Parco Palladiano XIV: Melagrana Bottega Veneta 2018
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Hilfreiche Rezension
Cassisissima grenadinissima – italienische Verwirrung
Er wird kommen, der nächste Juli, ganz sicher. Vielleicht werden wir uns wieder frei bewegen. Vielleicht aufs Fahrrad steigen und durch umhüllende Wärme über sonnengedämpfte Feldwege radeln, in den Wald hinein, Bundesländergrenzen überquerend, Ländergrenzen, und zurück nach Hause. Wer weiß das schon ...
Melagrana ist in diesem Monat geboren geworden. Der Zeit der schwarzen Johannisbeere. Ein Beerenduft von einer bezaubernden Simplizität wie die ganze Parco-Palladiano-Reihe, der er entstammt. Er changiert zwischen gepflückter Beere, grüne Strauchigkeit, Infusion und Marmelade, dabei sommerlich leicht, schwebend, unaufdringlich. Beerige Weichheit, Zartheit. Ein Dufteindruck midway zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit, der bei mir bei vielen anderen Düften der Reihe ebenfalls entstand, z.B. beim von mir geschätzten Quadrifoglio, Lauro, Olivo und anderen.
Doch halt!
Wirklich Johannisbeere? Das wäre nur die halbe Wahrheit. Denn „melagrana“ bedeutet Grantapfel. Kann man sich derart täuschen? Bereits beim Quadrifoglio („Kleeblatt“) wunderte ich mich, dass Basilikum die dominante Note ist und Klee meiner Nase nach nicht zu erschnuppern war. Hier verhält es sich ähnlich. Wo ist der Granatapfel, jene süß-bittere Frucht? Wo sind die Tannine? Wo ist die spritzige Fruchtigkeit, wo ich doch eher so etwas wie transparente Beerigkeit mit sanftgrüncremiger Begleitung rieche?
Ich sprühe mir den Duft nochmals auf und denke nach. Zugegeben, da ist eine gewisse Herbheit. Aber zum frisch aufgeschnittenen Granatapfel mag mich mein Dufteindruck einfach nicht führen. Vielleicht noch zum Grenadinesirup, aber nicht so pappsüß. Vielleicht soll dieser Duft auch einfach eine Abstraktion der Natur darstellen, eine Vereinfachung, Reduzierung, bei der Grenzen verschwimmen.
Sei‘s drum. Dieser Duft hat einen Kommentar verdient, auch wenn er hier eher eine Rarität ist. Er gefällt mir in seiner Schlichtheit und unbedingten Fröhlichkeit, die nicht laut ist. Als unisex nehme ich ihn übrigens nicht wahr, eher als Damenduft. Zu den Flakons der Reihe muss nichts mehr gesagt werden – die sind für mich persönlich konkurrenzlos. Aber das ist ja Geschmackssache.
Melagrana ist in diesem Monat geboren geworden. Der Zeit der schwarzen Johannisbeere. Ein Beerenduft von einer bezaubernden Simplizität wie die ganze Parco-Palladiano-Reihe, der er entstammt. Er changiert zwischen gepflückter Beere, grüne Strauchigkeit, Infusion und Marmelade, dabei sommerlich leicht, schwebend, unaufdringlich. Beerige Weichheit, Zartheit. Ein Dufteindruck midway zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit, der bei mir bei vielen anderen Düften der Reihe ebenfalls entstand, z.B. beim von mir geschätzten Quadrifoglio, Lauro, Olivo und anderen.
Doch halt!
Wirklich Johannisbeere? Das wäre nur die halbe Wahrheit. Denn „melagrana“ bedeutet Grantapfel. Kann man sich derart täuschen? Bereits beim Quadrifoglio („Kleeblatt“) wunderte ich mich, dass Basilikum die dominante Note ist und Klee meiner Nase nach nicht zu erschnuppern war. Hier verhält es sich ähnlich. Wo ist der Granatapfel, jene süß-bittere Frucht? Wo sind die Tannine? Wo ist die spritzige Fruchtigkeit, wo ich doch eher so etwas wie transparente Beerigkeit mit sanftgrüncremiger Begleitung rieche?
Ich sprühe mir den Duft nochmals auf und denke nach. Zugegeben, da ist eine gewisse Herbheit. Aber zum frisch aufgeschnittenen Granatapfel mag mich mein Dufteindruck einfach nicht führen. Vielleicht noch zum Grenadinesirup, aber nicht so pappsüß. Vielleicht soll dieser Duft auch einfach eine Abstraktion der Natur darstellen, eine Vereinfachung, Reduzierung, bei der Grenzen verschwimmen.
Sei‘s drum. Dieser Duft hat einen Kommentar verdient, auch wenn er hier eher eine Rarität ist. Er gefällt mir in seiner Schlichtheit und unbedingten Fröhlichkeit, die nicht laut ist. Als unisex nehme ich ihn übrigens nicht wahr, eher als Damenduft. Zu den Flakons der Reihe muss nichts mehr gesagt werden – die sind für mich persönlich konkurrenzlos. Aber das ist ja Geschmackssache.
4 Antworten
Aglianico vor 5 Jahren
Danke :) Da stimme ich zu. Natürlich ist der Preis ... puh. Aber irgendwie ist die Reihe wirklich konsequent und biedert sich nicht an.
Zauber600 vor 5 Jahren
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Erfahrungsgemäß erschließen sich die Palladianos erst nach mehrmaligen tragen obwohl sie auf den ersten Riecher so schlicht komponiert erscheinen .. für mich die einzige Reihe einer Marke in der es für mich keinen (obwohl sicher nicht alle meinen Vorlieben entsprechen) qualitativen oder olfakorischen Ausfall gibt. Pokälsche!
DOCBE vor 5 Jahren
Gefällt mir dein Kommentar, gerne gelesen. Und die Reihe hat wirklich einiges zu bieten.
Melisse2 vor 5 Jahren
Mir gefällt die Reihe auch, ist aber schwierig irgendwo zu testen.

