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Seerose
01.06.2018 - 19:08 Uhr
Sehr hilfreiche Rezension
8Duft 7Haltbarkeit 7Sillage

Abgesehen von

Abgesehen davon, dass auch "Samarinda" eine leichte Ökonote hat, die offenbar so gewollt ist, ist es ein sehr schöner Gourmandduft.
Ich versuche jetzt diese mir als Ökonote immer wieder in Düften begegnete typische Ökolinade zu beschreiben: Da ist zum einen etwas Staubig-Getreidiges. Und dann eine leicht muffige Note mit so etwas wie Kampfer. Je nach dem ist sie mir in vielen Ökoduften mehr oder weniger stark in die Nase gekommen.
Wobei es durchaus ökologisch erzeugte Düfte gibt, die das gar nicht haben, sondern sehr aparte und/oder natürlich-traditionelle Düfte sind. Die man nicht so einfach von den uns herkömmlichen in Massen produzierten Düften unterscheiden kann.
Zurück zu "Samarinda".
Zuerst rieche ich ein schöne harzig-holzig-balsamische Mischung mit Gewürzen, frischen Kräutern. Hinzu kommt ganz schnell eine moderate Note von weißen Blüten. das stellt sich in der Pyramide als Orangeblüte vor. Ich aber würde auch auf Jasmin tippen.
Diese mir immer leicht bedrängende Blütennote bleibe relativ lange, ca. 2 Stunden bestehen, wobei sie immer schwächer wird. Immer stärker entwickelt sich eine Gewürzmischung von Zimt, Sternanis, Lorbeer und Nelken. Die anfängliche Frische, leicht minzig-melissig verschwindet und es tritt noch eine etwas stallige Ledernote hinzu. Jetzt kommt der Lorbeer mehr zur Geltung. So würde ich meinen, ich hätte ein gutes Lederpflegemittel.
Aber tatsächlich gibt es einen langen Verlauf, immer wieder wird "Samarinda" heller, auch mal wachsig, dann wieder wie Politur, dann wieder mehr wie ein winterlicher Gewürztee. Und dann erneut das gut gefettete Leder.
Unter allem liegt dezent das, was ich als Ökonote bezeichne.
Insgesamt ist "Samarinda" ein schöner aromatischer holzig-balsamischer Duft. Allerdings kommt er vielen industriellen-traditionellen Düften sehr nahe. Das gefällt mir. Denn die industriellen Düfte sind schließlich den natürlichen Düften nachgebaut. Also muss es immer noch möglich sein, wieder oder immer noch solche Düfte auf ökologische Weise herzustellen.
Aktualisiert am 01.06.2018 - 19:13 Uhr
4 Antworten
MeggiMeggi vor 7 Jahren
1
Ein Gegenbeispiel waren ja die Asklövs. Die hatten nix Ökiges.
PaloneraPalonera vor 7 Jahren
Diesen Duft, so scheint es, muß man nicht erst "lieben lernen" - in der hoffentlich noch etwas entfernten kalten Jahreszeit ist er vermutlich genau richtig.
YataganYatagan vor 7 Jahren
Ich hätte gar nicht gedacht, das mir dieser Duft gefallen könnte, aber er tat es.
SerenissimaSerenissima vor 7 Jahren
Mit diesem Duft scheinst Du ja etwas besser zurechtzukommen.
Deiner Schlussfolgerung kann ich mich nur anschließen: was industriell möglich ist, sollte doch bei Naturprodukten sehr viel einfacher sein.
Vielleicht findet man dort noch den richtigen Dreh zwischen tragbar und wie eine Userin schrieb "Birkenstock am Hals".