollte dem widersprechen.
Das House of Sillage ist auf diesen Zug mit aufgesprungen und hat nun Flakons geschaffen, welche Prinzessinnen-Träume wahr werden lassen. Da ist viel Glas, Kristall und Bling-Bling – Prinzessinnen-Träume eben.
Der Flakon von Tiara, der aus Persien stammenden königlichen Kopfbedeckung, sieht schon in der Normalausgabe recht gut aus.
Das Parfüm hält, das was der Flakon verspricht: Zart zitrisch mit Zimt startend, über dezente Rosendüfte kommt der Duft zu Vanille und Ambra. Tiara ist sparsam im Verbrauch, hat eine angenehme Sillage und eine sehr gute Haltbarkeit. Die Basis hat diese für das House of Sillage typische Puderigkeit, bei der ich mich noch nicht entscheiden kann, ob ich diese in meiner Sammlung haben möchte.
Düfte von der Art wie Tiara mag ich: alltagstauglich im Büro und abends zum Ausgehen passen sie immer noch. So ganz anders als manches anderes Duftexperiment.
Wer sich von dem Flakon angesprochen fühlt und auch das zugehörige Parfüm gut findet, macht sicherlich nichts verkehrt, wenn er beginnt auf Tiara zu sparen. Die Preisgestaltung für Parfüms ist ohnehin für Laien schwer einzuschätzen. Der Markenname, und das gilt auch bei den angeblich preisgünstigen Stöffchen, muß überall mit bezahlt werden. Ob die Rohstoffe wirklich so hochwertig sind wie behauptet, können Nichtinsider ohnehin nicht prüfen und für den Flakon wird auch noch zur Kasse gebeten.
Die limitierte Ausgabe des Flakons setzt dann noch mal optisch und finanziell ganz andere Maßstäbe.
Ich mag den Harald auch,weniger wegen seines Designs (auch nicht meins), sondern eher,weil er zeigt,dass man mit Beharrlichkeit und dem richtigen Gespür nach oben kommen kann. Der Duft liest sich "lecker" & kuschelig. Nom-Bling-Bling-Pokal für Dich!