PureNeugierPureNeugiers Parfumblog

Endlich ist es soweit! Nach einer gefühlten Ewigkeit startet heute (bzw. bei uns in Deutschland morgen) die finale Staffel der Fantasy-Serie Game of Thrones.

Wer wie ich begeisterter Zuschauer und/oder Leser der Geschichten rund um die Familien Stark, Targaryen, Lannister und Baratheon ist, der taucht automatisch tief in die Welt von Westeros ein, begleitet die Protagonisten bei ihren Abenteuern auf Schritt und Tritt und nimmt das Geschehen mit allen Sinnen war.

Na ja, nicht wirklich mit allen Sinnen... Doch man stellt sich natürlich eine Menge vor ;-)

Im echten Leben trägt der Duft eines Menschen durchaus dazu bei wie er von seiner Umwelt wahrgenommen wird und für mich als Nasenmensch ist der Eigengeruch einer Person untrennbar mit meinem Gesamteindruck von eben jener Person verbunden. Doch leider gibt es ja noch kein Geruchsfernsehen, was uns Zuschauern erlauben würde unsere Helden und Schurken aus dem Lied von Eis und Feuer olfaktorisch zu erfassen.

Natürlich ist das manchmal auch besser so, erinnern wir uns nur an die Szenen in denen der gutherzige Samwell Tarly in der ersten Zeit seiner Ausbildung zum Maester in der großen Zitadelle fortwährend Nachttöpfe leeren muss.

Doch nehmen wir ruhig ihn als Beispiel. Wenn wir ihm den Duft eines Parfums entsprechend seines Charakters und seiner äußeren Erscheinung in der Serie zuordnen müsste, wonach würde Samwell Tarly dann für uns riechen?


Bei ihm fällt es mir z.B. äußerst schwer mir einen passenden Parfumduft vorzustellen, der ihn gut wiederspiegelt, während ich es bei manch anderem schon leichter finde.

Beispielsweise Cersei Lennister:

Sie könnte für mich absolut nach „Mortal Skin“ duften: Wandelbar, süß, herb, pudrig, verführerisch und Distanz gebietend zugleich!

Doch Game of Thrones dient hier nur als Aufhänger, denn Ihr habt ja vielleicht ganz andere Lieblingsserien und Filme und möchtet auch eure Lieblingsfiguren darin mit einem passenden Duft zum Leben erwecken. Und genau hier beginnt das

Game of Scents

Nach welchen Parfums duften für Euch die Charaktäre aus Euren Lieblings-Fernsehserien oder Lieblingsfilmen??

Ich freue mich auf rege Beteildigung von Euch und bin gespannt welche Parfums Ihr Euren liebsten Serien- und Filmfiguren zuordnen würdet und warum.

Und denkt dran, JEDER ist riechenswert! Ob nun der Hulk aus den Marvel-Filmen, Rhett Butler aus Vom Winde verweht, Major Margaret „Hotlips“ Houlihan aus M*A*S*H oder Lucy Westenra aus Bram Stoker‘s Dracula ... Ob Haupt- oder Nebencharaktäre, jeder zählt und vielleicht wird unser aller Fernseherlebnis dadurch noch lebendiger. Also je mehr Ideen Ihr habt, desto besser!

In diesem Sinne, viel Spaß beim Game of Scents!


14 Antworten
Vor 159 Tagen
35 Auszeichnungen

Es ist schon eine ganze Weile her, dass alltäglichere Duftnoten wie Rose, Iris, Moschus, Oud, Zitrone, Bergamotte etc. uns noch beeindrucken konnten...

Nein, Spaß beiseite! Natürlich können Sie das nach wie vor. Um sich jedoch von der groben Masse abzuheben greifen immer mehr Parfümeure auf immer ungewöhnlichere Duftbausteine zu, um ihre Duftkreationen noch einmaliger zu machen. Oft sind es sogar Komponenten, die man solo gerochen vielleicht gar nicht als so angenehm empfinden würde wie z.B. Teer, Latex oder Tinte. Doch Meister der Parfümeurskunst nutzen eben jene sonderbaren Duftnoten um ihren Duft gewordenen Ideen noch mehr Raffinesse zu verleihen und sie für uns Parfümliebhaber noch interessanter zu machen. Aber das ist es nicht nur!

Manchmal macht der winzige Hauch von "Gestank" einen Duft erst richtig gut und authentisch und verleiht ihm das gewisse Etwas.

Haben wir nicht alle schon mal einen Geruch gemocht, wenn nicht sogar geliebt, der ganz scheußlich und faszinierend zugleich war/ist.

Für dieses Phänomen gibt es einige einfache Beispiele, wie den Parmesankäse der der berühmten Mirácoli-Spaghetti-Packung beiliegt und der ganz eindeutig nach Erbrochenem riecht und dennoch gut schmeckt obwohl er zugleich auch so schmeckt wie er riecht. Oder die Durian-Stinkfrucht, deren Transport im Passagierraum eines jeden Flugzeugs aufgrund ihres penetranten Gestanks nach ranzigem Käse, Schweißfüßen und Erbrochenem strikt untersagt ist und die dennoch Dank ihres Vanillepudding ähnlichen Geschmacks als Delikatesse von vielen hoch geschätzt wird, trotz der Tatsache, dass sie auch während des Verzehrs noch genauso stinkt wie davor.

Da stellt sich doch die Frage: Ist Gestank wirklich Gestank? Oder ist Gestank nur ein Duft am falschen Ort oder zur verkehrten Zeit, so wie Dreck nur Substanz in der falschen Umgebung ist?

Es gibt natürlich auch persönlichere Varianten dieser "Gestanksvorlieben".

In meiner Kindheit beispielsweise war an das Haus in dem ich aufwuchs eine Garage angebaut. Meine Mutter parkte ihr Auto jedoch eher selten (meist nur im Winter) dort und nutzte besagte Garage stattdessen eher als Abstellschuppen für allerlei Gartengeräte, Dünger, übrig gebliebene Lacke, Farben, Terpentin, eben alles was vielleicht nochmal zum Einsatz kommen könnte oder zumindest bis zum nächsten Sperrmüll irgendwo untergebracht werden musste, Werkzeuge, je nach Jahreszeit die Sommer- oder Winterreifen und so weiter und sofort. Sobald man das Garagentor öffnete, strömte einem ein ganz bestimmter Geruch entgegen. Für mich roch es muffig, ein wenig nach Fäulnis und Moder, staubig, rostig und (warum auch immer) ein Bisschen wie ein frisch geöffnetes Glas Gewürzgurken. Alles in allem eigentlich ganz und gar kein angenehmer Geruch, doch ich liebte ihn! Ich sog ihn ein und genoss jedes einzelne Duftpartikelchen dieser absonderlichen Mischung und weiß bis heute nicht was genau es nun war, was mir so gut daran gefiel. Dennoch kann ich die Erinnerung an diesen speziellen Duft immer wieder in mir wach rufen. Er ist für mich unvergessen und ich liebe ihn nach wie vor, obwohl ich ihn nicht als schönen Duft bezeichnen würde, eher ganz im Gegenteil!

Warum also macht bei so vielen Düften der Mief im Duft den Duft erst zum unbeschreiblichen Erlebnis für uns? Und ahmen clevere Parfümeure eben diese kleinen Ungereimtheiten evtl. bloß deshalb immer häufiger nach, um uns ihre Schätze zugänglicher zu machen, damit sie für uns lebendiger duften oder uns an "Düfte aus dem echten Leben" erinnern (denn wie schon Mel Brooks einen seiner Filme betitelte: Das Leben stinkt!) und uns dadurch vertrauter erscheinen und tiefer berühren?

Wie verrückt kann es dabei überhaupt zugehen, was ist noch genial und was ist schon abartig, wo hört es dann wirklich auf und fängt an uns im wahrsten Sinne des Wortes zu stinken? Was sind die irrsinnigsten und absurdesten Duftnoten, die euch bisher bei Parfüm untergekommen sind? Oder habt ihr vielleicht, so wie ich, auch einen ganz persönlichen Lieblingsgestank?

Denkt mal drüber nach!

In diesem Sinne, nicht stinkig werden, oder vielleicht besser doch... ;-)


37 Antworten
Vor 170 Tagen
27 Auszeichnungen

Fast jeder von uns hat ihn bereits erlebt, den Wow-Effekt!

Man befindet sich an einem x-beliebigen Ort, mag es in der Einkaufspassage beim Nachmittagsshopping sein oder vielleicht abends beim Feiern in der Discothek und plötzlich tritt er ein, der Wow-Effekt. Wobei es für das Wow in diesem Fall eine ganz konkrete Übersetzung gibt: „Wer oder was“ duftet hier so verdammt gut?!

Es ist der Moment, wo eine Person (meist weiblichen oder männlichen Geschlechts) die Szenerie betritt und sich augenblicklich ein Großteil der anderen Anwesenden ganz unwillkürlich nach ihr umdreht. Nicht weil der- oder diejenige besonders auffallend zurecht gemacht wäre oder sonst optisch in irgendeiner Form herausstechen würde, sondern weil diese Person von einer einzigartigen Duftaura umgeben ist, die so gut wie alles um sich herum in ihren Bann zieht.

Selbstverständlich sprechen wir hier nicht von der klassischen Duftwolke, wie sie ein Pepé Le Pew im BugsBunny-Cartoon hinter sich her zieht und auch nicht von der Sorte Raum einnehmender Düfte derer sich, ob ihrer allgegenwärtigen penetranten Präsenz, keine Nase erwehren kann. Nein! Wir sprechen hier von dieser ganz speziellen, subtilen Duftaura, die einen bereits gefangen genommen hat ehe man sich ihrer überhaupt so richtig bewusst wird. Der man vollkommen ohnmächtig ausgeliefert ist, die einerseits verwirrend und zugleich derart dominant über das eigene Handeln gebietend von einem Besitz ergreift, dass man sich quasi selbst dabei zusehen kann wie man sich, alle Sinne wie ferngesteuert sensorisch abtastend, erst mit der Nase, dann mit den Augen und dem restlichen Körper voller (häufig auch sexuellem) Verlangen in Richtung der Duftquelle ausrichtet...

Was ist das Geheimnis eines solchen Duftes? Was sorgt dafür, dass häufig so viele unterschiedliche Individuen gleichermaßen stark auf einen derartigen Duft anspringen? Liegt das Geheimnis vielleicht wieder mal nur in den so häufig verdächtigten Pheromonen? Oder könnte der Wow-Effekt evtl. durch die absolute Symbiose eines Duftes mit seinem Träger/seiner Trägerin hervorgerufen werden? Oder liegt das Geheimnis vielleicht im Duft an sich, in Kreationen die in sich dermaßen fein abgestimmt sind, dass kaum eine Nase umhin kommt sie als vollkommen zu erkennen und wir Nasenträger uns deshalb auf diese unwiderstehliche Weise zu ihr hingezogen fühlen?

Sind euch Düfte bekannt, auf die ihr schon einmal in dieser Art reagiert habt? Konntet ihr vielleicht sogar schon mal ein bestimmtes Parfum identifizieren, dass in euch ein unbändiges Verlangen, eine tiefe Sehnsucht oder dergleichen geweckt hat? Ein Duft der euch bis unter die Haut gekrabbelt ist und nichts anderes in euch ausgelöst hat als den unbezwingbaren Gedanken „Egal wer du bist, ich will dich! Jetzt! Sofort! Und gleich danach nochmal!“

Gibt es ihn wirklich, DEN Wow-Effekt oder sind wir Nasenmenschen vielleicht doch nur viel zu leicht manipulierbar...?


In diesem Sinne, man riecht sich ;-)



10 Antworten
Vor 6 Monaten
20 Auszeichnungen

Habe mich heute zum ersten Mal so richtig mit dem Abfüllen von Parfums befasst und mich gefragt was wohl schlussendlich die sauberste und vor allem praktischste Methode ist.

Hat man so einen Reisezerstäuber wie den von „Travalo“ geht das Umfüllen natürlich denkbar einfach: Sprühkopf vom Originalflakon abziehen, Reisezerstäuber aufstecken, lospumpen, fertig! Saubere Sache! Ok, blöd wird‘s bei eben diesen Zerstäubern, wenn man sie mal mit einem anderen Duft befüllen möchte, denn mal eben so ausspülen lassen sich die Dinger nicht. Also vielleicht doch lieber zu den klassischen Testerflakons aus Glas oder Plastik greifen? Die lassen sich zumindest vernünftig auswaschen. Nur wie befüllt man sie denn jetzt am besten? Mit Pipette oder Spritze funktioniert natürlich prima vorausgesetzt der Originalflakon lässt sich einfach aufschrauben, so dass man an den Inhalt ran kommt. Doch was ist mit den Flakons die das nicht mit sich machen lassen? Da bleibt dann ja nur das Abfüllen per Sprühstoß und da ist es ganz offensichtlich eine Frage des Geschicks, ob einem das Umfüllen in den Reisezerstäuber eher unter zur Hilfe nahme eines Minitrichters gelingen will oder ob man nicht doch besser gleich direkt in den Reisezerstäuber sprühen sollte...

So oder so, da kann immer einiges daneben gehen und deshalb hab ich mich gefragt, ob es nicht noch andere Möglichkeiten gibt und bin bei meiner Recherche auf die simpelste Idee überhaupt gestoßen:


Es gibt also Sprühköpfe die extra dem Zweck dienen Parfum umzufüllen! Doch wieso um alles in der Welt gibt es die nicht überall?!? Bin ich denn zu blöd das Internet richtig zu nutzen oder kann es wirklich angehen, dass diese kleinen Helferlein tatsächlich so gut wie nur im Ausland angeboten werden? Wieso nicht in der großen Bucht oder bei einem der weltgrößten Onlinehändler überhaupt, deren Weihnachtswerbung momentan wieder allgegenwärtig ist? Gibt es vielleicht irgendwo ein Monopol auf Umfüllsprühköpfe von dem ich noch nichts gehört habe oder sind diese Teile schlichtweg zu simpel um für deutsche Verbraucher interessant zu sein?

Warum nur immer so kompliziert, wenn es doch so einfach geht?!

In diesem Sinne, frohes Sprühen

17 Antworten