7
Sehr hilfreiche Rezension
Früchte der Nacht
Wofür steht Lacoste?
Da ist zum einen das klassische Polo-Shirt, welches intern mit der Nummer L.12.12. bezeichnet wird. Wenn ein Mann ein Polo-Shirt im Schrank – oder am Körper – haben sollte, dann so eines. Die Farbe ist da schon fast egal, es wird sofort als Klassiker erkannt und der Mann als gut gekleidet wahrgenommen. Wunderbar!
Bei den Herren-Düften von Lacoste ist das so eine Sache. Für mich entsprechen sie allesamt einem Cliche, nämlich dass sie weich und fruchtig sind. Je nach Farbvariante wird es dann entweder frischer, beeriger oder cremiger, aber süss und fruchtig ist es doch immer. Ich bin gespannt, an welche schwarzen Früchte man bei diesem Duft gedacht hat.
Doch nähern wir uns der Geschichte vom Flakon her. Eingepackt in einem geprägten schwarzen Karton, welcher die Struktur des Pique-Stoffes vom Polo aufnimmt, versehen mit schlichtem, aber doch aussagekräftigem Aufdruck. Der Flakon ist der bekannte abgerundete Vierkant der L.12.12-Serie, an den Seiten auch wieder mit der Pique-Struktur. Schwarz und undurchsichtig ist er, solide und schwer. Liegt und griffig in der Hand, so mag ich das. Einzige Zierde das bekannte Krokrodil. Unter dem schlichten Knöppke ein guter Sprühkopf, der präzise und schön dosierbar seine Arbeit verrichtet. So muss ein Flakon sein.
Der Duft eröffnet mit Fruchtsalat. Süss, fruchtig, wie nicht anders zu erwarten. Man hat Mühe die unterschiedlichen Früchte der Pyramide erschnuppern zu wollen. Ja, da ist eine reife Netzmelone, aber mit Ananas oder roten Früchten a la Johannisbeere oder Himbeere tue ich mich schon schwer. Es ist intensiv und lecker, nur mässig künstlich. Es gefällt. Zum Fruchtcocktail gesellen sich einige herbe, würzige Noten. Lavendel mag ich noch wahrnehmen, mit den anderen Akkorden habe ich wieder arge Problem sie zu identifizieren. Da ist noch eine andere schwere und süsse Komponente, es mag Schokolade sein, doch beschwören möchte ich es nicht. Auch Cashmeran oder Patchouli kann ich auf meinem Radar leider nicht finden. Schade sowas!
Der schwarze Fruchtsalat hat eine beeindruckende Standfestigkeit. Seine Silage ist präsent, aber doch nicht aufdringlich. Weder in seiner Konzentration noch in seiner Anmutung. Die Frucht ist intensiv ohne allzu künstlich erscheinen zu wollen. Dabei jedoch als Kopfnote dem Herzen und der Basis stets überlegen. Die würzigen und bisweilen herben Noten können nur kurze Zwischentreffer erzielen, gegen die geballte Macht der Früchte kommen sie auch nach knappen acht Stunden nicht wirklich an. Das beeindruckt zwar, wenn man einen Fruchtduft sucht, lässt den Duft auf Dauer jedoch etwas einseitig und charakterarm wirken. Ich wünschte mir neben der Wärme mehr und intensivere würzige, herbe, vielleicht sogar kratzige Noten.
Was bleibt bei diesem Lacoste vom Namen „Noir“ übrig? Schwarze Früchte leider nicht. Auch dunkle und schwere Duft-Akkorde wie bei den Noir-Vertretern all der anderen Dufthäuser sucht man hier eher vergebens. Ein Duft, den man gut zum Ausgehen für einen langen Abend und eine noch längere Nacht tragen kann, findet man in ihm allerdings schon. Den Rest sollte dann jedoch die Nacht mit sich bringen…
Gut angezogen wie mit einem schwarzen Lacoste-Polo ist man aber auf jeden Fall.
Da ist zum einen das klassische Polo-Shirt, welches intern mit der Nummer L.12.12. bezeichnet wird. Wenn ein Mann ein Polo-Shirt im Schrank – oder am Körper – haben sollte, dann so eines. Die Farbe ist da schon fast egal, es wird sofort als Klassiker erkannt und der Mann als gut gekleidet wahrgenommen. Wunderbar!
Bei den Herren-Düften von Lacoste ist das so eine Sache. Für mich entsprechen sie allesamt einem Cliche, nämlich dass sie weich und fruchtig sind. Je nach Farbvariante wird es dann entweder frischer, beeriger oder cremiger, aber süss und fruchtig ist es doch immer. Ich bin gespannt, an welche schwarzen Früchte man bei diesem Duft gedacht hat.
Doch nähern wir uns der Geschichte vom Flakon her. Eingepackt in einem geprägten schwarzen Karton, welcher die Struktur des Pique-Stoffes vom Polo aufnimmt, versehen mit schlichtem, aber doch aussagekräftigem Aufdruck. Der Flakon ist der bekannte abgerundete Vierkant der L.12.12-Serie, an den Seiten auch wieder mit der Pique-Struktur. Schwarz und undurchsichtig ist er, solide und schwer. Liegt und griffig in der Hand, so mag ich das. Einzige Zierde das bekannte Krokrodil. Unter dem schlichten Knöppke ein guter Sprühkopf, der präzise und schön dosierbar seine Arbeit verrichtet. So muss ein Flakon sein.
Der Duft eröffnet mit Fruchtsalat. Süss, fruchtig, wie nicht anders zu erwarten. Man hat Mühe die unterschiedlichen Früchte der Pyramide erschnuppern zu wollen. Ja, da ist eine reife Netzmelone, aber mit Ananas oder roten Früchten a la Johannisbeere oder Himbeere tue ich mich schon schwer. Es ist intensiv und lecker, nur mässig künstlich. Es gefällt. Zum Fruchtcocktail gesellen sich einige herbe, würzige Noten. Lavendel mag ich noch wahrnehmen, mit den anderen Akkorden habe ich wieder arge Problem sie zu identifizieren. Da ist noch eine andere schwere und süsse Komponente, es mag Schokolade sein, doch beschwören möchte ich es nicht. Auch Cashmeran oder Patchouli kann ich auf meinem Radar leider nicht finden. Schade sowas!
Der schwarze Fruchtsalat hat eine beeindruckende Standfestigkeit. Seine Silage ist präsent, aber doch nicht aufdringlich. Weder in seiner Konzentration noch in seiner Anmutung. Die Frucht ist intensiv ohne allzu künstlich erscheinen zu wollen. Dabei jedoch als Kopfnote dem Herzen und der Basis stets überlegen. Die würzigen und bisweilen herben Noten können nur kurze Zwischentreffer erzielen, gegen die geballte Macht der Früchte kommen sie auch nach knappen acht Stunden nicht wirklich an. Das beeindruckt zwar, wenn man einen Fruchtduft sucht, lässt den Duft auf Dauer jedoch etwas einseitig und charakterarm wirken. Ich wünschte mir neben der Wärme mehr und intensivere würzige, herbe, vielleicht sogar kratzige Noten.
Was bleibt bei diesem Lacoste vom Namen „Noir“ übrig? Schwarze Früchte leider nicht. Auch dunkle und schwere Duft-Akkorde wie bei den Noir-Vertretern all der anderen Dufthäuser sucht man hier eher vergebens. Ein Duft, den man gut zum Ausgehen für einen langen Abend und eine noch längere Nacht tragen kann, findet man in ihm allerdings schon. Den Rest sollte dann jedoch die Nacht mit sich bringen…
Gut angezogen wie mit einem schwarzen Lacoste-Polo ist man aber auf jeden Fall.
5 Antworten


Die Reihe ist gruselig, nur den roten mag ich ein wenig irgendwie, auch wenn der die meisten Prügel kriegt...