Basisnote: Patchouli, Moschus, Vetiver, Coumarin Bei mir kommt Maja sehr schön zur Geltung, und das in einer Reichhaltigkeit die leise ist, und mit der Zeit immer facettenreicher wird. Sie startet frisch hesperid mit Neroli, Muskat, Melonenanklängen und leicht bitterer Zitronenschale. Eben diese zitrischen Noten werden mit einem Male mit Muskat und einem Nelkenakkord unterstützt. Fast wie in einem Bolero der lediglich mit Fagot und Trommel startet und die Grundmelodie vorgibt. Der Rest blitzt zu Anfang immer nur kurz auf um sich dann immer wieder zu melden, bis auf einemal gibt eine schwindelmachende Nelke inclusive ihrer Gewürzschwester die erste Stimme an. Ich mag diese leichten narkotischen Anwandlungen in meinen Parfüms. Im Background spielt da auch ein Maiglöckchen und noch ein kleiner grüner Ton, vielleicht Veilchen und Geranium den ich nicht so genau zu bestimmen vermag, die Triangel. Der Grundakkord wird von Patchouli und einem frischen Vetiver verstärkt durch einen leisen Rosenhauch mit Moschus, zum Hauptthema.
Eigentlich ist Maja der einzige Orientale den ich so frisch kühl erlebe. Keine dumpfe Schwere, sondern ein leichtes Schweben, das auf und ab schwingt. Maja stammt von 1921 und erscheint mir so frisch und jung wie ein zeitgenössischer Sommerduft, nur viel gehaltvoller, mit einem feinen Tembre das vielen moderneren Düften abgeht. Das macht sie auch so elegant und beschwingt. Ich denke sie gehört zu den Ladys die niemals altern, und selbst mit 90 noch jugendlich wirken mit einem koketten wachen Charme.
Mich macht sie gutgelaunt und gibt mir eine gewisse frohe Distanz zu Staub und Hitze im Sommer, wie eine kühle Brise im Halbschatten. Auf meiner Haut bleibt sie eigentlich schön nah bei mir, aber das über Stunden.
Interessant, dass Du den als Orientale erlebst. Bei mir kommen eher die frisch-zitrisch-würzigen Noten an, aber orientalisch, ja das könnte tatsächlich stimmen
Den Duft gibt es ja nicht mehr zu kaufen, da suche ich mal nach der Seife.