Ein frischer Auftakt macht noch keinen "kühlen Duft".
Und ein Inneres mit Gewürzkräutern noch keinen "Würzkracher".
Und was die Basis aus Oud, Vetiver und Patchouli betrifft, noch lange keinen "dunklen" Vertreter seiner "Sippe".
Was "Oxford Street" ausmacht: Es ist alles in einem, und dann wiederum nicht wirklich.
Es ist vielmehr so, als ob unter einer "rundgeschliffenen" Oberfläche eines durchsichtigen Steines die spitzen Kristalle noch zu sehen sind. im Inneren, und die Oberfläche berühren, ja, sogar durchbrechen wollen. Denn sie weist feine Haarrisse an jenen Stellen auf.....
Wie ein grüner Schleier umgibt ein mediterranes Basilikum den warmen Sternanis und die kühlen Zitrusnoten.
Aber früh schon merkt man, dass das "Innenleben" des Duftes würzig, "kümmelig" komponiert ist, doch das feine, "glutige" Zimtaroma nimmt ihm jegliche Schärfe.
Es ist das, was ich als "edelherb" mit warmem Einschlag bezeichnen würde.
Aus den "unteren Stockwerken" von "Oxford Street" gesellt sich edel- holzige Dämmerung dazu, die wie dafür erschaffen zu sein scheint, einen Herbstabend zu beduften.
Doch ist es nicht wirklich kalt an diesem Abend, nein, es liegt noch ein Hauch Sommer darüber.
Das Patchouli , warm und erdig, wetteifert mit "kühlem" Vetyver. Und Zistrose schafft einen "balsamischen" , fernen Wiederhall.
Kommt etwas näher und näher, füllt es bald das gesamte "Bild" aus?
Oder entfernt es sich unmerklich? Weder - noch. Es "pulsiert", kommt nahe, fast bis an seine Grenze, dann entfernt es sich wieder, verschwindet aber nicht, um sich erneut zu nähern. Subtile Dämmerung,
"spitze " Gewürze, die abgerundet zu sein scheinen.... sind.
"Oxford Street" ist für mich erätselhaft und eigen wie der von mir erwähnte Stein....