Leynir

Leynir

Rezensionen
Belebend & erfrischend
Lasst mich für diesen unterschätzten Duft eine Lanze brechen!

Kurz vorab:
Was bekommt man nicht?
- künstliche Minze á la Kaugummi oder Zahnpasta
- nukleare Haltbarkeit
- monströse Sillage

Was bekommt man?
Einen frischen, dezenten, natürlich anmutenden Duft, den man nicht an jeder Ecke riecht und der nicht die Welt kostet.

Menthe Fraiche gehört zur L’òme-Linie der Marke Durance en Provence, ist also für Herren konzipiert, doch mMn kann man ihn sehr gut unisex tragen.
Die Herstellung erfolgt laut offizieller Website in der Provence und gemäß der Packungsaufschrift wird der enthaltene Minzextrakt sogar biologisch erzeugt.

Dieser Duft spielt seine Stärken im Frühjahr und Sommer aus.
Im Frühjahr, wenn seine sanft floralen Noten die erwachende Natur untermalen.
Im Sommer, wenn bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit viele Düfte – auch die, die für diese Jahreszeit gedacht sind – zu stark, zu schwer sind. Die Minze belebt und kühlt einfach wunderbar ab. Gerne auch mehrmals am Tag und da hat es sogar sein Gutes, dass die Haltbarkeit eher einem Eau de Cologne entspricht.
Für Herbst und Winter ist der Duft mE weniger geeignet und deswegen empfehle ich, ihn bei Interesse in der warmen Jahreszeit zu testen.

Ich empfinde ihn eher als linear, d.h. er macht keine auffällige Entwicklung durch und es drängelt sich keine Note penetrant in den Vordergrund. Alles ist schön miteinander verwoben.

Der Flakon, der leider bewertungstechnisch ziemlich abgewatscht wurde, kommt minimalistisch und mit klaren Linien daher.
Das Glas ist thematisch passend leicht türkis/mint getönt und am Boden dicker, sodass der Flakon trotz schmaler Form sicher steht. Der silberne Kunststoffdeckel gibt tatsächlich optisch nicht arg viel her, ist aber zweckmäßig; der Sprühkopf verrichtet ordentlich seinen Dienst. Die Beschriftung des Flakons ist einfach und gut lesbar gestaltet.
Ich habe ein Foto davon gemacht und hochgeladen.

Zwischenzeitlich konnte ich fast alle derzeit erhältlichen L’òme-Düfte testen und Menthe Fraiche sagt mir mit großem Abstand am meisten zu. Mir ist bisher auch kein vergleichbarer Duft anderer Marken untergekommen.
Kürzlich habe ich meine noch junge Sammlung einem "Kahlschlag" unterzogen und nur behalten, was mir wirklich gefällt. Menthe Fraiche war einer derjenigen, bei denen ich direkt wusste, sie behalten zu wollen. Ich denke, das spricht für sich.

Ich kann ihn ausdrücklich empfehlen, jedoch nicht als Blindkauf, da er nicht dem breiten Geschmack entspricht. Zum Zeitpunkt dieser Rezension waren Proben im www zu finden; ob sie in der Drogerie mit dem großen M Tester anbieten, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, bitte also vor Ort selbst nachschauen.

PS: Ja, dieser Text wurde komplett OHNE KI verfasst, das ist tatsächlich möglich :)
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Ein Vulkan im Flakon?
"Grey Ash von Aurora Scents ist eine olfaktorische Hommage an die ungezähmte Schönheit vulkanischer Landschaften. Im Kern ist dieser Duft vom transformativen Tanz der Vulkanasche inspiriert."

So heißt es auf der Website des Herstellers und als jemand, der schon als Kind von Geologie fasziniert war, sprach mich diese Beschreibung natürlich sehr an.
Monatelang "schlich" ich um den Duft herum, merkte ihn ein und löschte ihn wieder, nur um ihn erneut einzumerken – leider gab es bisher ja keine Rezensionen oder Statements und auch im restlichen www fand ich nichts. Nun gewann doch die Neugier und der Reiz des Unbekannten die Oberhand, obwohl der Preis von knapp 40 € über meiner selbstgesetzten Grenze bei Blindkäufen liegt.

Der Flakon ist minimalistisch gestaltet und hat ordentlich Gewicht, der Deckel scheint aus schwarzlackiertem Holz zu sein oder zumindest sehr echt anmutend nachgemacht. Das Markenlogo ist in den Deckel graviert.

Der Duft selbst ist fruchtig-würzig, leicht süßlich und erdig, trifft also die beabsichtigte Vulkan-Assoziation recht gut.
Die Kopfnote geht zügig in die Herznote über und es kommt mir vor, als ob Amber und Weihrauch aus der Basisnote bereits mit hineinspielen. Aquatischen Noten sowie Orangenblüte nehme ich nicht wahr und Kaffee sowie Wildleder nur minimal.

Mittags aufgetragen, hielt der Duft bis in den Abend hinein und war dann noch eine Weile hautnah präsent.

Ich schätze Grey Ash als unisex-geeignet ein, am besten wohl passend für abends bzw. zum Ausgehen.
Eine gewisse Ähnlichkeit in der Stimmung (denglisch: "vibe") sehe ich mit By the Fireplace, allerdings etwas weniger rauchig als jener. Ich könnte mir vorstellen, dass Fans von By the Fireplace auch Grey Ash mögen könnten.

Mir persönlich gefällt der Duft durchaus und die Grundidee ist wirklich spannend, jedoch fehlt mir ein bisschen das "Mineralische", sprich: weniger Süße und mehr herbe Erdigkeit hätte sicher gutgetan, um das Bild eines Vulkans abzurunden.
Insofern war für mich der Blindkauf leider kein Erfolg. Aber mein Geschmack ist freilich nicht das Maß aller Dinge ;) und so kann ich ruhigen Gewissens eine wohlwollende Empfehlung für Grey Ash aussprechen.
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