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AltoBasso

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Ice 'n fire
Zwischen dem tiefschwarzen Lavagestein und dem bleichen, vom Wind gepeitschten Gras lag die Hütte, als hätte die Landschaft sie dort vergessen oder sie als ein geheimes Depot der Stille bewahrt. Als ich die Schwelle übertrat, klang das erste Knarren der Tür wie ein tiefes, einladendes Einatmen.

Im Inneren empfing mich ein helles, fast silbriges Licht, das in schmalen Bahnen durch die kleinen Fenster fiel. Doch diese Helligkeit war trügerisch; sie war nicht bloß eine Beleuchtung des Raumes, sondern wirkte tiefer als die Welt draußen. Es war ein Licht, das nicht nur erhellte, sondern das mich, fast unmerklich, an die Hand nahm und irgendwohin führte.

Die Hütte, ja, hiesig, von Hiesigen erbaut. Die Erinnerungen dieses Wesens, gewirkt an diesem Ort, die Erinnerungen einer weit hierhin gereisten Seele.
Mit Kunde u Wohlsamen, wie noch nie (je wieder) hier gerochen.

Doch es war nicht das Licht allein, das mich leitete, sondern die Luft, die erfüllt war von geheimnisvollen Düften. Es roch wie in einer gealterten Holzkirche, in der die Zeit zu einer dichten Substanz geronnen war.

Da war die herbe Note von alten Brettern, vermischt mit dem Duft von etwas eigenartig Kaltem, das mir später zu verorten gelang; dachte ich.
Jeder Atemzug schien eine alte Andacht zu berühren, eine stille Kommunikation mit all Jenen, die hier Einkehr fanden.

Nichts bewegte sich, und doch war die Hütte nicht leer. Ich hatte das Gefühl, nicht einfach eingetreten, sondern empfangen worden zu sein.

Draußen tobte der isländische Wind in einem grauen Chaos über das Land, doch drinnen blieb jene eigentümliche Helligkeit, kühl und sanft zugleich. In der Schwere der alten Hölzer lag die Ahnung, dass diese Hütte weit mehr bewahrte als bloß Wärme – nämlich hinterlassene Erinnerungen, die nur Jenen offenbart werden, die bereit sind, dem Duft der Ewigkeit zu folgen.
Erinnerungen, festgehalten auf welligen pergament-ähnlichem Papier alter Einbände, dessen trockener Duft ich bekomme.

Meine weiteren Duft-Eindrücke:
Weihrauch steht von Beginn an im Mittelpunkt: kühl, rein und silbrig-hell, leicht fragil. Eine feine Zitrusnote, Bergamotte treffen auf zarten Pfeffer.

Mir eröffnen sich am Übergang zur HN eigenartige Szenen.
Farb Effekte auf den Bodendielen.... nicht von Bleiglasmalerei, aber aus einer, im Fenster vergessenen, WachsKerze auf einem moos-grünem Glasteller.

Und ein 'Etwas' an Nuance bekomm' ich - am Ende der frisch und leicht würzigen KN - mir bekannt zwar, doch noch verwirrend, hier u jetzt.
Verwirrend auch, weil zu den nächsten beiden Nuancen nirgends 'was erwähnt.

Der Glasteller kristallklar wie Eis.
In der Tat, ereilt mich von irgendwo aufblitzend diese eisige Nuance; kurz, sec-intens, staubig-distanziert, unnahbar.
Gleich darauf werden meine Sinne von heissem Bienenwachs-Hall geschärft.
Die Wachstropfen kullern, abkühlend den gespannten, feinsten Weihrauchfäden golden, tröstend entlang. Bis diese auf der Rückenlehne der Holzbank ausstreichen u in den uralten Holznoten aufgehen.
Trotz harz-holziger Windrichtung schimmert der Duft konstant hell u erleichternd , aus seiner faszinierenden beruhten Reinheit.

Was vergeht, hinterlässt seinen Duft.

#Plein Jeu III-V ist hell, warm und leise (H/S 8/7) – eine Komposition zwischen alten Schriften, warmem Wachs und lichtdurchzogenem Weihrauch.
Kein lauter Duft, sondern ein stilles Echo von Vergangenem; bevor dies uns wieder begegnen möge.

Grazie mille, signor Sorcinelli !
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32 Antworten
Wer ist schon vorbereitet .
Ein warmes Versprechen – so den Last Season gedacht.
Doch, wer die - unerwartet - letzte Tür' aufstösst, findet dahinter m.E. kaum warm Liebliches.
Erdige Tiefe, herbe Schatten und die kühle Feuchtigkeit eines alten Gewölbes.

Der Duft wirkt auf mich entrückt (oder bin ich's?); als würde er zwischen Ankunft und Abschied, zwischen Willkommen und Vergehen schweben.

Nichts an dieser aparten Duftkunst scheint auf Anhieb gefällig; vielmehr entfaltet sich im abgekühlten Luftzug eine melancholisch, nachhallende ... Stille.
Erdige Nuancen, herbe Kräuter, feuchtes Moos, mineralischer Stein, altes Holz, dezente Rauchigkeit und eine trocken-schwere, erkrabbelte Aromen-Dichte.

Sommer 2026 - mir ist ... kalt.

Last Season, ein Duft des Übergangs; ER bereitet die Unvorbereiteten vor.
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Mein erster "Meo" - ich war nicht vorbereitet.
23 Antworten
Zwischen kühlem Thym-Nebel und tief atmender Zedernholzseele
Schon zu Beginn, wirkt der Duft harzkullernd und leicht rauchig. Die Zederadern schmücken die Kulisse und verleihen Wärme, während die thym-neblige Frische die Aromen durchs Bühnenbild eskortiert.

#No. 17 fängt mich in seinem Netz.
Mit einer bitumig-teerigen Nuance, die nie schwer oder düster kippt, sondern sich ab HN zu verfangender Eleganz wandelt.

Ein charaktervoller Duft mit natürlichen Tiefenetagen, die sich entwickeln.
Haltbarkeit für mich 8 - 8⁵, Sillage zeigt sich mir etwas zurückhaltender, reizend mit 7⁵.

Fazit:
Natürlich pur, atmosphärisch und wunderbar unaufdringlich – für mich eine bitumig-elegante Komposition mit apart-faszinierender Wirkung m.E.
Passend zu Abend-/Anlässen, Ausgehen; durchaus fürs Büro auch möglich, wer's möchte ... und kann.
Passt also immer, eigentlich.
24 Antworten