Die aufgewühlte See. Stürmische Zeiten. Aber auch zeiten des Innehalts, des stetigen Wandels. Dieser Symbolik bedient sich Belly of the Whale Kein zurück mehr. Nur nach vorne.
Und so beginnt Belly of the Whale warm und aquatisch. Amber und die maritimen Noten dominieren von Anfang an. Dazu eine leichte Manderine Note, die ich aber erst gezielt wahrgenommen habe, als ich es gelesen habe. Doch dann kommen Treibholz, Vanille und Benzoe zur stürmischen See. Vanille und das Sandelholz geben die leichte Süße. Die zurückhaltende Animalik macht es maskulin und gibt dem Duftverlauf Kraft und eine meditative Tiefe.
Und ja, ich rieche eine leichte Synthetik raus. Die Australier um Anomalous Parfum setzen bewusst auf eine Mischung aus natürlichen und synthetischen Duftstoffen. Es wirkt dabei nicht aufgesetzt und nicht stechend. Synthetik in gelungen.
Ich fühle mich mit Belly of the Whale richtig gut. Er nimmt mich mit im Ambermantel, hüllt mich ein und gibt mir dabei eine salzige Vanille und ganz viel Wärme in stürmischen Zeiten. Bestes geeignet für nachdenkliche Abendspaziergänge :).
Glückwunsch zum Flacon. 😃