Wandelbarer Hengst
Als ich den Caballero erhalten habe, war ich von der Aufmachung der Verpackung verwirrt. Relativ bunt, was gewissen farbigen Flamingos zwar gut gestanden hätte, dem Duft -besonders am Anfang- jedoch nicht gerecht wird. Der Flakon war umso schöner und -wie sich herausstellen sollte- passender. Der Flakon ein Statement, blau/grün strahlend mit bronzefarbenem Pferdehaupt als Kappe, welcher magnetisch schließt und das Emblem des Dufthauses im Innenbereich trägt.
Pferde als Thema im Duftbereich gibt es ja einige, aber mir ist keins bekannt , dass sich in diesem Duftbild aufgehalten hätte.
Zwecks Transparenz; ich trage Düfte in der Regel auf der Kleidung. Zur Wirkung auf der Haut kann ich daher nichts berichten.
Der Start:
Hölzerner, fast schon tannenwürziger Sauna-Aufguss mit Zitrone zieht schnell und sehr dominant in die Nase. Ganz klar ein "Hallo, hier bin ich!"-Start. Nicht falsch verstehen: Stark, aber für mich trotzdem angenehm.
Der weitere Verlauf:
Nach ca. 1 Stunde nahm ich dann Vibes von "Mare Nostrum - Aura Maris" wahr. Wir bekommen es mit einer frisch/aquatischen Würzung zutun, die man von genanntem Villoresi so ähnlich kennt. Auch ein entfernter Duft-Verwandter namens "Fiero" fällt mir in der Richtung ein, wenn auch natürlich nicht direkt vergleichbar. Damit kommt aber "frisch würzig" ein bekanntes Gesicht.
Entspricht nicht der üblichen Frische, die die breite Masse im Sommer sucht, aber ist eben doch irgendwo sommerlich. Nur eben etwas kantiger und würziger als viele Sommer-Alternativen.
Die Haltbarkeit empfand ich als durchweg gut. Mittags um 12 Uhr gesprüht, abends um 20:00 Uhr nach zwei Sprühstößen noch wahrnehmbar.