Die Reformulierung hat zugeschlagen. Für viele kam dieser Wechsel etwas überraschend und ohne große Ankündigung (zumindest habe ich es quasi per Zufall mitbekommen). Oftmals verschlechtern sich Eigenschaften eines Duftes wenn er reformuliert wird. Häufig ist der Duft nur noch ein Schatten seiner selbst.
Gleich vorweg: Das ist hier nicht der Fall!
Der Duft startet tatsächlich etwas anders als die ursprüngliche Formulierung. Wesentlich mehr Pfeffer, dafür getrimmte Synthetik, unterlegt mit holzigen Noten. Erst im Drydown nähern sich die neue Version der ursprünglichen Formulierung an und es gibt nur noch marginale Unterschiede. Ich finde, die Reformulierung geht tatsächlich in die richtige Richtung. Sie führt den Duft einen Schritt weiter, ohne dabei die DNA zu vergessen.
Alles in Allem wirkt der Duft wesentlich stimmiger, handwerklich besser gestaltet. Gerade für all jene, denen die synthethischen Noten zu stark im Vordergrund standen, ist der Duft nun ein neuer Testkandidat.
Ich finde ihn als Alltagsduft für eigentlich jede Jahreszeit ziemlich gut. Er verdient auf jeden Fall eine Chance.
Ich finde den auch ganz toll und noch um einiges besser als die 2017er Version! Bessere Haltbarkeit, etwas mehr Tiefe, authentischer Lavendel. Gerne so weiter YSL! Video und Beitrag wie immer top Chris!
Man sollte YSL bzw. L'Oreal auch einfach mal zugute halten, dass die Reformulierung nicht verschwiegen wird, anders als beispielsweise bei Dior und ihren Verwässerungen mit identischem Formelcode (z. B. beim Dior Homme Intense im neuen Design oder auch die Verwässerung des Sauvage EDT nach Erscheinen des EDP).
Sehr informativ. Der Y hat mich überhaupt nicht überzeugen können. Fand ihn sehr langweilig und die von dir genannte Synthetik hat mich extrem gestört, ich bekam sogar Kopfweh. Vielleicht macht es diese Variante ja etwas besser :)