Marlou
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In einem 2020 geführten Interview mit dem österreichischen Schriftsteller und Duftkünstler Paul Divjak titelte der Spiegel mit dem Zitat „Es gibt heute weniger Mut zum Animalischen“. In dem Gespräch erwähnte Divjak die unabhängige französische Parfümmarke Marlou, die sich auf die Gerüche des menschlichen Körpers und seiner gesellschaftlichen Bedeutung konzentriert.

Der Name „Marlou“ hat im Französischen eine vielschichtige Bedeutungsgeschichte, die von der Bezeichnung eines Zuhälters über einen gewitzten, zwielichtigen Charakter bis hin zu kindlicher Schelmerei reicht. Für den Gründer Briac Frocrain war Marlou zudem ein persönlicher Spitzname, der soziale Ambivalenzen sowie Gegensätze von Reinheit und Schmutz vereint.

Im Zentrum jedes Duftes stehen animalische Noten wie Costus, Zibet, Bibergeil, Moschus und Indol, die Intimität erzeugen und die Imperfektionen sowie Ambivalenzen des menschlichen Körpers bewusst aufgreifen und ästhetisch integrieren. Durch die Verbindung mit dem individuellen Körpergeruch wollen die Parfüms der Marke auf jedem Menschen einen anderen Duft erzeugen.

In der Gestaltung und Materialwahl verfolgt Marlou einen reduzierten Ansatz. Verwendet werden vor allem Glas, Kork, Aluminium, unbeschichtetes Papier und wenig Kunststoff. Die Materialien sind größtenteils biologisch abbaubar oder recycelbar. Die Flakons bestehen aus Braunglas, das den Inhalt vor Licht schützt und so den Verzicht auf zusätzliche Additive im Duft ermöglicht.

Recherchiert und verfasst von DuftFlasherDuftFlasher