
Serenissima
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Serenissima
Sehr hilfreiche Rezension
13
vom Zeitgeschehen unbelastet
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts (1910?) brachte das Haus Sauzé Fréres Parfum Paris diesen ganz speziellen Duft der Insel Zypern (denn nichts anderes heißt "Chypre") auf den Markt.
Wie viele unterschiedliche Menschen und Häute hat diese Komposition schon erfreut, was haben die mit diesem Duft geschmückten Menschen wohl alles erlebt?
Eine lange Zeit ist jedenfalls vergangen, bevor dieses herrliche Duftwesen über Ingrid und Theresa zu mir kam.
(Ich danke Euch, Ihr Lieben!)
Wie fühlte ich mich klein im Strom der Zeit, während „Chypre“ sich auf meiner Haut einrichtete und so wunderbar reich erblühte.
Ich war noch mit einer gewissen Respektbezeugung beschäftigt, als mich das von mir so geliebte Aroma von Eisenkraut erreichte: Verbenen gleich im Auftakt?
Nicht gerade üblich, aber wunderbar mit der Frische von Bergamotten und Zitronen korrespondierend: "Zitronenverbene ist doch eingegangen!", schoss mir erst einmal durch den Kopf, aber ich erinnerte mich an eine Tasse Kräutertee – gesagt, getan!
Das angenehme und warme Verbenen-Teearoma umschmeichelte mich und lieferte so das zusätzliche Geleit für die in prachtvoller Sinnlichkeit sich darbietenden Rosen- und Jasmindüfte.
Wie verstärken sich diese durch die Wärme der aromatischen Teedämpfe; wahrscheinlich näherte sich jetzt die Duftintensität der Kreation der vom Parfümeur erdachten.
(Für so kühlhäutige Menschen für mich wurde bestimmt noch nie ein Duft kreiert; hier fusche ich den Duftkünstlern immer großzügig ins Handwerk und manchmal kommen erstaunliche Duftkunstwerke heraus, die kaum noch Ähnlichkeit mit dem Ursprünglichen haben, aber auch recht reizvoll und sehr persönlich sein können!)
Natürlich darf bei einem Chypreduft auch Iris nicht fehlen; deren schlanke Gestalt erscheint auch bald, wie immer mit einer Puderquaste versehen, die sie hier aber nicht allzu schwungvoll einsetzt.
Nur ein Hauch von Irispuder über zahlreiche Jasmin- und Rosenblüzrm – wie anschmiegsam und sinnlich elegant!
Großzügig Eichenmoos muss sein, das bestimmt das „Gesetz der Chypre-Düfte“, das demnach genauso lange besteht wie diese Komposition.
Zedernholz, würzig mit leichtem Seidenschimmer und Moschus vervollständigen „Chypre“ auf angenehme, sehr tragbare Art.
Ein wenig Sandelholz, mit leisem animalischen Touch, täte dieser Mixtur gut; so bleibt die Erotik nur im unteren Bereich der Scala der sinnlichen Ausstrahlung.
Aber es braucht ja nicht immer das „klingende Spiel“, um Eindruck zu erwecken.
„Chypre“ von Sauzé gelingt es auf stilvolle Art auch so sehr gut.
Schon im Jahr 1910 konnte man so mittels einiger Tröpfchen „Chypre“ wunderbar subtil zum Ausdruck bringen:
„Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau“!
Wie viele unterschiedliche Menschen und Häute hat diese Komposition schon erfreut, was haben die mit diesem Duft geschmückten Menschen wohl alles erlebt?
Eine lange Zeit ist jedenfalls vergangen, bevor dieses herrliche Duftwesen über Ingrid und Theresa zu mir kam.
(Ich danke Euch, Ihr Lieben!)
Wie fühlte ich mich klein im Strom der Zeit, während „Chypre“ sich auf meiner Haut einrichtete und so wunderbar reich erblühte.
Ich war noch mit einer gewissen Respektbezeugung beschäftigt, als mich das von mir so geliebte Aroma von Eisenkraut erreichte: Verbenen gleich im Auftakt?
Nicht gerade üblich, aber wunderbar mit der Frische von Bergamotten und Zitronen korrespondierend: "Zitronenverbene ist doch eingegangen!", schoss mir erst einmal durch den Kopf, aber ich erinnerte mich an eine Tasse Kräutertee – gesagt, getan!
Das angenehme und warme Verbenen-Teearoma umschmeichelte mich und lieferte so das zusätzliche Geleit für die in prachtvoller Sinnlichkeit sich darbietenden Rosen- und Jasmindüfte.
Wie verstärken sich diese durch die Wärme der aromatischen Teedämpfe; wahrscheinlich näherte sich jetzt die Duftintensität der Kreation der vom Parfümeur erdachten.
(Für so kühlhäutige Menschen für mich wurde bestimmt noch nie ein Duft kreiert; hier fusche ich den Duftkünstlern immer großzügig ins Handwerk und manchmal kommen erstaunliche Duftkunstwerke heraus, die kaum noch Ähnlichkeit mit dem Ursprünglichen haben, aber auch recht reizvoll und sehr persönlich sein können!)
Natürlich darf bei einem Chypreduft auch Iris nicht fehlen; deren schlanke Gestalt erscheint auch bald, wie immer mit einer Puderquaste versehen, die sie hier aber nicht allzu schwungvoll einsetzt.
Nur ein Hauch von Irispuder über zahlreiche Jasmin- und Rosenblüzrm – wie anschmiegsam und sinnlich elegant!
Großzügig Eichenmoos muss sein, das bestimmt das „Gesetz der Chypre-Düfte“, das demnach genauso lange besteht wie diese Komposition.
Zedernholz, würzig mit leichtem Seidenschimmer und Moschus vervollständigen „Chypre“ auf angenehme, sehr tragbare Art.
Ein wenig Sandelholz, mit leisem animalischen Touch, täte dieser Mixtur gut; so bleibt die Erotik nur im unteren Bereich der Scala der sinnlichen Ausstrahlung.
Aber es braucht ja nicht immer das „klingende Spiel“, um Eindruck zu erwecken.
„Chypre“ von Sauzé gelingt es auf stilvolle Art auch so sehr gut.
Schon im Jahr 1910 konnte man so mittels einiger Tröpfchen „Chypre“ wunderbar subtil zum Ausdruck bringen:
„Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau“!
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JonasP1
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Gandix
Skydiver19
SchatzSucher






























