Wild-Hunt ist nun der dritte Erde-Duft von CB, den ich teste und mit Abstand der schönste. War bei Black March das Gewächshaus des Gärtner und bei Under the arbor einfach nur nasse Erde mit ein bisschen Holz das Thema, so verleiht mir Wild Hunt sofort das Gefühl des Aufatmens, das ich spüre, wenn ich einen dichten Mischwald betrete. Kühl und warm zugleich, so seltsam sich das anhört, ungemein aromatisch und umhüllend. In diesem Wald scheint die Sonne und zaubert mit goldenen Sprengseln ein Muster auf den satten, federnden Waldboden. Ja wenn ich genau hinrieche, dann höre ich sogar Vogelgezwitscher und auch wenn es in der Pyramide nicht angegeben ist, in diesem Wald blüht auch das ein oder andere Blümchen.
Das Thema Wald ist perfekt umgesetzt. Allerdings finde ich weder Wildes, noch einen Bezug zur Jagd in diesem Duft. Hier gibts keine Räuber und es modert auch nicht düster vor sich hin. Ich finde ihn auch nicht mystisch, sondern tröstlich und umhüllend. Tragen würde ich das Parfum durchaus, wohl auch wie Taake vor allem privat. Zulegen werde ich es mir nicht. Nicht weil ich es nicht haben möchte, sondern weil es so viele Düfte gibt, die ich mir mehr wünsche. Aber ich freue mich sehr, es kennen gelernt zu haben.