Zugegeben ich war erst ziemlich skeptisch. Ich habs nicht so mit Vanille. Der einzige vanill-lastige Duft, den ich liebe ist Shalimar. Die meisten anderen sind mir zu süss, zu direkt, zu gelb.
Aber NEC hat völlig Recht, diese Vanille hat überhaupt nichts mit Backaroma oder süss-orientalischem zu tun. Ich tu mich auch wirklich schwer, den Duft zu beschreiben. Hier wirkt die Vanille blumig und sogar fruchtig, also voll und kühl und doch ist es Vanille, aber als ob ein leichter Wind durch das Parfum wehen würde. Vanille Galante lädt zum Träumen ein und ist elegant auf eine ganz charmante Art und Weise.
Ich kann auch keinen deutlichen Verlauf erkennen, insofern ist es richtig, dass keine Pyramide beschrieben ist. Die Gewürze ahne ich nur, die grünen Noten sind auch nicht wirklich zu erkennen, sind wohl dafür verantwortlich, dass der Duft nicht doch ins Süsse abdriftet, die Lilie ordnet sich dem Gesamteindruck unter und Ylang ist wohl für den etwas exotischen Touch verantwortlich. Aber eben alles auf einmal und nicht zeitlich versetzt, wie wir das sonst gewohnt sind. Vor allem alles ganz dezent dosiert. Jeder der Nuancen könnte ja auch ein Hammer sein. Ich denke nur an Lilie oder Ylang, aber hier hat J.C.Ellena wirklich nur den Hauch der Noten eingefangen.
Für mich selbst als Parfum sehe ich Vanille Galante nicht, da bin ich nicht elfenhaft und romantisch genug. Aber ich freue mich sehr, Vanille einmal ganz anders erleben zu können. Eine Einschränkung muss ich allerdings machen. Ich kann mir Vanille Galante einfach nicht an einem Mann vorstellen.
Sehr gut beschrieben. Die blumigste Vanille, die ich bisher gerochen habe und dass ohne dass sie einen umhaut. Für mich persönlich ist sie allerdings auch nichts. Aber ich finde, Herr Ellena ist wirklich ein großer Künstler.
Dein Bericht ist genau zutreffend!Wirklich so erlebe ich den Duft und fühle mich dazu elfenhaft genug. Dieser Duft ist wunderbar tragbar für die jetzige Jahreszeit (Frühling).