Ich sitze auf Wolke 7, habe eben ein Wolkenschaf geschoren und häkle mir ein Wolkenkleid. Nebenbei sehe ich auf die Erde herunter und zähle die parfumos, 1,2,3..... 25.... 38... ach es sind sehr viele. Ein Duft wie der Himmel umschwebt mich. Wenn es hier immer so duftet, dann bleibe ich oder ich komme später wieder, hat ja noch Zeit. Würzige Kräuterwolken umwaberten mich. Ich wußte gar nicht, daß es grüne Minzwolken gibt und Petrus hat den Basilikum selber gezogen. Biologischer Anbau im Himmel, gegossen mit frischem Regenwasser von Wolke 8. Eva hat den Apfel vom Baum der Erkenntnis geklaut und damit Adam verführt. Ich weiß gar nicht, ob Gott sie jemals wieder haben wollte. (Die Eva, nicht den Apfel). Hach ja, die kannten sich aus mit Gewürzen im Himmel. Kardammomnon wurde zum neuen Halbgott ernannt und er sorgt dafür, daß pimmelige (ich hab mich nicht vertippt) Maiglocken und gelbe Ylang-Ylang nicht zu blütenschwülstig werden. Hermes, der Götterbote, hat Lederhosen an und an seinem geflügelten Helm stecken Nadeln von Zedernbäumen. Wer weiß wo der wieder lang mußte. Manchmal haben es Götter auch nicht leicht. Ein Duft wie ein Tag im Himmel. In Deauville war ich sowieso noch nicht.
13 Jahre später kann ich mich Medusas Meinung nur anschließen und grüße ebenfalls von Wolke 7 bzw. von der Baie du Mont St Michel. Große Liebe, dieses Parfum und die Normandie.