CafenoirCafenoirs Parfumblog

Vor 18 Tagen
45 Auszeichnungen

Ja, es heißt jetzt ‘Follower’, ich weiß. Das soll aber nicht das Thema meines Blogs sein. Ich habe das Vorgänger-Wort nur bemüht, weil es sich im Titel besser macht.

Die Intensität und Verweildauer meiner Anwesenheit und Aktivität auf dieser wunderbaren Seite schwankt stark. Das hat ganz verschiedene Gründe. Manchmal schaue ich nur kurz herein, manchmal suche ich etwas im Souk, manchmal lese ich Beiträge. Statements öfter als Kommentare oder Blogs. Viel zu selten schaue ich mir die Fotos an. Wenn ich etwas lese oder anschaue, zeichne ich es i. d. R. auch aus. Weil sich jeder Mühe gibt, der hier etwas verfasst. Jedenfalls scheint mir das überwiegend der Fall zu sein. Manchmal möchte ich am liebsten mehrfach auszeichnen, das geht aber nicht und ist auch gut so. In Ausnahmefällen zeichne ich mal etwas nicht aus.

Gelegentlich antworte ich auch, das ist aber wesentlich seltener der Fall, als dass ich einfach nur auszeichne. Ich denke, dass es dem Urheber der Beiträge Freude macht, wenn man antwortet. Um meinem eigenen Anspruch gerecht zu werden, möchte ich eigentlich originell oder tiefsinnig oder lustig oder intelligent antworten. Meist fällt mir aber nichts dergleichen ein. Daher zeichne ich dann nur aus. Manchmal schreibe ich auch weniger originelle Sätze, so etwas wie ‘der wandert jetzt auf meine Merkliste’, ob das weiterhilft, hm.... .

Am liebsten würde ich alles lesen. Da meine Kapazitäten begrenzt sind, beschränke ich mich aber auf einzelne Beiträge. Dafür würde sich die Abonnement- oder Follower- Funktion natürlich anbieten. Jedenfalls, wenn ich von bestimmten Parfumos etwas lesen wollte. Das geht für mich aber auch ohne Abo. Da ich mich gerne treiben lasse, zufällig auf etwas stoße oder auch mal gezielt zu einem Duft oder einem Thema etwas lese, gehe ich anders vor. Außerdem möchte ich offen bleiben für Beiträge von neuen Parfumos, von denen, die schon länger dabei sind aber selten schreiben und von denen, die vielleicht mal was für mich nicht so Ansprechendes geschrieben haben, sich aber positiv weiterentwickeln. Hab ich noch jemanden oder etwas vergessen? Ja vielleicht….. Natürlich ginge das alles auch zusätzlich zum Abonnement. Und ich möchte damit die Nützlichkeit und Sinnhaftigkeit der Funktion keinesfalls infrage stellen, für viele hier ist sie sicherlich interessant. Für mich ist es halt stimmiger, wenn ich nicht abonniere.

Bestimmt entgeht mir hier eine Menge. Wunderbare Beiträge von wunderbaren Autoren und Fotografen. Deren Beiträge ich dann nicht auszeichne, auch wenn sie es verdient hätten. Manchmal stolpere ich Wochen oder Monate später über äußerst lesenswerte Kommentare oder Blogs oder wunderschöne Bilder, manche verpasse ich vermutlich ganz, selbst wenn sie meisterlich geschrieben oder fotografiert sind. So ist es dann nun mal, dass man nicht alles haben kann gilt eben nicht nur für Parfums ;).

Jetzt habe ich innerhalb von ein paar Tagen meinen zweiten Blog verfasst. Nach einer wirklich sehr langen Schreibpause. Das also ebenfalls sehr sporadisch. So ähnliche Themen hat es hier auch bestimmt schon gegeben, ihr dürft das also gerne als ‘wieder aufgewärmten Kaffee’ abhaken. Es war mir trotzdem irgendwie ein Bedürfnis. Und vielleicht mag ja die/der eine oder andere unten reinschreiben, wie sie/er es handhabt.

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„Grasse au Pays des Merveilles - Grasse im Wunderland“ lautete der Titel des ersten internationalen Festivals für Parfum und Kunst in Grasse, das die Parfum-Hauptstadt von Mitte bis Ende Juli in ein Duftliebhaber -Paradies verwandelte. Erst Ende vergangenen Jahres wurde die Parfumeurskunst von Grasse von der UNESCO in die Liste der immateriellen Kulturgüter aufgenommen und somit als Weltkulturerbe klassifiziert. Hier wurde ihr jetzt mit einem vielfältigen kulturellen Veranstaltungsprogramm gehuldigt.


Festival Flyer

Festival Flyer

Ausstellungen zu Duftkreationen, Malerei und Fotografie. Lesungen und Anekdoten zur Geschichte der Parfumherstellung, vorgetragen in schattigen Parks und auf mittelalterlichen Plätzen. Workshops zum Kennenlernen von Duftnoten, zu Pflanzen und Gerüchen der Region sowie zur Herstellung von Parfums. Konzerte von Klassik bis Elektro, olfaktorisch begleitet von ansässigen Parfumhäusern. Geführte Spaziergänge durch Grasse mit neugierig machenden Titeln wie “Auf Grenouilles Spuren”. Ein 10 Tage dauernder bunter Reigen von Veranstaltungen.

Wäre mir das so bekannt und bewusst gewesen, als ich meine Kurzreise in die südfranzösische Region plante, hätte ich mich wohl für einen längeren Grasse-Aufenthalt entschieden. Der ursprüngliche Anlass für meinen Ausflug ins Hinterland der Côte d‘Azur war jedoch ein Treffen mit einer Yoga-Freundin, die sich Anfang des Jahres in einem Nachbarort von Grasse ein altes Anwesen gekauft hat, was sie gerade renoviert, um dort selbst zu wohnen und Ferienunterkünfte sowie Yogakurse anzubieten. Am Nachmittag wollte ich sie dort treffen, und abends ging es schon zurück zu meiner Unterkunft an die Küste, um am nächsten Tag wieder in die Heimat zu reisen. Also blieben mir nur ein paar Stunden, während derer ich sozusagen im Schnelldurchgang ein wenig Wunderland-Flair schnuppern durfte. Davon berichten möchte ich trotzdem, denn ich fände es schade, wenn das Festival hier unbekannt oder unbemerkt bliebe.


Carte Blanche

Der Fußweg vom Bahnhof Grasse in die Stadt beträgt etwa 25 Minuten und führt leicht bergauf. Da ich in der Mittagszeit ankam und durch die sengende Sonne laufen musste, suchte ich erstmal Schatten und Kühle. Die Fragonard Villa mit ihren dicken Mauern versprach genau das zu bieten.


Villa Fragonard - Entrée


Neun Parfumeure des Unternehmens Firmenich kreierten Düfte, die für sie das Thema „Zukunft der Parfumherstellung“ bedeuten. Illustratoren setzten das Thema grafisch um. Man konnte also Düfte schnuppern und die dazugehörigen Illustrationen bestaunen. Als besonders anziehend habe ich einen spritzigen, frisch-waldig-grünen Duft von Olivier Cresp in Erinnerung, was angesichts meines Bedürfnisses nach Kühle und Erfrischung vielleicht nicht erstaunt. Eine Kreation Natalie Lorsons namens “Vegetable Hybrid”, ein salzig-grüner Duft aus Matcha-, Algen- und weiteren pflanzlichen Noten, sagte mir dagegen nicht so zu.

Ein Foto habe ich gemacht das zeigt, wie getestet werden konnte. Der Duft darauf ist von Amandine Clerc-Marie und trägt den Titel „Bois, sève et lait“ – „Holz, (Pflanzen-) Saft und Milch“. Ein für meine Nase wunderbar weich-cremiger Sandelholzduft, der sogar auch mit einem Hauch Frische überraschte.


Postkarten aus der Carte Blanche Ausstellung

Tester zu „Bois, sève et lait“


Düfte und deren Wahrnehmung mit weiteren Kunstformen zu kombinieren war ein wiederkehrendes Thema des Festivals. Das, was ich davon gesehen habe, fand ich überaus spannend und gelungen umgesetzt. So auch in der nächsten Ausstellung.

A World Tour Through Scent

Bei diesem interdisziplinären Projekt des Unternehmens Symrise, welches im Kongresszentrum von Grasse präsentiert wurde, haben Parfumeure, Fotografen und Journalisten zusammengearbeitet. Wie der Titel es schon vermuten lässt, geht es um Kreationen, die die Kultur des jeweiligen Landes repräsentieren sollen. Zu Deutschland, Frankreich, Spanien, Vereinigte Arabische Emirate, Mexico, USA, Indien, China, Singapur und Japan wurde jeweils eine Kombination aus Duft, Text und Foto ausgestellt. Als ziemlich treffender Duft ist mir eine holzig-grüne Kreation zum Land Brasilien in Erinnerung geblieben. Hier hatte ich keine Gelegenheit, Fotos zu machen, konnte aber ein paar Postkarten mit Fotomotiven der Ausstellung zur Erinnerung mitnehmen.


Postkarten mit Fotomotiven: Deutschland - Indien - Japan


Le Parfum Dans Tous les Sens

Die dritte von mir besuchte Ausstellung, die ganz ohne jede unmittelbare olfaktorische Wahrnehmung auskam, bezauberte mich am meisten. Vielleicht lag es daran, dass die großformatigen Fotos im Freien entlang einer baumbestandenen Straße aufgestellt waren. Die Sonne und eine sanfte Brise spielte mit den Bäumen. Deren Blätter warfen teilweise Schatten auf die Bilder. Das verlieh den ohnehin beeindruckenden Werken einen zusätzlich besonderen Charakter.

Die Ausstellung umfasst 50 Fotografien, teilweise versehen mit erläuternden Texten. Schwerpunkte sind zum einen die Entwicklung von Parfums von der Idee bis zur Vermarktung, zum anderen der visuell-künstlerische Ausdruck olfaktorischer Wahrnehmung. Die von der Fragrance Foundation France zur Verfügung gestellte Sammlung wurde übrigens zuvor schon in Paris in den Gärten des Palais Royal gezeigt.


Vanille - Königin der Gewürze

Dieser Flakon, ein Traum …….



La Fabuleuse Histoire de l’eau de Cologne

Beim vierten von mir geplanten Programmpunkt handelte es sich um eine Buchvorstellung. „La Fabuleuse Histoire de l’eau de Cologne“ wurde unter der Leitung Jean-Claude Ellenas herausgegeben und ist kürzlich erst erschienen. Das Event sollte ab 15h am Place du 24 août stattfinden. Da mein Bus nach Chateuneuf-Grasse um 16h abfuhr, wollte ich um 15h vor Ort sein. In den wie ein Labyrinth erscheinenden Gassen suchte ich also hektisch nach der angegebenen Adresse. Sollte man als ordentlicher Tourist nicht gemütlich schlendern, in Läden stöbern und in Cafés einkehren? Nun, wir Parfumos legen ja zuweilen schon mal ein eigenwilliges Verhalten an den Tag, wenn es um unser Hobby geht ;-)……

Nach ein paar Irrwegen gelang es mir schließlich, gerade noch rechtzeitig am ersehnten Platz einzutreffen. Wie angekündigt war Jean-Claude Ellena persönlich anwesend. So konnte ich meinen Wunderland-Besuch zu einem gelungenen Abschluss bringen, mit einem von ihm signierten Buch als Souvenir.


Ausklang

Auch wenn es noch viel mehr zu sehen und zu erleben gab und ich gerne länger geblieben wäre, freute ich mich jetzt auch auf das Treffen mit meiner Bekannten. In deren Gehöft war für Ruhe, Schatten und leibliches Wohl gesorgt.

Ausblick von der Haupt-Terrasse


Endlich die Füße hochlegen


Nach einem erholsamen Aufenthalt im Garten und am Pool hieß es schließlich Abschied nehmen von der Gemeinde Grasse. Jedenfalls für dieses Mal. Sollte ein derartiges Festival wieder mal ausgerichtet werden - ich würde ganz sicher versuchen, für ein paar Tage hinzukommen.

Ich bedanke mich fürs Mit-Reisen!

Für die, die es interessiert, füge ich noch 2 links zur Veranstalterseite hinzu:

https://www.fondsbaudelaire-grasse.fr/index.php?op...

https://www.facebook.com/grasseaupaysdesmerveilles...


Liebe Grüße

Cafenoir

47 Antworten
Vor 22 Monaten
45 Auszeichnungen

Ein klein wenig möchte ich ausholen, damit verständlich wird, warum ich mich so spontan und so wenig vorbereitet auf diese Kurzreise nach Mailand begeben habe. Und besonders, warum es schließlich zu einer Überraschung kam.

Ganz nach dem Motto ‘Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub” planten mein Holder und ich im Frühjahr diesen Jahres, während einer wie immer viel zu schnell endenden Urlaubswoche in Südfrankreich, unseren Spätsommerurlaub. Es sollte nach Andalusien gehen. Sevilla, Jerez de la Frontera, Ronda, Cadiz, Gibraltar, und was es sonst noch so alles an interessanten Städten und Stätten zu sehen gibt. Hotel und Ferienwohnung wurden sorgfältig ausgewählt, die Flüge gebucht. Nun, wie das zuweilen schon mal so ist mit der Planung, das Leben findet unabhängig davon statt. Diverse widrige Umstände, die sich im Laufe der vergangenen 3-4 nervenaufreibenden Wochen zuspitzten, führten schließlich dazu, dass wir diese Reise 2 Tage vor Abflug absagen mussten. Während für meinen Freund jegliche Möglichkeit zu verreisen ausgeschlossen war, saß ich jetzt da mit meinem eingereichten Urlaub und den angegriffenen Nerven und merkte, dass ich einfach mal raus musste. Wenn auch ohne Partner und nur für 2 Tage, ein bisschen Abstand schaffen vom Alltag, das war mir ein großes Bedürfnis.

Also fing ich an nach Last-Minute-Reisen zu schauen, der mögliche Zeitrahmen war sehr eng. Nicht zu weit weg sollte es sein, etwas Luxus, Ablenkung und gleichzeitig Ruhe. Und daraus wurde dann Mailand, hastig gebuchter 5-Sterne Luxus am Rande der City, immer noch teuer, aber Last-Minute gebucht bezahlbar, jedenfalls wenn man es als Frustausgleich und Alternative zu einem 2-wöchigen Herbsturlaub betrachtete.

Also, kurzerhand gebucht, 2 Tage später abgeflogen und Sonntag Spätnachmittag im Hotel Magna Pars eingetroffen, wo mir beim Check In bzw. auf dem Weg in mein Zimmer, und jetzt kommt die Überraschung, mitgeteilt wurde, dass das Gebäude, jetzt zu einem Design-Hotel aus Glas, Stahl und Holz umgebaut, ursprünglich eine Parfumfabrik beherbergte. Sicher könnt ihr euch vorstellen, dass ich nicht schlecht staunte: ich, die Parfumverrückte, die sich doch eigentlich immer bestens informiert vor einer Buchung, sollte unwissentlich in Italiens erstem und bisher einzigen Hotel à Parfums gelandet sein ???!!!

Weiter geht es mit ein paar Infos zum Hotel, die natürlich im Netz nachgelesen werden können und hier nur meine Begeisterung unterstreichen oder etwas Appetit machen sollen:


  • Sämtliche der 39 Hotelsuiten (es gibt nur Suiten) sind von Duftnoten aus den Duftfamilien Floral, Holzig oder Fruchtig inspiriert und danach benannt. Ich bewohnte Suite Nr. 29, Zedernholz. Auf den Tischen der Wohnbereiche stehen Braunglas-Gefäße mit Holzstäben zur entsprechenden Raumbeduftung.

  • Die 39 verschiedenen Essenzen sind (teilweise?) von bekannten Parfumeuren kreiert. Ich habe einen kurzen Blick in eine ausliegende Liste erhascht und dabei sind mir z. B. Nathalie Lorson und Luca Maffei aufgefallen, alle Namen habe ich längst nicht gesehen geschweige denn in Erinnerung behalten.
  • Über die Essenzen kann man sich informieren, sie bewundern und natürlich kaufen im hoteleigenen Parfumlabor, dem sogenannten “LabSolue”, welches sich im Erdgeschoss des Hotels befindet. Da meine Anreise Sonntag und Abreise Dienstag erfolgte und das Labor Montags geschlossen ist, hatte ich leider nur ganz kurz vor meiner Abreise Gelegenheit ein paar Minuten hereinzuschauen.
  • In der Bar kann man von den Duftessenzen inspirierte Cocktails trinken und es gibt wöchentlich Donnerstags einen “Aperitivo Olfattivo”.

Abgesehen von diesen für Parfumoherzen interessanten Details hat das Hotel eine phantastische und absolut ruhige Lage. Ich habe mich ein bisschen gefühlt wie ein Rockstar in dieser riesigen, ultra-modernen Suite mit nahezu mehr Platz in den Kleiderschränken als bei mir zuhause.

Aber natürlich wollte ich auch etwas von Mailand sehen, einmal zum Duomo, durch die Strassen flanieren, im Café verweilend Espresso trinken und dabei gut gekleidete Italiener und Italierinnen bewundern.

Mehr hatte ich tatsächlich gar nicht vor in diesen 1,5 Tagen. Und das ist mir gelungen. Dass ich nebenbei noch 3 neue Düfte testete , nämlich “Velvet Amber Sun”, “Velvet Amber Skin” und ” L'Insomnuit” darf natürlich hier nicht gänzlich untergehen. Das Highlight war für mich aber ganz klar das Hotel, und ich werde für einen nächsten, besonneneren Aufenthalt schon mal ein Sparschwein aufstellen.

20 Antworten

Nun, ich weiß nicht, ob das hier neben Firsts informativem und anregenden Blog zu dem Thema

http://www.parfumo.de/Benutzer/First/Blog/Eintrag/...

wirklich noch jemand lesen will, aber nachdem First so nett war, mir nicht nur sozusagen die Copy-Rechte zu überlassen, sondern mich sogar zu einem zusätzlichen Blog ermuntert hat, will ich dann mal beginnen, meine Eindrücke zu beschreiben. Dieser Blog beginnt zunächst mit einem Duft, die weiteren Versuche hänge ich in der Versuchsreihenfolge an (auf die zeitlichen Abstände möchte ich mich hier noch nicht festlegen). Wer sich beteiligen und seine Eindrücke auch hier schildern mag, sei natürlich herzlich dazu eingeladen, auch wenn in First’s Blog vermutlich schon das meiste gesagt ist.

Also, First war first :) Cafenoir ist second und hat total motiviert zunächst eine Abfüllung von „Not a Perfume“ bestellt und getestet. Und da dieser Test zu, zumindest in weiten Teilen, ganz abweichenden Eindrücken führte, hat mich das erst ziemlich verwirrt, bis ich dann ein paar weitere Kommentare zu dem Duft las. Ich führe mal in Adjektiven und in der Reihenfolge der von mir wahrgenommenen Intensität auf, was meine olfaktorischen Zellen über eine Dauer von immerhin 8 – 10 Stunden aufgenommen und an mein Gehirn transportiert haben :

  • synthetisch
  • frisch
  • sanft
  • lieblich
  • blumig
  • süß
  • warm
  • moschusartig
  • holzig

Der erste Eindruck in der Aufsprüh-Phase war synthetisch –holzig, die Dominanz des Holzigen legte sich jedoch schnell. Danach habe ich o. g. Eigenschaften über den gesamten Duftverlauf wahrgenommen, in schwankender Intensität. Frische und Sanftheit habe ich die ganze Zeit empfunden, das Blumige und Moschusartige kam immer mal wieder hervor, und dass ich den Duft als lieblich, warm und synthetisch bezeichnet habe, ist der abschließende Eindruck, das, was in meinem Duftgedächtnis nach 2 Tagen am präsentesten ist .

Das ganze ist das Ergebnis von 2 Tests und braucht vermutlich Wiederholung. Außerdem habe ich meinen Freund, der so gut wie immer meine Duft-Versuche kommentiert, noch nicht teilhaben lassen, es wäre sicher interessant, besonders im Hinblick auf die Begriffe „ den körpereigenen Duft verstärken, angenehm und dezent die Persönlichkeit unterstreichen, gar erotisieren....”, auf die ich jetzt noch gar nicht eingegangen bin. Heute habe ich allerdings keine Lust auf Chemie-Versuche, ich lege gleich lieber mal was natürlich-blumiges-cremiges auf, mal sehen, was es wird. ....

In diesem Sinne einen schönen Sonntag und auf eventuell ein nächstes Mal im Labor ;)

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