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Top Rezension
Mein Dankeschön an die Community
XerJoff – ein Name in der Welt der Düfte, welcher für Exklusivität und Extravaganz steht wie kaum ein zweiter. Das fängt schon damit an, dass XerJoff Düfte nur bei ausgewählten Händlern, sowohl online als auch in der Präsenzwelt, verkauft werden, und das quasi ausnahmslos ohne Rabatte.
Casamorati Düfte spiegeln dabei die Sammlung von Vintage-Parfums von Xerjoff wider, inspiriert von der alten Kunst der italienischen Parfümerie. 1888 gründete Claudio Casamorati die Parfümfabrik C. Casamorati in Bologna. Während dieser Produktionsjahre erhielt Casamorati zahlreiche Auszeichnungen und wertvolle Belohnungen von großen nationalen und internationalen Ausstellungen. Um die Mitte des 20. Jahrhunderts musste Casamorati aufgrund einer Finanzkrise die Fabrik schließen und so trat dann XerJoff auf den Plan. Sergio Momo, Gründer von Xerjoff, beschloss, Casamorati wieder zu den Glanzzeiten des frühen Jahrhunderts zu bringen und übernahm kurzerhand Casamorati.
So ein Hintergrund, sehr wohl wunderbar vermarket, weckt natürlich Begehren. Da kam das Gewinnspiel hier auf Parfumo zu „Italica“ genau richtig. Und, nachdem ich mein Leben noch nie wirklich etwas von Belang gewonnen hatte, durfte ich mich auf einmal zu den glücklichen Gewinnern zählen. Nun kam „Italica“ endlich auch bei mir an und ich möchte meine Eindrücke mit euch teilen (nicht nur schriftlich). Zunächst aber zum Duft.
Duft
Es gibt wohl nur sehr wenige Düfte, welche ähnlich wie „Italica“ polarisieren. Im Internet geht es da von himmelhochjauchzend („Gourmand sein Vater. Außergewöhnlich gut“) bis hin zu lebensmittelvergiftungsähnlichen Äußerungen („mir wurde schlecht“, „löst bei mir Übelkeit aus“) her.
Interessant ist dabei, dass „Italica“ wohl als „Re-Release“ wieder neu aufgelegt wurde, da er zwischenzeitlich offenbar eingestellt wurde. So wird er auf einigen Internetseiten auch als „Italica 2021“ geführt. Ob der Duft dabei reformuliert wurde, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben.
Um es gleich vorwegzunehmen – für mich ist „Italica“ ein schöner Duft, wenngleich auch kein Meisterwerk. Allerdings kann ich auch nachvollziehen, wieso er bei einigen einen Brechreiz auszulösen scheint. Der Duft befindet sich in der Tat an der Grenze zum Übersüßlichen mit einer intensiven tiefsten Mandel-/ Marzipannote. Für mich ist diese Gratwanderung durchaus gekonnt und kippt dabei auch nicht über, aber wenn man hier etwas übersensibilisiert ist, kann es wohl zu einer Übelkeit verursachenden Assoziation kommen.
Dabei stimme ich allen Kommentaren zu, welche „Italica“ mit italienischem Gebäck verbinden. Dazu einen Cappuccino oder gleich einen Amaretto und die Italien induzierte Verknüpfung im Kopf ist perfekt. So gesehen passt der Name natürlich wie die Tomatensoße zu den Spaghetti.
Insgesamt macht der Duft auch nur eine minimale Wandlung durch und das auch erst im Drydown. Dann nämlich wird die süße Marzipannote etwas mehr in den Hintergrund gedrängt und Hölzer und Moschus machen sich breit. Dies tut dem Duft recht gut, wird ihm doch so etwas von dieser stechenden tiefen Marzipannote genommen. Safran trägt auch zum Gesamtbild bei, wenn auch recht gedämpft, was mir sehr gut passt, da ich zu starke Safrannoten nicht mag (zu medizinisch).
So verbleibt der Duft dann auch gut und gerne 10 Stunden auf der Haut und strahlt dabei recht ordentlich ab. Für mich ist der Duft auch unisex, hat er doch neben der Süße auch eine recht tiefe, vielleicht sogar herbe Marzipannote, die dem Duft gar etwas Dunkles oder auch Orientalisches verleiht. Dadurch ist er natürlich vorwiegend im Herbst und im Winter zu tragen, aber in Zeiten von Corona und Home Office, gerne auch im Hochsommer alleine vor dem Computer.
Der Flakon ist XerJoff gemäß über alle Zweifel erhaben und verdient allerhöchstes Lob. Durch dieses dunkle Magenta ist er für mich der schönste Flakon der ohnehin sehr schönen Casamorati Flakonreihe.
Für wen ist dieser Duft nun also geeignet? In erster Linie natürlich für Gourmand-Liebhaber. Allerdings ist der Duft durchaus auch mit Vorsicht zu genießen. Wer auf Nummer sicher gehen und im XerJoff Universum fündig werden möchte, sollte vielleicht doch eher zu „Lira“ greifen oder aber „Naxos“ probieren, wenn es etwas edler sein soll. Dennoch hat „Italica“ auch durchaus seine Daseinsberechtigung, ist er doch künstlerisch meiner Meinung nach wertvoller und somit auch interessanter. Für die Masse wohl eher nichts, aber die greift ohnehin eher selten zu XerJoff. Wer es also etwas extravaganter mag und auf Gourmand-Düfte steht, sollte „Italica“ unbedingt mal testen. Apropos…
Gerne möchte ich meinen Dank an diese tolle Community zum Ausdruck bringen und etwas von meinem Glück abgeben. Deshalb verschenke ich 5x5ml an die ersten fünf Kommentatoren zu dieser Rezension . Einzig der Versand in Höhe von 3,50€ (ich lebe derzeit nicht in Deutschland) sollte bitte übernommen werden. Den Glasflakon übernehme ich dann wieder.
Kommentiert also gerne zu meiner Rezension und lasst mich wissen, ob ihr an einer Abfüllung Interesse habt (die ersten 5 können sich dann zu den Glücklichen zählen). Gerne könnt ihr natürlich auch zum Inhalt meines Kommentars eure Meinung sagen :)
Casamorati Düfte spiegeln dabei die Sammlung von Vintage-Parfums von Xerjoff wider, inspiriert von der alten Kunst der italienischen Parfümerie. 1888 gründete Claudio Casamorati die Parfümfabrik C. Casamorati in Bologna. Während dieser Produktionsjahre erhielt Casamorati zahlreiche Auszeichnungen und wertvolle Belohnungen von großen nationalen und internationalen Ausstellungen. Um die Mitte des 20. Jahrhunderts musste Casamorati aufgrund einer Finanzkrise die Fabrik schließen und so trat dann XerJoff auf den Plan. Sergio Momo, Gründer von Xerjoff, beschloss, Casamorati wieder zu den Glanzzeiten des frühen Jahrhunderts zu bringen und übernahm kurzerhand Casamorati.
So ein Hintergrund, sehr wohl wunderbar vermarket, weckt natürlich Begehren. Da kam das Gewinnspiel hier auf Parfumo zu „Italica“ genau richtig. Und, nachdem ich mein Leben noch nie wirklich etwas von Belang gewonnen hatte, durfte ich mich auf einmal zu den glücklichen Gewinnern zählen. Nun kam „Italica“ endlich auch bei mir an und ich möchte meine Eindrücke mit euch teilen (nicht nur schriftlich). Zunächst aber zum Duft.
Duft
Es gibt wohl nur sehr wenige Düfte, welche ähnlich wie „Italica“ polarisieren. Im Internet geht es da von himmelhochjauchzend („Gourmand sein Vater. Außergewöhnlich gut“) bis hin zu lebensmittelvergiftungsähnlichen Äußerungen („mir wurde schlecht“, „löst bei mir Übelkeit aus“) her.
Interessant ist dabei, dass „Italica“ wohl als „Re-Release“ wieder neu aufgelegt wurde, da er zwischenzeitlich offenbar eingestellt wurde. So wird er auf einigen Internetseiten auch als „Italica 2021“ geführt. Ob der Duft dabei reformuliert wurde, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben.
Um es gleich vorwegzunehmen – für mich ist „Italica“ ein schöner Duft, wenngleich auch kein Meisterwerk. Allerdings kann ich auch nachvollziehen, wieso er bei einigen einen Brechreiz auszulösen scheint. Der Duft befindet sich in der Tat an der Grenze zum Übersüßlichen mit einer intensiven tiefsten Mandel-/ Marzipannote. Für mich ist diese Gratwanderung durchaus gekonnt und kippt dabei auch nicht über, aber wenn man hier etwas übersensibilisiert ist, kann es wohl zu einer Übelkeit verursachenden Assoziation kommen.
Dabei stimme ich allen Kommentaren zu, welche „Italica“ mit italienischem Gebäck verbinden. Dazu einen Cappuccino oder gleich einen Amaretto und die Italien induzierte Verknüpfung im Kopf ist perfekt. So gesehen passt der Name natürlich wie die Tomatensoße zu den Spaghetti.
Insgesamt macht der Duft auch nur eine minimale Wandlung durch und das auch erst im Drydown. Dann nämlich wird die süße Marzipannote etwas mehr in den Hintergrund gedrängt und Hölzer und Moschus machen sich breit. Dies tut dem Duft recht gut, wird ihm doch so etwas von dieser stechenden tiefen Marzipannote genommen. Safran trägt auch zum Gesamtbild bei, wenn auch recht gedämpft, was mir sehr gut passt, da ich zu starke Safrannoten nicht mag (zu medizinisch).
So verbleibt der Duft dann auch gut und gerne 10 Stunden auf der Haut und strahlt dabei recht ordentlich ab. Für mich ist der Duft auch unisex, hat er doch neben der Süße auch eine recht tiefe, vielleicht sogar herbe Marzipannote, die dem Duft gar etwas Dunkles oder auch Orientalisches verleiht. Dadurch ist er natürlich vorwiegend im Herbst und im Winter zu tragen, aber in Zeiten von Corona und Home Office, gerne auch im Hochsommer alleine vor dem Computer.
Der Flakon ist XerJoff gemäß über alle Zweifel erhaben und verdient allerhöchstes Lob. Durch dieses dunkle Magenta ist er für mich der schönste Flakon der ohnehin sehr schönen Casamorati Flakonreihe.
Für wen ist dieser Duft nun also geeignet? In erster Linie natürlich für Gourmand-Liebhaber. Allerdings ist der Duft durchaus auch mit Vorsicht zu genießen. Wer auf Nummer sicher gehen und im XerJoff Universum fündig werden möchte, sollte vielleicht doch eher zu „Lira“ greifen oder aber „Naxos“ probieren, wenn es etwas edler sein soll. Dennoch hat „Italica“ auch durchaus seine Daseinsberechtigung, ist er doch künstlerisch meiner Meinung nach wertvoller und somit auch interessanter. Für die Masse wohl eher nichts, aber die greift ohnehin eher selten zu XerJoff. Wer es also etwas extravaganter mag und auf Gourmand-Düfte steht, sollte „Italica“ unbedingt mal testen. Apropos…
Gerne möchte ich meinen Dank an diese tolle Community zum Ausdruck bringen und etwas von meinem Glück abgeben. Deshalb verschenke ich 5x5ml an die ersten fünf Kommentatoren zu dieser Rezension . Einzig der Versand in Höhe von 3,50€ (ich lebe derzeit nicht in Deutschland) sollte bitte übernommen werden. Den Glasflakon übernehme ich dann wieder.
Kommentiert also gerne zu meiner Rezension und lasst mich wissen, ob ihr an einer Abfüllung Interesse habt (die ersten 5 können sich dann zu den Glücklichen zählen). Gerne könnt ihr natürlich auch zum Inhalt meines Kommentars eure Meinung sagen :)
10 Antworten
Sternenklar vor 5 Jahren
Ich denke, nach diesem Kommentar werde ich mir endlich eine Abfüllung gönnen. Danke.
Magdalena22 vor 5 Jahren
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Der Duft ist bei mir angekommen!!! und ich finde... das warten hat sich gelohnt;))) ich mag ihn! Er ist süss, jedoch nicht diese Zuckersüsse die ich erwartet habe... es riecht authentisch wie Amaretti ...so wie Lira nach Zitronenkuchen...echt, nur noch Cappuccino dazu;))))))
Filigran vor 5 Jahren
Sehr nobel einen Teil weiter zu verschenken. Als absoluter Marzipan Gourmand wäre ich gerne bei den glücklichen gewesen. Interessant und gut recherchiert geschrieben. Merci.
Smoetn vor 5 Jahren
Magdalena, dann drücke ich Dir die Daumen, dass Du den Duft mögen wirst!
Magdalena22 vor 5 Jahren
1
Merci für Deine Kommentar!... da hast du, aber Recht. Der Duft polarisiert wirklich;)) Ich habe mir die Italica vor ein paar Tagen blind bestellt... und mit jeder Rezension ändert sich auch meine Vorfreude! Hoffe, dass er endlich kommt , da ich die Emotionen Achterbahn kaum mehr aushalten kann!! Gut oder doch nicht... wer hält das nur aus!!!
ExUser vor 5 Jahren
Ein wirklich toller Duft, einer der wenigen Gourmands die ich sehr gut finde. Tolle Rezension, vieles wusste ich noch nicht, danke! Ich habe mir den Flakon gebraucht gegönnt deswegen soll der nach mir eine Abfüllung bekommen :P
Pollita vor 5 Jahren
Sehr ausführlicher Kommentar zu diesem Xerjoff, der auch mich interessiert hätte. Vermute nach Deiner Beschreibung allerdings, dass er eher nichts für mich ist.
Mente vor 5 Jahren
1
Ich hatte schon länger vor, mir den Duft auf die Merkliste zu setzen. Die Kommentare haben mich aber etwas abgeschreckt. Würde Italica gerne eine Chance geben :).
Alysande vor 5 Jahren
1
Ein leckerer Kommentar, der einem das Wasser im Kunde zusammenlaufen lässt...und Sehnsucht...
Lisamaria8 vor 5 Jahren
Hört sich nach einem sehr süßen Duft an. Könnte mir gefallen:))

