Kurzurlaub am Meer. Erster Weg am Tidesaum entlang, Schuhe in der Hand, die Füsse im Wasser, prickelnde Frische, Wind, Weite, Durchatmen, Hündin Meg zusehen, wie sie in fliegenden Sprüngen Möwen jagt, sich in die anrollenden Wellen stürzt, anschließend im nassen Sand wälzt, Lebenslust pur, Salz auf der Haut und auf der Zunge = Kopfnote.
Nach Stunden am Strand Rast im kleinen Café, windgeschützt, ein bißchen müde die Augen schließen, träumend den leichten Blütenduft aus den Blumenkästen und -Töpfen ringsum wahrnehmen, nichts mehr denken. Irgendwann ein leiser Apfelduft - der Liebste hat ganz still ein Glas Calvados herbeigezaubert - alles wird leicht, schwebend, heiter = Herznote.
Und am letzten Nachmittag ist all das Schwere, Belastende, Überflüssige, das wir mitgebracht hatten, tiefer Entspannung gewichen, der Horizont ist wieder weit , warme Dankbarkeit stellt sich ein. Eingekuschelt in die alte liebe Lederjacke ein letzter Blick auf das Meer, eine kleine Traurigkeit, dass es schon wieder vorbei ist, das Week - End = Basis.
Und am nächsten Tag, am Fenster stehend, die Nase tief im Pulli von gestern vergraben - ein Hauch von den Tagen am Meer, Erinnerung an Weite, Frische, Unbeschwertheit = Haltbarkeit.
Ich hab auch an "Salz auf unserer Haut" denken müssen :-) Ein sehr schöne Assoziation, die dieser Duft da weckt! Und ein tolles Buch. Das muss ich unbedingt mal wieder lesen. Spätestens, wenn ich Deauville irgendwann hoffentlich mal teste :-)
Das hast Du schön erzählt. Ich muss an das Buch "Salz auf unserer Haut" von Benoîte Groult denken, der Liebesgeschichte zwischen einer Pariserin und einem bretonischen Fischer. Deauville liegt zwar an der normannischen Küste, aber sonst...