L'Eau Bleue d'Issey pour Homme Issey Miyake 2004
15
Top Rezension
"Kraut rocks" - der mediterrane Japaner
Gerade mal läppische 25 Euro kosten 75 ml dieses Designerdufts. Generell erkenne ich die eigenständigen Kreationen der Japaner Kenzo und Issey Miyake an, aber meistens sind sie mir persönlich eine Spur zu blumig und zu "weiblich". Nicht so LBI (der Einfachheit halber so abgekürzt). Der Duft wird als holzig-würzig beschrieben, besitzt aber wie fast alle "blau markierten" Düfte auch eine ausgeprägte Frischekomponente. Kein Wunder bei Ingredienzien wie Limette, Mandarine und Ingwer. Während die leichte Pfeffernote etwas Schärfe ins Spiel bringt, vermengen sich Rosmarin, Wacholder und Zypresse zu einem krautig-grünen Duftcocktail, der an einen mediterranen Waldspaziergang erinnert - die Luft trocken, die Wärme spürbar, eine leichte Meeresbrise im Anflug.
Da hat einer meiner Lieblingsparfumeure, Monsieur Cavallier-Belletrud, wieder ganze Arbeit geleistet. Die holzige Basis sorgt für einen naturnahen Grundton, wie überall auf dem weichen Boden verstreute Piniennadeln. LBI ist zwar ein deutlich wahrnehmbarer, aber zu keiner Zeit lauter Duft: warm ohne süß zu sein, frisch ohne deoartig zu wirken, männlich ohne rauchige Anleihen. Auf meiner Haut vergleiche ich ihn gerade (wohl allein aufgrund der Namensähnlichkeit) mit Bleu de Chanel. Beide Düfte repräsentieren das Mittelmeer für mich, BDT eher das Flanieren entlang einer Strandpromenade, LBI dagegen die felsige Wildnis oberhalb der Küste.
Nah dran an der Natur und womöglich gerade deswegen für Großstädter wie mich wie ein kleiner olfaktorischer Urlaub! Aber: Mir fehlt leider ein bisschen Sinnlichkeit und Verführkunst bei diesem Duft. Vielleicht würde ihm eine Spur Vanille gut stehen oder einfach ein bisschen weniger Kraut ... so mein Eindruck nach einigen Wochen. Meine anfängliche Begeisterung hat tatsächlich ein wenig nachgelassen, da ich derzeit eigentlich genauso rieche wie meine Dachterrasse! ;-)
Da hat einer meiner Lieblingsparfumeure, Monsieur Cavallier-Belletrud, wieder ganze Arbeit geleistet. Die holzige Basis sorgt für einen naturnahen Grundton, wie überall auf dem weichen Boden verstreute Piniennadeln. LBI ist zwar ein deutlich wahrnehmbarer, aber zu keiner Zeit lauter Duft: warm ohne süß zu sein, frisch ohne deoartig zu wirken, männlich ohne rauchige Anleihen. Auf meiner Haut vergleiche ich ihn gerade (wohl allein aufgrund der Namensähnlichkeit) mit Bleu de Chanel. Beide Düfte repräsentieren das Mittelmeer für mich, BDT eher das Flanieren entlang einer Strandpromenade, LBI dagegen die felsige Wildnis oberhalb der Küste.
Nah dran an der Natur und womöglich gerade deswegen für Großstädter wie mich wie ein kleiner olfaktorischer Urlaub! Aber: Mir fehlt leider ein bisschen Sinnlichkeit und Verführkunst bei diesem Duft. Vielleicht würde ihm eine Spur Vanille gut stehen oder einfach ein bisschen weniger Kraut ... so mein Eindruck nach einigen Wochen. Meine anfängliche Begeisterung hat tatsächlich ein wenig nachgelassen, da ich derzeit eigentlich genauso rieche wie meine Dachterrasse! ;-)
2 Antworten


Für alle, die sich den Duft zulegen möchten :
Habe vor ein paar Tagen in der Bucht 125 ml für 27.- bekommen - neu, mit kostenlosem Versand und von einem gewerblichen Anbieter, das Angebot ist noch aktuell.....:)