Top Rezension
Wie-frisch-geduscht-Schock
Was war ich gespannt auf diesen Duft! Die originelle Aufmachung im schwarzen Tintenfässchen, der Name "Schwarze Tinte", und die Kommentare zum männlichen Gegenstück "Encre Noire" - all das machte, dass ich einen sehr speziellen, nicht sonderlich gefälligen und nicht allzu femininen Duft erwartete. Vielleicht etwas sehr Vetiverbetontes - Vetiver ist ja in Frauendüften keine allzu oft anzutreffende Note -, vielleicht was Chypreartiges, jedenfalls eine eher herbe Komposition. Einen Duft, der perfekt passt, wenn frau in schwarze Klamotten gehüllt im Café sitzend Sartre liest, oder Rimbaud, oder Kerouac (ich schwelge in Klischees).
Als endlich das Testsprüherchen eintraf, war ich tatsächlich völlig überrascht. Ich hätte hier mit vielem gerechnet, aber nicht mit einem "Wie-frisch-geduscht-Duft". Encre Noire p.e. ist keineswegs ein schlechter "Wie-frisch-geduscht-Duft", er ist überhaupt kein schlechter Duft. Je länger ich ihn rieche, desto besser gefällt er mir, obwohl ich diese "Wie-frisch-geduscht-Richtung an sich nicht sonderlich mag. Allerdings passt der Duft, weil er ein Wie-frisch-geduscht-Duft ist, für mein Empfinden überhaupt gar nicht zur Aufmachung. Die ist geradezu irreführend.
Die Kopfnote ist eher zurückhaltend. Am deutlichsten nehme ich die Bergamotte wahr. Die Herznote ist für meine Nase rosenbetont, mit einem Tick Seife und Puder. Zur Basis hin wird der Duft - wie sich das für einen Frisch-Geduscht-Duft gehört - kaum süß und dezent holzig. Eine unaufdringliche Seifennote bleibt erhalten. Insgesamt erinnert mich ENPE an Estee Lauders Klassiker White Linen, die Urmutter aller Frisch-Geduscht-Düfte.
Bitte diesen Duft sanft rosa oder hellblau einfärben, in einen durchsichtigen Kristallflakon mit dezent verschnörkeltem Deckel umfüllen, ein Etikett mit passendem Namen draufkleben (Pluie de Rose oder so), und die Sache passt wieder!
Als endlich das Testsprüherchen eintraf, war ich tatsächlich völlig überrascht. Ich hätte hier mit vielem gerechnet, aber nicht mit einem "Wie-frisch-geduscht-Duft". Encre Noire p.e. ist keineswegs ein schlechter "Wie-frisch-geduscht-Duft", er ist überhaupt kein schlechter Duft. Je länger ich ihn rieche, desto besser gefällt er mir, obwohl ich diese "Wie-frisch-geduscht-Richtung an sich nicht sonderlich mag. Allerdings passt der Duft, weil er ein Wie-frisch-geduscht-Duft ist, für mein Empfinden überhaupt gar nicht zur Aufmachung. Die ist geradezu irreführend.
Die Kopfnote ist eher zurückhaltend. Am deutlichsten nehme ich die Bergamotte wahr. Die Herznote ist für meine Nase rosenbetont, mit einem Tick Seife und Puder. Zur Basis hin wird der Duft - wie sich das für einen Frisch-Geduscht-Duft gehört - kaum süß und dezent holzig. Eine unaufdringliche Seifennote bleibt erhalten. Insgesamt erinnert mich ENPE an Estee Lauders Klassiker White Linen, die Urmutter aller Frisch-Geduscht-Düfte.
Bitte diesen Duft sanft rosa oder hellblau einfärben, in einen durchsichtigen Kristallflakon mit dezent verschnörkeltem Deckel umfüllen, ein Etikett mit passendem Namen draufkleben (Pluie de Rose oder so), und die Sache passt wieder!
5 Antworten
Hyazinthe vor 8 Jahren
Klasse letzter Satz, da hab ich gelacht und kann nur heftig mit dem Kopf nicken!
Nudlz vor 15 Jahren
Da kann ich mich nur anschließen, ich hätte den Duft nicht besser beschreiben können. Für mich einer der schönsten wie-frisch-geduscht Düfte überhaupt. Besitze ihn erst seit ein paar Tagen und bin total verliebt. Die Haltbarkeit ist absolut super.
Bee vor 15 Jahren
Ich bin schon sehr gespannt, ich bekomme bald eine Abfüllung :-)
Hermessenz vor 15 Jahren
Das trifft es wirklich ziemlich genau.
Blanche vor 15 Jahren
Endlich ein Kommentar dazu und dann noch ein guter! schön.

