Armani Privé - Iris Céladon Giorgio Armani 2016
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Top Rezension
Spukschloß-Iris?
AugustAs Nase begegnet etwas stumpf Holzigen, das in der Kopfnote schon so prominent ist, dass ich nicht weiß ob es süßlich, kakaoig oder etwas muffig riecht. Nach einer Weile erkenne ich es: Patchouli. Patchouli mit Iris in Form von Puder = some kind of Muff, wenn auch nicht gaaanz unangenehm, eher mit ein wenig Kakao oder Kaffee oder Mehl o.ä. leicht (!) gourmandig. Nicht gerade blumig oder frisch die Kopfnote nach der ersten Viertelstunde.
Patchouli-Chlor-Iris. Wieder dieses Privé-Chlor, das mit nun schon ein paar mal zu oft begegnet ist.… Irgendwie dann aber doch gut. Ah, da ist Mate und Ambrette… Und wieder der Kardamom, der manchmal gar nicht so fern von seifig-salz-aquatisch riecht. Ist hier gut eingebunden. Trocken. leicht würzig, wieder ein Hauch Kakao.
Die Privés, die ich bisher probiert habe, haben so etwas leicht Geisterhaftes gemeinsam. Das wirkt anziehend, und AugustA findet sich deshalb immer mal wieder am Armani Privé Duft-Altar bei den Grünen wieder und riecht an den mittlerweile etwas ollen Glocken.
Mit geisterhaft meine ich: Ungreifbar, aber manchmal dabei auch penetrant.
Der hier ärgert nicht, man möchte ihm folgen wie er da auf der Haut herumschwebt in Bläulich-grünen Schleiern.
Dann wird der Duft trockener, der Puder nussig und blumig zugleich, hellbeige. Viel Besser.
Celadon ist eine grünlich-bläuliche Keramik Glasur, chinesisch, Mittelalter, in Europa nur sehr selten zu finden. Ein chinesischer Geist also. Die Farbe erinnert an Jade und der Duft spiegelt das wider. Ein Irisduft in Jadegrün. Der Patchouli stellt die Verbindung zwischen Blau und Grün, erdet. Holt das Blau über das Grün auf die Erde. Hier wandelt er nun, der chinesische Geist.
Im Spukschloss im Spessart gab es auch grüne Geister. Für Sie tun wir alles…! Dieser Duft ist aber das Gegenteil von schrill und polterig (wenn auch sensationell abgedreht für die Zeit), der hier ist feingeistig und hat Tiefe.
Ambrette und Mate scheinen den Patch etwas auszusteuern, der sich auf meiner Haut gleich so breit gemacht hat. Der Duft wird gefälliger mit etwas Abstand, aber beim direkten Riechen an der haut bleibt noch immer ein seltsam muffiger Touch, der mir nicht so richtig gefallen will.
Der Duft wird mit der Zeit aber auch angenehm pudrig. Die Iris verschmilzt schön mit dem Kakao, ohne ins Süße abzukippen. Er wird im Gegenteil dadurch sogar fast noch trockener und obwohl Puder eine Pflegekomponente ist, wird der Duft dadurch zugleich staubiger wie auch ätherischer. Eine zarte Hand greift nach mir und zieht mich hinüber ins Geisterreich. Lebt wohl…
Räusper, -- bin noch da.
Augusto findet: Riecht, wie wenn Porzellan zerbricht (oder Keramik). Ihm gefällt er am Ende besser als mir, mal sehen, wie der sich an ihm macht. Mir verströmt der Geist auf Dauer zu arg diese chlorige Note und hier noch mit Staub. Ich kann ihm einfach nicht so ganz ins Geisterreich folgen... Obwohl, er hat so seine Momente...
Erst die Basisnote wird bei mir cremig, pudrig weich und jetzt sehr angenehm, nicht ganz ohne Holz und ein wenig Würze. Wenn so der ganze Duft wäre, gefiele er mir gut.
Ich werde den im Winter wieder probieren. Er riecht irgendwie ja auch nach warmem Flausch-Pulli, den man gerade aus einer Kiste gezogen hat, eine Tasse Kakao in der Hand.
Das ist okay, aber nicht wirklich gut. Zu viel Kiste.
Die Privés sind offenbar einfach nicht meine Machart, obwohl ich es immer wieder versuche. Irgendwas ist immer stickig, muffig oder chlorig. Aber ich bin ja hartnäckig.
Patchouli-Chlor-Iris. Wieder dieses Privé-Chlor, das mit nun schon ein paar mal zu oft begegnet ist.… Irgendwie dann aber doch gut. Ah, da ist Mate und Ambrette… Und wieder der Kardamom, der manchmal gar nicht so fern von seifig-salz-aquatisch riecht. Ist hier gut eingebunden. Trocken. leicht würzig, wieder ein Hauch Kakao.
Die Privés, die ich bisher probiert habe, haben so etwas leicht Geisterhaftes gemeinsam. Das wirkt anziehend, und AugustA findet sich deshalb immer mal wieder am Armani Privé Duft-Altar bei den Grünen wieder und riecht an den mittlerweile etwas ollen Glocken.
Mit geisterhaft meine ich: Ungreifbar, aber manchmal dabei auch penetrant.
Der hier ärgert nicht, man möchte ihm folgen wie er da auf der Haut herumschwebt in Bläulich-grünen Schleiern.
Dann wird der Duft trockener, der Puder nussig und blumig zugleich, hellbeige. Viel Besser.
Celadon ist eine grünlich-bläuliche Keramik Glasur, chinesisch, Mittelalter, in Europa nur sehr selten zu finden. Ein chinesischer Geist also. Die Farbe erinnert an Jade und der Duft spiegelt das wider. Ein Irisduft in Jadegrün. Der Patchouli stellt die Verbindung zwischen Blau und Grün, erdet. Holt das Blau über das Grün auf die Erde. Hier wandelt er nun, der chinesische Geist.
Im Spukschloss im Spessart gab es auch grüne Geister. Für Sie tun wir alles…! Dieser Duft ist aber das Gegenteil von schrill und polterig (wenn auch sensationell abgedreht für die Zeit), der hier ist feingeistig und hat Tiefe.
Ambrette und Mate scheinen den Patch etwas auszusteuern, der sich auf meiner Haut gleich so breit gemacht hat. Der Duft wird gefälliger mit etwas Abstand, aber beim direkten Riechen an der haut bleibt noch immer ein seltsam muffiger Touch, der mir nicht so richtig gefallen will.
Der Duft wird mit der Zeit aber auch angenehm pudrig. Die Iris verschmilzt schön mit dem Kakao, ohne ins Süße abzukippen. Er wird im Gegenteil dadurch sogar fast noch trockener und obwohl Puder eine Pflegekomponente ist, wird der Duft dadurch zugleich staubiger wie auch ätherischer. Eine zarte Hand greift nach mir und zieht mich hinüber ins Geisterreich. Lebt wohl…
Räusper, -- bin noch da.
Augusto findet: Riecht, wie wenn Porzellan zerbricht (oder Keramik). Ihm gefällt er am Ende besser als mir, mal sehen, wie der sich an ihm macht. Mir verströmt der Geist auf Dauer zu arg diese chlorige Note und hier noch mit Staub. Ich kann ihm einfach nicht so ganz ins Geisterreich folgen... Obwohl, er hat so seine Momente...
Erst die Basisnote wird bei mir cremig, pudrig weich und jetzt sehr angenehm, nicht ganz ohne Holz und ein wenig Würze. Wenn so der ganze Duft wäre, gefiele er mir gut.
Ich werde den im Winter wieder probieren. Er riecht irgendwie ja auch nach warmem Flausch-Pulli, den man gerade aus einer Kiste gezogen hat, eine Tasse Kakao in der Hand.
Das ist okay, aber nicht wirklich gut. Zu viel Kiste.
Die Privés sind offenbar einfach nicht meine Machart, obwohl ich es immer wieder versuche. Irgendwas ist immer stickig, muffig oder chlorig. Aber ich bin ja hartnäckig.
Aktualisiert am 02.10.2018 - 14:50 Uhr
3 Antworten
Turandot vor 6 Jahren
1
In meinen Notizen steht zu diesem Duft: Ganz interessant, aber beim Tragen stört mich eine muffige Note. Abfüllung verbrauchen und gut ists.
Nofretete vor 7 Jahren
Diese Iris steht schon länger auf meiner Merkliste. Eher was für den Winter? Dann warte ich mit dem Parfumtest und tröste mich mit meinen Seladonschalen: abwarten und Tee trinken, Kakao kommt da nicht rein... Seladonfarbe: schön beschrieben!
Stanze vor 7 Jahren
Ich habe bisher 4 Armani Privés getestet und sie gefielen mir alle nicht. Zu diesem gab ich keine Bewertung ab und schrieb in den Notizen: "Iris schon, aber irgendwie nicht". Vielleicht hat es bei mir auch Chlor.

