PaloneraPaloneras Parfumblog

31.05.2018 19:46 Uhr
62 Auszeichnungen

Wer sich über Jahre, Jahrzehnte hinweg mit Düften beschäftigt, sei es als Hobby oder professionell, in jedem Fall mit Leidenschaft, gerät vielleicht unweigerlich früher oder später an einen Punkt, an dem die Nase und das Duftgedächtnis sagen: Das war's, mehr gibt es nicht, alles schon gerochen, war alles schon mal da!

Die Klassiker der großen Häuser sind nicht mehr, wie sie einmal waren, der sogenannte Mainstream zirkuliert mit zahllosen Lancierungen um eine Handvoll Themen und auch die Nische gibt nicht mehr viel Nische her, was sicher manche Nase freut.

Nicht so die meine, die neugierige, nach Neuem gierende, die, der scheinbar immer gleichen Düfte schon ein wenig überdrüssig, nach einer Pause zu verlangen schien, nach Abstand und Vergißerstmal.

Genau zu dieser Zeit erreichte mich ein Päckchen, lang angekündigt und flankiert von eindrucksvollen Worten: "So etwas hast Du noch nicht gerochen – Du wirst sie lieben, Du wirst seh'n!“.

Das klang gut, noch besser fast der Markenname: Divergent – andersartig.

Anders also und nicht artig, wie mir schien.

Acht Creationen, nirgendwo gelistet, ersonnen und realisiert von einem Mann namens Tomaya.

Ich war gespannt und begab mich in den Test mit


Palpat

Welch ein Duft!

Er streichelt, er schmeichelt, liebkost mein Ich, verführt mein Du.

Balsamisch harzig-holzig schmiegt er sich an meine Haut, staubig, pudrig, puderzuckrige Anklänge erinnern an Balenciagas "Cristobal" und das alte, wunderbare "Fenjala".

Herbwürziges Weihrauchharz vermählt sich mit Bienenwachs, bernsteinterracotta ambriert.

Warmer Hautmoschus, nicht sauber, nicht animalisch, doch sehr erotisch, nur vordergründig ein Kuscheltier mit feinen, scharfen Kanten.

Auf wenige Düfte habe ich so viele so deutlich positive Reaktionen männlicher wie weiblicher Umwelt erhalten, nahezu jeder Mensch in meiner Nähe sprach mich auf "Palpat" an.

Dabei ist "Palpat" keineswegs laut, sondern zeichnet sich aus durch eine unaufdringliche Intensität bei spürbarer Aura, die keine Schleppe zieht.

Vom ersten Augenblick an avancierte "Palpat" zu meinem Wunschkandidaten, der irgendwann, so hoffe ich, als Flacon meine Sammlung bereichern wird.


Im tiefen Wald

Der zweite Duft der Serie offenbart ätherische Fichtennadel im Auftakt, nahezu medizinisch bitter-streng, daraus sich entwickelnd Laub- und Nadelwald, viel dunkles Blattgrün, gebrochenes, geschreddertes Gezweig, einzelne kleine Blümchen im Moos.

Nach meiner Empfindung balanciert "Im tiefen Wald" im Fortgang zwischen Barbershop und Chypre, entwickelt bei viel Wärme ordentlich Cumin und erinnert im weiteren Verlauf an Erik Kormanns "Famagusta", bleibt jedoch konsequent dunkelgrün-unsüß und verliert mit der Zeit jede Seifigkeit.


Fruityver

präsentiert mir eine deutliche Feige mit viel Blatt und Holz und sich in der Eröffnung komplett unsüß, herb, beinahe streng.

Sehr früh schon macht sich Rauch bemerkbar, nicht dunkel-stickig freilich – rauchiger Vetiver, so scheint mir, silbergrüngrau, dazu etwas später Kaugummi (Tuberose?) und schwer definierbare Frucht – Mango? Passionsfrucht? Hibiscus?

An kühlen Tagen nehme ich deutlich mehr Feige wahr, nur langsam fruchtig-fleischig, dabei niemals süß.

An warmen Tagen entwickelt sich auf meiner Haut schneller der Eindruck vollreifer, leicht angetrockneter Frucht, Mango-Papaya sind denkbar, mit deutlicher Fruchtsüße, jedoch nicht zuckrig und in der Abstrahlung sehr viel deutlicher wahrnehmbar als nah der Haut.

Ein balsamisch-cremiger Drydown lenkt die Gedanken zu Sandelholz.

Die Sillage ist nicht zu unterschätzen - mein Partner roch mich noch im 1. Stock des Treppenhauses, derweil ich schon vor zehn Minuten aus dem Haus gegangen war.

Ebenso bemerkenswert ist die sehr lange Haltbarkeit, die kennzeichnend ist für fast alle Divergent-Düfte.

"Fruityver" ist für mich ein latenter Kopfschmerzkandidat und sollte vorsichtig dosiert werden.


Metamorph

Sehr authentische Melone (Galiamelone?) in sofortiger Vereinigung mit Rauch und Leder erinnert mich unmittelbar an Frucht-Rauch-Kombinationen wie "Tuscan Leather" und Geschwister.

"Metamorph" ist ein Hinriecher, der unweigerlich auffällt und lange im olfaktorischen Gleichgewicht bleibt, bevor aus zunächst gleichberechtigt nebeneinander stehendem Rauch und Leder rauchiges Leder wird, sehr schwarz, sehr rauh, leicht schmutzig.

Meine Nase findet deutliche Anklänge an Ellen Coveys "Salamanca"; "Metamorph" erscheint ebenso teerig mit Gummiabrieb und verbleibt nach Rückzug der Frucht sehr bitter-dunkel.

Der Duft übersteht zahlreiche Duschen und Haarwäschen bei nur einem Sprühstoß – er wirkt sehr maskulin und ist sehr anhänglich, sollte vorsichtig dosiert und möglichst nicht ins Haar gesprüht werden, da er sich dort über viele Tage hinweg festkrallt.


Ein lächelndes Biest

Harzige Noten und verbranntes Karamell im Auftakt stellen gourmandige Anklänge neben trocken-herbes Holz, die sich jedoch alsbald zurückziehen und die Bühne freigeben für herb-würziges Harz und eine ausgeprägte Animalik, die beinah streng anmuten, gemildert nur von einem Eindruck tropischer Vanille, wie ich sie aus Düften wie "Noir Tropical", "Eau des Missions" etc. kenne.

"Ein lächelndes Biest" wirkt auf mich dunkelrostbraun mit goldenen Schlieren und findet schließlich seine animalisch-harzig-knarzige Mitte, in der es über viele Stunden hinweg ruht.

Für Liebhaber machtvoller Orientalen wie "Youth Dew" und "Cinnabar" ist das Biest ein ultimativer Kennenlern-Kandidat und unbedingt mit Vorsicht zu dosieren: Schon ein einziger Sprüher zieht eine ordentliche Schleppe, das ist insbesondere an warmen Tagen schnell too much.


Gaztelugatxe

Der Duft mit dem unaussprechlichen Namen erinnert mich auf Anhieb überdeutlich an Il Profvmos "Pioggia Salata" und evoziert bei warmer Witterung zusätzlich Impressionen von sonnengewärmtem Holz, winzig kleinen Blümelein, einer kargen Lichtung inmitten großer Steine - all das umweht von ätherischen Noten wie Eukalyptus, Kampher, wasweißich.

Eine deutliche Verwandtschaft findet meine Nase außerdem in "Aria di Mare", ebenfalls von Il Profvmo, und Maria Candida Gentiles "Finisterre".

"Gaztelugatxe" verliert alle Lieblichkeit jedoch innerhalb weniger Stunden und verharrt den Rest der Tragezeit bei Salz und Eukalyptus.

Ich empfinde die Meer-Salz-Felsen-Wald-Attitüde als sehr authentisch; Liebhaber salziger Aquaten werden "Gaztelugatxe" ohne Zweifel mögen.

Über den reinen Dufteindruck hinaus wirkt "Gaztelugatxe" auf mich aromatherapeutisch entspannend, lungenerweiternd und atemvertiefend – ein perfekter Wellness-Duft.


Aufheller

Kandierte Orangen an sonnenwarmem Holz, tiefdunkelgolden, dabei sogleich rauchig, harzig, ledrig auch - ein bißchen "Metamorph" mit Orangen statt Melonen.

Gelegentlich entflammt ein Blitz Neroli, bevor der "Aufheller" eindunkelt mit Anklängen an Birkenteer und Oud wie Sentifiques "Testostérone".

Warmwürzige Orange bleibt stets präsent, vermittelt Licht und Samtigkeit, verhindert eine allzu dichte Schwere – ideal im Herbst, jedoch auch bei moderaten Temperaturen im Frühling tragbar, da "Aufheller" weniger intensiv wirkt als andere Divergents.

Der Drydown zieht für mich deutliche Parallelen zu "Arabi Cana", einer runderen und wärmeren Version der Rauch-an-Frucht-Thematik.


Mantis

Sommerlicher Blätterwald mit viel dunklem Grün und klarer Luft, etwas weiter weg frisch geschlagenes Holz, hier und da ein Waldsee und pudersüße Veilchen in sattem Sonnenglast prägen die ersten Augenblicke.

Nicht viel später erinnern rasierseifige Anklänge an einen Barbershop, klassisch akzentuiert, doch sehr schnell erscheint ein dunkelwürzigholziger Untergrund aus Ambroxan und/oder Birkenteer, wie er mir schon in ähnlicher Form in "Metamorph" und "Aufheller" begegnet ist.

In "Mantis" wird er jedoch je nach Außentemperatur sehr schnell sehr intensiv und schluckt alle sonstigen Noten, wirkt schließlich stechend und synthetisch wie viele aktuelle Herrendüfte.

Das ist schade, ich hätte mir einen längeren Erhalt des Blätterwaldes gewünscht, doch meine Haut ist schon in der Vergangenheit eine besonders intensive Verbindung mit eben diesen Noten eingegangen, worüber ich nicht in jedem Fall sehr glücklich war.

Auch "Mantis" erweist sich insbesondere im Haar als extrem haltbar und übersteht ohne spürbare Verluste mehrere Haarwäschen.


Alle von mir getesteten "Divergent"-Düfte zeigen ein großes Tragbarkeits-Potential und haben meiner Ansicht nach durchaus gute Chancen, sich auf dem Markt zu etablieren – insbesondere "Palpat", mein Einstiegskandidat, hat mich nachhaltig beeindruckt.

Doch auch alle anderen Divergents werden mit Sicherheit ihre Freunde, vielleicht sogar Liebende finden, so sie denn die Chance erhalten, außerhalb eines sehr kleinen und überschaubaren Zirkels be- und erkannt zu werden – daher, lieber Tomaya, hoffe und wünsche ich sehr, daß Du wie einstmals Andy Tauer, Erik Kormann, Annette Neuffer und manche andere hochtalentierte Nase den Mut, die Zeit und alles findest, was sonst dazu gehört, Deine Düfte in die Welt zu senden – denn anders sind sie und nicht artig, dafür durchaus andersartig!


PS: Rotkehlchen, Mamski - vieltausendfachen Dank!

27 Antworten
30.10.2016 19:54 Uhr
90 Auszeichnungen
Fünf mal 365 Tage, ein- oder zweimal einen Tag mehr.

Fünf Jahre lang darf ich schon hier sein, hier in dieser wunderbaren Welt, die sich Parfumo nennt. Mit wundervollen Menschen, ihrer Freundlichkeit und Herzlichkeit, ihrem oft so noblen Wesen und einer Großzügigkeit, die nirgendwo sonst so häufig anzutreffen ist.

Fünf Jahre Parfumo. Zeit für ein großes Dankeschön, für ein Dankbarsein, das ich Tag um Tag auf's Neue empfinde, doch nicht immer auch auf der Zunge trage, in den Fingern, in die Tastatur.

Ich bin unendlich froh und dankbar, hierher gefunden zu haben, gelockt von Menschen, die noch viel länger hier sind, die mir den Weg wiesen und schließlich ebneten, die mir Mut machten, über die Düfte zu schreiben, die ich liebe, über jene, die ich nicht so sehr liebe, und über jene, die ich gar nicht mag – die mir neue und immer neue Duftwelten eröffneten, die ich meinerseits zu teilen begann, mitzuteilen und in des Wortes eigentlichem Sinn.

Fünf lange Jahre, die doch so schnell vergangen sind wie ein einziger langer Atemzug des schönsten aller Düfte. Entstanden sind in dieser Zeit wunderbare Kontakte mit Menschen, denen zu begegnen ich nie gedacht hätte, die ich kennenlernen durfte, die einen etwas mehr, die anderen etwas weniger, die ihre Zeit, ihre Leidenschaft zum Duft, manchmal auch ein wenig von ihrem Leben mit mir teilten und dies noch immer tun.

Entstanden sind auch 388 Kommentare mit unglaublichen 7422 Auszeichnungen und etwa ebenso vielen Antworten – unfaßbare Zahlen für mich, die mich staunen machen und die ich mir heute vor fünf Jahren unmöglich hätte vorstellen, unmöglich hätte erhoffen können, die schlichtweg ausgeschlossen waren.

Fünf Jahre. Eine lange Zeit des Lernens, des Entdeckens und Wiederentdeckens, des langsamen Begreifens und oft zu schnellen Verwerfens dessen, was ich nicht verstand. Und noch lange, lange ist er nicht zu Ende, der Weg, den ich hier beschreiten darf mit den Menschen hinter Nick und Avatar, mit den Menschen auch im Hintergrund, die dafür sorgen, daß es Parfumo gibt, die daran arbeiten, es immer schöner zu machen und besser, was manchmal schnell gelingt und manchmal erst auf Umwegen, wie alles im Leben sonst.

Wie wunderbar, daß es Euch alle gibt, wie wunderbar, daß wir uns hier begegnet sind! Ich bin froh, ich bin dankbar – und ich freue mich auf die nächsten fünf!

54 Antworten

 

Wenn eine eine Reise tut, dann kann sie was erzählen. Führt diese Reise in die nördliche Bretagne, so handeln die Reiseberichte in der Regel von malerischen Fischerdörfern, dicht an den Boden geduckten Häusern aus dicken Steinwänden, schroffen Klippen und malerischen Granitfelsen, von Austernbänken und kilometerlangen Wattwanderungen und dem selbst für gebürtige Franzosen oft unverständlichen Dialekt, den die Einheimischen sprechen: Breiz'h ist als eigenständige Sprache der Bretagne anerkannt und seit einigen Jahren wird an den bretonischen Grundschulen im Rahmen des bilingualen Unterrichts auch Breiz'h gelehrt, Ortsnamen werden offiziell zweisprachig ausgeschildert. So lebten wir für zwei Wochen in einem traumhaften Holzhaus in der Nähe von Paimpol – oder Pempoull, je nachdem.

Als bekennende Parfumista ist frau natürlich stets mit neugierig-weit geöffneten Nüstern unterwegs in der Hoffnung, außer salz- und algenhaltiger Meeresluft, den tausend Blüten opulent bepflanzter Gärten und Straßenränder und dem tiefen, krautigen Feuchtgrün der Wälder auch das eine oder andere einheimische Parfum kennenzulernen, ungekannte Schätze zu heben und die Nische in der Nische zu entdecken. Das ist so abwegig nicht, stammt doch Jean Patou, eine der größten französischen Nasen, aus der Bretagne und auch die Creationen der Nischenmarke Lostmarc'h gelten offiziell als Hommage an diesen wunderbaren, rauh-herzlichen Landstrich.

Zunächst schien es so, als blieben meine diesbezüglichen Sehnsüchte unerfüllt – außer auf einen nicht weiter bemerkenswerten Türkisen in Lannion stieß ich nur noch in der alten Piratenstadt Saint Malo auf einen kleinen Laden von Lostmarc'h, der mein Herz einen kleinen Hüpfer vollführen ließ, doch da es bereits mit eilig trippelnden Schritten auf Ladenschluß zuging und ich mich außerdem meiner schlechten Sprachkenntnisse wegen nicht so recht traute, blieb es bei der im Wortsinne außenstehenden Bewunderung.

Doch bevor ich das Schicksal verfluchen konnte, hielt es mir ein großformatiges Plakat vor die Nase: "Le Parfum – miroir de la société" – das Parfum im Spiegel der Gesellschaft sollte zu besichtigen und hoffentlich auch zu beschnuppern sein im mittelalterlichen Chateau de la Roche-Jagu, das hoch auf einem Felsen oberhalb des Flusses Trieux thront. Ein echtes Schloß als Kulisse edler Düfte und ihrer Geschichte – keine zehn Pferde hätten mich davon abgehalten, mich gleich am nächsten Tag zum Ort des Geschehens zu begeben, doch zum Glück stieß mein Anliegen beim fast schon ebenso duft- wie fotobegeisterten Liebsten auf keinerlei Widerstand.

Die Gartenlandschaft von Le Roche-Jagu gilt als herausragendes Werk zeitgenössischer Landschaftsarchitektur und verbindet auf sehr beeindruckende Weise mittelalterliche und moderne Elemente. In diese besondere Umgebung eingebettet sind bereits außerhalb des Schlosses faszinierende Exponate, die auf die duftende Ausstellung im Inneren hinweisen. So wirken überdimensionierte geflochtene "Parfumflacons" wie von Riesenhand auf dem Rasen vergessen, entschweben einem Duftbrunnen zart parfümierte Schwaden und machen neugierig auf die Schätze, die im märchenhaften Gemäuer auf uns warten.

Vom Erdboden bis hinauf in das ausgebaute Dach begeben wir uns auf eine Reise, die in der Antike beginnt und den Bogen der olfaktorischen Leidenschaften von Griechen, Römern, Pharaonen über die diversen Abschnitte des Mittelalters, durch wasserscheue Zeiten hinein in die jüngere Vergangenheit und Gegenwart schlägt. Viel Geschichte ist zu erfahren, doch noch mehr kostbare Kleinodien sind zu bewundern in den liebevoll ausgestatteten und mit ebenso viel Phantasie wie Hingabe arrangierten Vitrinen und Ausstellungskästen – nicht nur das Auge schwelgt, auch die Nase hat ihre helle Freude an den Zerstäubervorrichtungen, die das Kennenlernen großartiger Klassiker wie "Jicky" ebenso wie unbekannterer Creationen ermöglichen.

Natürlich stehen die großen französischen Häuser Guerlain, Molinard, Patou und andere im Fokus, doch Seite an Seite finden sich Creationen aus Mainstream und Nische, steht Dior neben Pierre Guillaume mit der Parfumérie Générale und Huitième Art, findet sich Hermès neben L’Artisan Parfumeur.

Wir erfahren bisher Unbekanntes über frühere und moderne Produktionsmethoden, spüren den verästelten Zweigen der Duftfamilien nach und bestaunen die schwebenden "Stammbücher", in denen etwa die diversen Chyprearten in Wort und Duft(beispiel) vorgestellt und erklärt werden. Ich vergesse die Zeit in der Bibliothek, in der ungezählte Bücher zum Thema Parfum zusammengetragen worden sind, und möchte am liebsten in der folgenden Nacht ins Schloß einbrechen, um ganz in Ruhe die Hunderte von Duftstoffen zu erschnuppern, die sich in Reih und Glied in dicht verschlossenen Alubehältern dem Zugriff der Besucher verweigern.

Irgendwann ist die Öffnungszeit um, müssen wir das Schloß und seine Schätze verlassen – bedauernd und zugleich randvoll mit großartigen Eindrücken, die ich hier und jetzt gern mit Euch teilen möchte. Leider lassen sich keine Fotos in den Text einfügen, doch im Album kann man sich gut ein Bild machen.

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