Top Rezension
Blind Date mit Happy End (wenn auch anders, als gedacht :)
Bambou von Weil war ein Blindkauf. Ich vermeide eigentlich Blindkäufe, weil man sich damit oft Düfte einhandelt, die man, hätte man vorher getestet, nie gekauft hätte. Aber ich habe eine Schwäche für grüne Düfte (erst recht, wenn sie alt und selten sind), und die Firma Weil hat ja auch das anscheinend anbetungswürdige Zibeline kreiert (siehe LaTangueras sehr lesenswerten Kommentar zu Zibeline). Außerdem gab es die 100-ml-EdC-Flasche Bambou bei Mr. Lens für kleines Geld. Also jede Menge gute Argumente, damit ich mir eine eigentlich unvernünftige Blindbestellung als „vernünftig“ einreden konnte.
Blindbestellungen können immer mal grausig schiefgehen, weil der reale Duft, den man bekommt, die Illusionen und Projektionen, die zu der Blindbestellung geführt haben, nicht einmal annähernd erfüllt oder sie sogar drastisch enttäuscht (so ähnlich wie Blind Dates, hä hä). So gesehen, hätte die Sache weit schlimmer ausgehen können. Bambou ist in der EdC-Version (eine andere kenne ich nicht) ein leichter, ausgewogener, zitrisch-grüner Duft, der mich an die in den 90er Jahren zeitweilig gehypten Grüntee-Düfte erinnert - Bulgaris Eau Parfumée au Thé Vert ist ein bekannter Vertreter dieser Richtung; Ardens Green Tea ist gewissermaßen eine billige Volksausgabe und ähnlich bekannt.
Bambou beginnt mit einer zitrisch-mandarinigen Kopfnote und entwickelt sich dann in eine kräutrige, dezent von Blumen unterlegte Grüntee-Richtung, die sich im weiteren Verlauf nicht mehr groß verändert, sondern einfach langsam ausklingt. Von den Basisnoten kann ich nicht viel wahrnehmen, Bambou bleibt leicht grünlich-teeig. Und zum Glück ist Bambou frei von Noten, die an Rasierwasser oder Putzmittel mit Zitronenaroma erinnern, und das ist für einen Duft dieser Richtung schon die halbe Miete. Zu gefällig-anbiedernd ist er wiederum auch nicht, und die Haltbarkeit ist – zumal für eine EdC-Konzentration – sehr ordentlich. Im Frühling und im Sommer, wenn man keine Lust auf schwere, opulente Düfte hat, kann so ein Duft einen wunderbaren Begleiter abgeben.
Aber irgendwie, ohne dass ich genau sagen könnte warum, ist Bambou nicht „meins“. Er gefällt mir ganz gut, aber von einem 100-Prozenter oder auch nur 90-Prozenter ist er für mich ein gutes Stück weit weg. Er stört mich nicht, aber das ist mir nicht genug, bei den vielen schönen Düften, die ich durch Parfumo schon entdecken durfte.
Aber trotzdem hat die Geschichte ein Happy-End: Eine liebe Parfumo-Kollegin, der ich ein Teströhrchen Bambou zugeschickt habe, hat sich in Bambou verliebt (auf den ersten Riecher?? – vielleicht erfahren wir es noch in einem Kommentar ;-). Und ich gönne ihr und Bambou das Glück von Herzen! Bambou wechselt die Besitzerin, und kommt in gute Hände.
Parfumo ist einfach wunderbar.
Blindbestellungen können immer mal grausig schiefgehen, weil der reale Duft, den man bekommt, die Illusionen und Projektionen, die zu der Blindbestellung geführt haben, nicht einmal annähernd erfüllt oder sie sogar drastisch enttäuscht (so ähnlich wie Blind Dates, hä hä). So gesehen, hätte die Sache weit schlimmer ausgehen können. Bambou ist in der EdC-Version (eine andere kenne ich nicht) ein leichter, ausgewogener, zitrisch-grüner Duft, der mich an die in den 90er Jahren zeitweilig gehypten Grüntee-Düfte erinnert - Bulgaris Eau Parfumée au Thé Vert ist ein bekannter Vertreter dieser Richtung; Ardens Green Tea ist gewissermaßen eine billige Volksausgabe und ähnlich bekannt.
Bambou beginnt mit einer zitrisch-mandarinigen Kopfnote und entwickelt sich dann in eine kräutrige, dezent von Blumen unterlegte Grüntee-Richtung, die sich im weiteren Verlauf nicht mehr groß verändert, sondern einfach langsam ausklingt. Von den Basisnoten kann ich nicht viel wahrnehmen, Bambou bleibt leicht grünlich-teeig. Und zum Glück ist Bambou frei von Noten, die an Rasierwasser oder Putzmittel mit Zitronenaroma erinnern, und das ist für einen Duft dieser Richtung schon die halbe Miete. Zu gefällig-anbiedernd ist er wiederum auch nicht, und die Haltbarkeit ist – zumal für eine EdC-Konzentration – sehr ordentlich. Im Frühling und im Sommer, wenn man keine Lust auf schwere, opulente Düfte hat, kann so ein Duft einen wunderbaren Begleiter abgeben.
Aber irgendwie, ohne dass ich genau sagen könnte warum, ist Bambou nicht „meins“. Er gefällt mir ganz gut, aber von einem 100-Prozenter oder auch nur 90-Prozenter ist er für mich ein gutes Stück weit weg. Er stört mich nicht, aber das ist mir nicht genug, bei den vielen schönen Düften, die ich durch Parfumo schon entdecken durfte.
Aber trotzdem hat die Geschichte ein Happy-End: Eine liebe Parfumo-Kollegin, der ich ein Teströhrchen Bambou zugeschickt habe, hat sich in Bambou verliebt (auf den ersten Riecher?? – vielleicht erfahren wir es noch in einem Kommentar ;-). Und ich gönne ihr und Bambou das Glück von Herzen! Bambou wechselt die Besitzerin, und kommt in gute Hände.
Parfumo ist einfach wunderbar.
6 Antworten


Schön!