
JeanMarc
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JeanMarc
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6
Das Choco Borai 2-Komponenten System
Russian Oud ist insofern besonders, als es das Ergebnis jahrelanger Studien zur Vorbehandlung von Oud-Chips/-Spänen vor der eigentlichen Destillation ist. Das grundlegende Problem, dass Oud-Späne durch Einweichen in Wasser einen sehr muffigen und unangenehmen Geruch entwickeln, welcher über die Destillation ins Öl übergeht, konnte Russian Adam in Versuchsreihen bändigen. Der muffige Geruch resultiert aus unkontrolliertem mikrobiellem Bewuchs durch Pilze und Bakterien, welche sich im Wasser bzw. am Holz befinden. Durch kontrolliert erhöhte Wassertemperatur, tägliches Wasserwechseln und Kühlschrankreifung lässt sich der mikrobielle Befall jedoch bändigen, der Ertrag erhöhen und der Geruch enorm verbessern.
Im Zuge der Entwicklung von Ölen für Feel Oud experimentierte Russian Adam 2017 mit Oud-Spänen aus der Provinz Trat in Thailand. In den dort ansässigen Borai-Plantagen wurde ein besonderes, wenn auch kultiviertes Adlerholz verwendet. Der Clou von Russian Adams Vorgehen lag darin, die Borai-Späne 5 Monate lang u. a. in Kupfer-Vasen einzuweichen und dabei ständig Wassermenge und Wasserqualität zu überprüfen. Das Ergebnis war ein komplexes und tiefes Aroma. Bei der anschließenden Destillation wurde ein rotbraunes Öl erhalten mit Noten von Rauch, Sandelholz, Honig, Kastoreum und vor allem Schokolade. Das Choco Borai war geboren!
Das Öl wurde anschließend mit einem sanften, indischen Hindi-Oud kombiniert, welches die Schoko-Kopfnote nach einer Weile ablöst, aber eher einen gezähmten Barnyard-Charakter hat. Diese zwei Komponenten stellten den Motor bzw. das Herzstück von Russian Oud dar.
Das Choco Borai bringt also schon selbst diese leicht rauchige Kakao-Note mit. Diese wird nun nochmals mit etwas zusätzlichem Kakao verstärkt. Ergänzt wird das Ganze durch Guggul-Harz (indische Myrrhe), welches den rauchigen Charakter verstärkt und Süße hinzufügt. Ebenso hebt das Labdanum die Balsamik an. Die ledrigen, kastoreumähnlichen Aspekte des Ouds werden durch zusätzliches Bibergeil und Birkenteer verstärkt. Der Hirschmoschus spielt dabei eher mit dem indischen Oud zusammen.
Ich muss jedoch dazu sagen, dass ich den Duft mehrmals als Flakon besessen und zahlreiche Abfüllungen getestet habe. Ich habe hier das Gefühl, dass, obwohl der Duft nur einmal veröffentlicht wurde (mit 300 Flaschen à 50 ml), die Charge nicht einheitlich ist und sich der Duft schon farblich unterscheidet.
Die hellere Version (sehr häufig zu finden): mehr Moschus, mehr Kakao im Profil, weniger süßlich-balsamisch, weniger Guggul-Harz, deutlich mehr Barnyard/Animalik. Erinnert mehr an Russian Oud II.
Die dunklere Version (seltener): wesentlich balsamischer, süßer, oud-lastiger, etwas ledriger und in meinen Augen perfekt austariert. Erinnert mehr an den Attar und auch daran, wie Russian Oud von Russian Adam beschrieben wurde.
Wer ein Foto von beiden haben möchte, kann mir gerne schreiben.
Bei allen Versuchen gelang es Russian Adam jedoch nicht, eine zweite entsprechende Charge des berühmten Öls zu destillieren. Mutmaßlich ging sogar eine 50-kg-Späne-Charge in den Müll. Daher ist Russian Oud II keine Kopie der ersten Version, sondern eine Neuinterpretation, jedoch Lichtjahre vom eigentlichen Konzept entfernt.
Im Zuge der Entwicklung von Ölen für Feel Oud experimentierte Russian Adam 2017 mit Oud-Spänen aus der Provinz Trat in Thailand. In den dort ansässigen Borai-Plantagen wurde ein besonderes, wenn auch kultiviertes Adlerholz verwendet. Der Clou von Russian Adams Vorgehen lag darin, die Borai-Späne 5 Monate lang u. a. in Kupfer-Vasen einzuweichen und dabei ständig Wassermenge und Wasserqualität zu überprüfen. Das Ergebnis war ein komplexes und tiefes Aroma. Bei der anschließenden Destillation wurde ein rotbraunes Öl erhalten mit Noten von Rauch, Sandelholz, Honig, Kastoreum und vor allem Schokolade. Das Choco Borai war geboren!
Das Öl wurde anschließend mit einem sanften, indischen Hindi-Oud kombiniert, welches die Schoko-Kopfnote nach einer Weile ablöst, aber eher einen gezähmten Barnyard-Charakter hat. Diese zwei Komponenten stellten den Motor bzw. das Herzstück von Russian Oud dar.
Das Choco Borai bringt also schon selbst diese leicht rauchige Kakao-Note mit. Diese wird nun nochmals mit etwas zusätzlichem Kakao verstärkt. Ergänzt wird das Ganze durch Guggul-Harz (indische Myrrhe), welches den rauchigen Charakter verstärkt und Süße hinzufügt. Ebenso hebt das Labdanum die Balsamik an. Die ledrigen, kastoreumähnlichen Aspekte des Ouds werden durch zusätzliches Bibergeil und Birkenteer verstärkt. Der Hirschmoschus spielt dabei eher mit dem indischen Oud zusammen.
Ich muss jedoch dazu sagen, dass ich den Duft mehrmals als Flakon besessen und zahlreiche Abfüllungen getestet habe. Ich habe hier das Gefühl, dass, obwohl der Duft nur einmal veröffentlicht wurde (mit 300 Flaschen à 50 ml), die Charge nicht einheitlich ist und sich der Duft schon farblich unterscheidet.
Die hellere Version (sehr häufig zu finden): mehr Moschus, mehr Kakao im Profil, weniger süßlich-balsamisch, weniger Guggul-Harz, deutlich mehr Barnyard/Animalik. Erinnert mehr an Russian Oud II.
Die dunklere Version (seltener): wesentlich balsamischer, süßer, oud-lastiger, etwas ledriger und in meinen Augen perfekt austariert. Erinnert mehr an den Attar und auch daran, wie Russian Oud von Russian Adam beschrieben wurde.
Wer ein Foto von beiden haben möchte, kann mir gerne schreiben.
Bei allen Versuchen gelang es Russian Adam jedoch nicht, eine zweite entsprechende Charge des berühmten Öls zu destillieren. Mutmaßlich ging sogar eine 50-kg-Späne-Charge in den Müll. Daher ist Russian Oud II keine Kopie der ersten Version, sondern eine Neuinterpretation, jedoch Lichtjahre vom eigentlichen Konzept entfernt.
5 Antworten



Oud
Kakao
Bibergeil
Hirschmoschus
Labdanum
Birkenteer
indische Myrrhe
Sandelholz
Weihrauch
Zedernholz




Eggi37
Pluto
Caligari
Zauber600
PallasCC






































