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Top Rezension
Adams Memento mori: Klappe, die nächste!?
Das Studium der Parfümwelt kann gewissermaßen in Arbeit ausarten und zahlt sich obendrein nicht immer aus, nötigt sogar zuweilen zum Streit, wenn bestehende Grundfeste, durch missratende Versatzstücke einer vermeintlichen Kunst, ins Wanken geraten.
Man kann nicht über die Marke Areej Le Doré sprechen und von dem Konflikt schweigen, der sich an ihr entzündet. Die vor kurzem erschienene Classic Collection (im Bundle) ist nicht weniger als der Versuch einer detaillierten Neudarstellung dessen, was in den letzten Jahren in der Parfümszene zu (vermeintlichen) Klassikern avanciert ist und gestattet zugleich einen kritischen Blick auf das Gewordensein der Marke selbst.
Areej Le Doré war zu seinen Anfangszeiten eine sehr spannende Artisan-Marke, derentwegen es sich für viele lohnte, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, wurde doch ein einmaliges Dufterlebnis versprochen. Relativ zügig entfaltete sich ein gewisser Hype um Marke und Person, nicht zuletzt infolge der limitierten Veröffentlichungspolitik, die vielerorts in einem weichgespülten Elitismus gipfelte, der die Flakons zusehends als Prestigeobjekte verklärte. Infolgedessen ist die Marke gefühlt zur Kontrastfolie von verblendeten Hype-Befürwortern und Sammler-Fetischisten verkommen, die das "Resell-Ding" im Parfümsegment erst so richtig salonfähig gemacht haben - Danke dafür! Und obwohl schon nahezu jeder Spatz von den Dächern der Republik aus den Abgesang mindestens einmal pfiff, wird jedes Mal aufs Neue den Veröffentlichungen heiß entgegengefiebert und der Szenerie wie einer Sekte geradezu betriebsblind beigewohnt.
Es liegt eine gewisse Tragik und eine nicht weniger nervige, aber in jedem Fall aufschlussreiche Ironie darin, dass die Art und Weise, wie Adam seine Neuveröffentlichungen in Videos ankündigt, der eines altehrwürdigen Staatsmannes gleicht, der aus seinen Memoiren gedanklich vorträgt, während die Eule der Minerva zum Sturzflug ansetzt. Die letzten Jahre generierte sich Adam immer mehr als Chronist in eigener Sache, der auszog, um die Katastase zu vollenden. Die selbstreferentielle Genügsamkeit, die er dabei an den Tag legt, wirkt aufgrund der stets gleichen Kameraeinstellung wie zu einem Gemälde stilisiert und irgendwie aus der Zeit geworfen.
So sehr sich die Marke damals vom Rest abhob, so sehr sei an dieser Stelle betont, wie wenig der (künstlich hochgetriebene) Preis über die eigentliche Qualität aussagt, wenngleich es nicht wenige gibt, die in Russian Oud Extrait de Parfum einen eigenständigen Platzhirsch, eine zeitgenössische Replik zum Thema Nische sehen. Man mag daher gewillt sein, der vorangegangenen Aussage ein "Aber" beizupflichten, nur hat sich reichlich Überschuss im Vergangenen angehäuft; bereits hierüber ließe sich vieles sagen. Und nicht wenige betonen mit Nachdruck, wie sehr dieser Durststrecke ein unermüdliches Zaudern vorausging, dessen Ende nunmehr zeitnah erfolgen soll.
Ich behaupte nicht, Adam hätte hier den letzten kläglichen Krümel zusammengekratzt, um noch einmal richtig Kasse zu machen. Jedoch sind gewisse Abnutzungserscheinungen nicht von der Hand zu weisen. Und wem daran gelegen ist, etwas Neues im Alten zu suchen, dem sind entweder die Ideen ausgegangen oder schlichtweg die Umweltfaktoren zu viel geworden, unter denen das eigene Dasein kümmerlich dahinsiecht. So wirkte schließlich auch die Forderung der Fans reizvoll genug, um ihr endlich nachzukommen.
Unterlegt mit einer Wagenladung voll Kakao wirkt die Neuauflage fast schon hermetisch dicht verblendet. Vornehmlich wohl, um der Herznote mehr Gewicht und Tragweite zu verleihen, die durch das Laster einer allzu schweren Basis häufig in den Hintergrund gerückt wird. Gelingen will dies jedoch nicht, auch nicht im distinktiven Sinne. Die Kakaonote zerschrotet die Einteilung einer Duftpyramide, führt diese geradezu ad absurdum. Die Virtuosität, mit der Adam noch im Original zwischen den einzelnen Ebenen der Duftpyramide changierte, geht dem Nachfolger in Gänze ab. Die pudrige Trockenheit des Kakaos ist übermächtig. Womöglich liegt es an der Oud-Auswahl oder den balsamischen Noten, die altersmilde zurücktreten; eventuell sogar an beidem. Zumindest überrascht bin ich von der weiträumigen Sillage, die für diese Marke geradezu untypisch ist. An dieser Stelle wird womöglich eine gewisse Anpassung oder Neuausrichtung an die Markterfordernisse deutlich, von denen sich auch ein Russian Adam nicht mehr vollauf freisprechen kann.
Russian Oud II ist beileibe kein schlechter, aber eben auch kein wirklich gut komponierter Duft. Handwerklich wirkt er unausgegoren bis unvorteilhaft (abgestimmt). Daran ändern auch der vermeintlich große Name und der Erfahrungshorizont des verantwortlichen Kopfes dahinter nichts, der wie ein Damoklesschwert über letzteren kreist.
Für mich persönlich ist das hier gewissermaßen ein versöhnlicher Abschluss, mit einer Marke, der es in den letzten Jahren nicht gelang, sich in der Breite entschieden weiterzuentwickeln. Zumindest in keine Richtung, die mir wirklich zugesagt hat. Der Leuchtturm erwies sich zu häufig als Irrlicht, das vermeintliche Leuchten in der Nacht glich bestenfalls dem weit entfernter, bereits ausgebrannter Sterne und ist nur ein Echo längst vergangener Tage. Die Enttäuschung wirkt umso schwerer, je bedeutsamer das aktuelle Release dargestellt wird, was es im Kern nicht ist.
Man kann nicht über die Marke Areej Le Doré sprechen und von dem Konflikt schweigen, der sich an ihr entzündet. Die vor kurzem erschienene Classic Collection (im Bundle) ist nicht weniger als der Versuch einer detaillierten Neudarstellung dessen, was in den letzten Jahren in der Parfümszene zu (vermeintlichen) Klassikern avanciert ist und gestattet zugleich einen kritischen Blick auf das Gewordensein der Marke selbst.
Areej Le Doré war zu seinen Anfangszeiten eine sehr spannende Artisan-Marke, derentwegen es sich für viele lohnte, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, wurde doch ein einmaliges Dufterlebnis versprochen. Relativ zügig entfaltete sich ein gewisser Hype um Marke und Person, nicht zuletzt infolge der limitierten Veröffentlichungspolitik, die vielerorts in einem weichgespülten Elitismus gipfelte, der die Flakons zusehends als Prestigeobjekte verklärte. Infolgedessen ist die Marke gefühlt zur Kontrastfolie von verblendeten Hype-Befürwortern und Sammler-Fetischisten verkommen, die das "Resell-Ding" im Parfümsegment erst so richtig salonfähig gemacht haben - Danke dafür! Und obwohl schon nahezu jeder Spatz von den Dächern der Republik aus den Abgesang mindestens einmal pfiff, wird jedes Mal aufs Neue den Veröffentlichungen heiß entgegengefiebert und der Szenerie wie einer Sekte geradezu betriebsblind beigewohnt.
Es liegt eine gewisse Tragik und eine nicht weniger nervige, aber in jedem Fall aufschlussreiche Ironie darin, dass die Art und Weise, wie Adam seine Neuveröffentlichungen in Videos ankündigt, der eines altehrwürdigen Staatsmannes gleicht, der aus seinen Memoiren gedanklich vorträgt, während die Eule der Minerva zum Sturzflug ansetzt. Die letzten Jahre generierte sich Adam immer mehr als Chronist in eigener Sache, der auszog, um die Katastase zu vollenden. Die selbstreferentielle Genügsamkeit, die er dabei an den Tag legt, wirkt aufgrund der stets gleichen Kameraeinstellung wie zu einem Gemälde stilisiert und irgendwie aus der Zeit geworfen.
So sehr sich die Marke damals vom Rest abhob, so sehr sei an dieser Stelle betont, wie wenig der (künstlich hochgetriebene) Preis über die eigentliche Qualität aussagt, wenngleich es nicht wenige gibt, die in Russian Oud Extrait de Parfum einen eigenständigen Platzhirsch, eine zeitgenössische Replik zum Thema Nische sehen. Man mag daher gewillt sein, der vorangegangenen Aussage ein "Aber" beizupflichten, nur hat sich reichlich Überschuss im Vergangenen angehäuft; bereits hierüber ließe sich vieles sagen. Und nicht wenige betonen mit Nachdruck, wie sehr dieser Durststrecke ein unermüdliches Zaudern vorausging, dessen Ende nunmehr zeitnah erfolgen soll.
Ich behaupte nicht, Adam hätte hier den letzten kläglichen Krümel zusammengekratzt, um noch einmal richtig Kasse zu machen. Jedoch sind gewisse Abnutzungserscheinungen nicht von der Hand zu weisen. Und wem daran gelegen ist, etwas Neues im Alten zu suchen, dem sind entweder die Ideen ausgegangen oder schlichtweg die Umweltfaktoren zu viel geworden, unter denen das eigene Dasein kümmerlich dahinsiecht. So wirkte schließlich auch die Forderung der Fans reizvoll genug, um ihr endlich nachzukommen.
Unterlegt mit einer Wagenladung voll Kakao wirkt die Neuauflage fast schon hermetisch dicht verblendet. Vornehmlich wohl, um der Herznote mehr Gewicht und Tragweite zu verleihen, die durch das Laster einer allzu schweren Basis häufig in den Hintergrund gerückt wird. Gelingen will dies jedoch nicht, auch nicht im distinktiven Sinne. Die Kakaonote zerschrotet die Einteilung einer Duftpyramide, führt diese geradezu ad absurdum. Die Virtuosität, mit der Adam noch im Original zwischen den einzelnen Ebenen der Duftpyramide changierte, geht dem Nachfolger in Gänze ab. Die pudrige Trockenheit des Kakaos ist übermächtig. Womöglich liegt es an der Oud-Auswahl oder den balsamischen Noten, die altersmilde zurücktreten; eventuell sogar an beidem. Zumindest überrascht bin ich von der weiträumigen Sillage, die für diese Marke geradezu untypisch ist. An dieser Stelle wird womöglich eine gewisse Anpassung oder Neuausrichtung an die Markterfordernisse deutlich, von denen sich auch ein Russian Adam nicht mehr vollauf freisprechen kann.
Russian Oud II ist beileibe kein schlechter, aber eben auch kein wirklich gut komponierter Duft. Handwerklich wirkt er unausgegoren bis unvorteilhaft (abgestimmt). Daran ändern auch der vermeintlich große Name und der Erfahrungshorizont des verantwortlichen Kopfes dahinter nichts, der wie ein Damoklesschwert über letzteren kreist.
Für mich persönlich ist das hier gewissermaßen ein versöhnlicher Abschluss, mit einer Marke, der es in den letzten Jahren nicht gelang, sich in der Breite entschieden weiterzuentwickeln. Zumindest in keine Richtung, die mir wirklich zugesagt hat. Der Leuchtturm erwies sich zu häufig als Irrlicht, das vermeintliche Leuchten in der Nacht glich bestenfalls dem weit entfernter, bereits ausgebrannter Sterne und ist nur ein Echo längst vergangener Tage. Die Enttäuschung wirkt umso schwerer, je bedeutsamer das aktuelle Release dargestellt wird, was es im Kern nicht ist.
37 Antworten


Für mich hat Adam mit dem classic release etwas großartiges geschaffen und möchte damit die Liebhaber der ursprünglichen Düfte zufrieden stellen... wie mich ☺️
Dass er die selben Preise wie damals geboten hat sprich meiner Meinung nach für sich bzw. für Adam.
Dass die neuen classics nicht identisch sind, wie die damaligen, ist auch logisch und für mich pers. auch gut so.. die verwendeten Rohstoffe sind rar und machen jede Collection einzigartig..
Was ich aber auch sagen muss ist, dass mir persönlich die collaboration Düfte nicht so zusagen, aber das ist natürlich reine Geschmacksache 🤭 ich hoffe auf weitere classic releases und neue Kreationen von Adam himself, ohne collaborationen 🤭
Die Kollabos gefielen mir auch weniger, so wie die ganze Indien Geschichte. Aber die alten DNA's liebe ich.
Du hast virtuos in wenigen Sätzen ein Massenphänomen plausibel erläutert. Respekt!
Nicht die Harze, nicht das „Oud“ der Komposition an Kakao gehen runter wie Öl, es sind Deine ätherisch erleuchteten Gedanken!
Großartig!
Danke Dir!
Mit dem Release hat er sich meiner Meinung etwas gerettet. Nach dem die letzten Mager wahren hat es ja diesmal doch noch etwas gegeben, womit ich doch eher zufrieden bin und hoffe dass sich das gesagte nicht in Zukunft bewahrheitet, für mich ging es nach Manly/AA2 Berg ab..
Das Release gibt mir doch wieder zu hoffen auch wenn der ein oder andere nicht ganz meinen Erwartungen entspricht.
Adam hatte lange nach einem geeigneten Oud für RO2 gesucht weil es von der Community heiß begehrt war, ganz meinen Erwartungen entspricht es auch nicht aber man kann sagen es stellt zufrieden.
Zudem Russian Oud meiner Meinung nach sowieso zu unrecht einen Wahnsinns Hype hatte den ich nicht nachvollziehen kann.
Ich finde Walimah 2 ist ein Volltreffer, auch Ottoman Empire (OE kannte ich keinen bisher)
Die Preise der Reseller sind eine Frechheit, und wieso auch immer wieder die gleichen kommen liegt auch an der Community einerseits. Da bin ich aber auch dran schuld.
Wenn Leute nach AA, RM, W&P, etc. fragen und wenn die Nachfrage danach so hoch ist, ist es unwahrscheinlich dass er sich darauf nicht einlässt.
Wir alle wollen doch den ein oder anderen um einen vernünftigen Preis wieder. Deswegen glaube ich das auch die Nachfrage bei Adam selbst so hoch ist. Adam ist ein offener Mensch, seine Film Künste sind zwar eigen, aber Anfangs regte man sich auf dass er sich nicht zeigt, und dann wird über seine Film Künste gespottet wenn er sich zeigt.
Schade dass man über sowas überhaupt urteilen muss, ich finde seine Videos Klasse.
Vielleicht sollte sich die Community (einschließlich mir) mal bei Adam melden und über unsere sorgen an dem Haus mitteilen.
Das auch mal wieder was neues ausgefallenes kommt, womit er auch schließlich seinen Hype bekommen hatte. Dieses Release aufjedenfall hat bei mir wieder Hoffnungen geweckt, dass es in die richtige Richtung geht. Aber selbst ich will den ein oder anderen Classic aber keine Unsummen dafür bezahlen.
Stark, einfach nur stark. Du sprichst mir mit jedem Wort aus der Seele.
Die Klammern bei “vermeintlichen“ Klassikern kannst du ruhig weglassen, denn wie können denn bitte die Urversionen, welche gerade mal 2-6 Jahre alt sind, schon als richtige Klassiker gelten ? So einen Titel verdient man sich über einen viel längeren Zeitraum. Hier ist das einfach nur viel heiße Luft, die durch ein übertriebenes Rumgehype von gierigen Resellern & einem Mann mit schlechteren Videobearbeitungs-Skills als 5.Klässler entstanden ist.
Die Entwicklung ist wie du sagst absolut traurig, sowohl bei Russian Adam, als auch seinen Fans. Beide sind in meinen Augen einfach nur geldgeil. Warum sonst beginnt man das selbe belanglose Rose-Oud-Gewürz Thema (Ottoman Empire) zum 4.mal neu & warum sonst werden Flakons vor offiziellen Verkauf bereits für einen übertriebenen Preis von Fans angeboten ? Mal abgesehen von den weitaus mehr übertriebenen Preisen nach Ausverkauf in Zukunft, da ALD vergleichsweise billiger
Stimmt schon das klang überspitzt & verallgemeinernd. Aber genau danach bin ich darauf näher eingegangen welchen Teil seiner Fans ich damit meine die Adam auch nicht gut findet. Ich hab selber Freunde die langjährige ALD Fans sind & respektiere sie natürlich.
Ich kann & will das bei dir nicht beurteilen. Ich weiß nicht für wieviel du Ottoman Empire 1, Oud Zen & andere ehemalige hoch gehandelte ALD aus deiner hatte ich Liste angeboten hast aber wenn es nah an UVP war Respekt. Wenn nicht auch ok da hast du dich wahrscheinlich einfach nur dem bereits über Jahre entwickelten angepasst was dein gutes Recht ist & mich nichts angeht.
Diese Leute aber die bei einem neuen frisch gesprühten Release 10/10 sagen & direkt anbieten also echt sowas ist geldgeil & nicht nur auf Parfumo. Adams Community ist ja nicht nur Deutschland & auch außerhalb hab ich viel schlimmeres erlebt. Aber das würde hier wahrscheinlich direkt gelöscht werden aber wenns dich interessiert schreib mir privat.
Danke für die nette und verständnisvolle Antwort! Möchte auch nochmal betonen, dass ich deine/eure Kritik auch total verstehe. Ich hoffe ich klang nicht zu schnippisch. Mein 1 Monate alter Sohn hat mich gestern nicht viel schlafen lassen und das schwingt dann auch aufs Gemüt haha
Ganz liebe Grüße und btw: Toll geschriebene Antwort/Rezi!
dir mangelt es weder an Erfahrung, noch zähle ich dich da dazu. Du gehörst zu den wenigen Stimmen, die ich respektiere, was sich auch darin reflektiert, dass du die Düfte auch tatsächlich benutzt & genießt. In dem Sinne : Sei herzlich gegrüßt & viel Spaß mit den Düften ! Sie treffen deinen Geschmack einfach besser 👍🏼
als andere Artisans ist, und man bei dem aufgeblasenen Hype gerne mal 2-4 so viel verlangen kann, um den Gewinn maximal raus zu kratzen.
Das ist nicht Classic, hier fehlt jegliche Klasse !
Das ist nicht wahre Liebe, das sind übertrieben hochgehypte, mit lachhaften 9-10er Bewertungen beworfene & gehandelte Investments, die kaum gesprüht werden !
Würde mir ein Duft so gut gefallen & so verdammt qualitativ & besonders sein, würde ich ihn innerhalb von paar Monaten leer machen, und nicht kaum benutzt für das x-fache anbieten. 9-10 ist für mich fast schon heiraten. Einfach nur traurig, diese kurzen lovestories.
ALD & das ganze Drumherum sind für mich auch absolut gestorben.
Es gibt einfach viel bessere & spannendere Artisanhäuser. Das zählt viel mehr als der “gute“ Preis, der ohnehin mit der Zeit einfach nur maßlos übertrieben sein wird wegen Lügen. Wer auf das Rumgehype reinfällt & daraufhin sein Geld verbrennt, selber Schuld.
Danke für diese klasse Rezi !! 🏆
Dennoch ist es bei mir noch nicht soweit, dass ich dem Ruf widerstehen kann. 😅
Daher werde ich am Samstag versuchen, Glück zu haben. Vor allem weil ich den originalen Russian Oud extrem gut finde, aber die Preise leider jenseits von Gut und Böse sind.
Und ja leider geht es hier vielen nur noch um den Gewinn es wird sich nicht mehr überlegt welcher könnte mir überhaupt gefallen. Erinnert mich ein wenige an die Zeit wo das so mit Schuhen war, nur das es jetzt ALD trifft da hier schneller Profit möglich ist (es wurden schon vor Release Flakons 30% teurer angeboten)…
Nun zum Duft noch kurz. Habe hier eine Probe vom originalen Russian Oud und ich muss tatsächlich zugeben das ich den neuen besser finde, aber das ist ja auch nur Geschmackssache🙌
Ich war kurzzeitig auch sehr in Versuchung.Nach längerem Hadern denke ich,dass sich die wiederholt in sich selbst spiegelnde DNA einfach abgenutzt hat.
Kurz - es wird langweilig.