Haxan Häxan Parfum Prissana 2018
21
Top Rezension
Too schräg to fail?
Es gibt keinen Grund, warum ich "Häxan" nicht mögen sollte. Ich kenne fast alle Düfte von Prin Lomros erster Marke Pryn Prafum. Da war viel dabei, was gut, ungewöhnlich und neu war. Aber auch einiges, was mich nicht erreichte bzw. auch nicht tragbar war. In jedem Fall ein Mann der neue Wege beschreitet und damit eingetretene Pfade verlässt. Das ist immer wünschens- und unterstützenswert.
Bei "Häxan" stimmt vom Papier her alles: Name, Aussehen, Ingredienzien. Abgesehen von Kamille, Lavendel, Pilze und Bienenwachs-Absolue unterstütze ich die 35 (!) Anderen ohne Einschränkungen. Ich weiß nur nicht, ob man die deswegen alle "in einen Topf werfen" sollte.
Und genau damit habe ich hier etwas meine Schwierigkeiten. Obwohl es ein sehr, sehr wandlungsfähiger Duft ist und mir die bei mir durchdringendsten Noten allesamt gut gefallen, kann ich daraus nicht viel lesen und erkennen. Mir fehlt da Klarheit, Ecken und Kanten. Mir kommt das so vor, als wären hier all die rauen Töne von Bienenwachs umschlossen. Gedämpft und verschwommen.
Der Duft ist sehr stark, ge-würzig, dunkelgrün und hell-animalisch. Die Ziegenhaar-Benchmark von "Aksum" wird hier deutlich unterschritten, was an sich kein Fehler ist. Allerdings interpretiert meine Nase das in der hier vorliegenden gedämpften Form eher als Pilze, denn Ziegenhaar. Und Pilze sind nun wirklich nicht meine Favoriten unter den Duftnoten.
Wirklich spannend ist sicherlich die Wandlungsfähigkeit dieses Duftes, die direkt über der Haut sogar noch wesentlich stärker als über die Distanz zum tragen kommt. Fast jedes Mal riecht es anders als bei Versuch zuvor und dabei kann man so einiges aus der riesigen Pyramide detektieren.
Um auf meinen ersten Satz zurückzukommen: Nein, es gibt tatsächlich keinen Grund, warum ich den Duft nicht mögen sollte. Aber zwischen mögen und lieben, zwischen akzeptieren und begehren ist eine Kluft, die auch mit 35 favorisierten Duftnoten nicht zugeschüttet werden kann.
PS: Am anderen Handgelenk trage ich heute übrigens "Burvuvu". Er hatte nun zwölf Stunden Zeit mich zweifeln zu lassen, ihn auf die Wunschliste zu setzen. Es gelang ihm nicht. Auch wenn die beiden Düfte nichts miteinander gemein haben: So schnell und einfach kann und könnte es gehen.
Bei "Häxan" stimmt vom Papier her alles: Name, Aussehen, Ingredienzien. Abgesehen von Kamille, Lavendel, Pilze und Bienenwachs-Absolue unterstütze ich die 35 (!) Anderen ohne Einschränkungen. Ich weiß nur nicht, ob man die deswegen alle "in einen Topf werfen" sollte.
Und genau damit habe ich hier etwas meine Schwierigkeiten. Obwohl es ein sehr, sehr wandlungsfähiger Duft ist und mir die bei mir durchdringendsten Noten allesamt gut gefallen, kann ich daraus nicht viel lesen und erkennen. Mir fehlt da Klarheit, Ecken und Kanten. Mir kommt das so vor, als wären hier all die rauen Töne von Bienenwachs umschlossen. Gedämpft und verschwommen.
Der Duft ist sehr stark, ge-würzig, dunkelgrün und hell-animalisch. Die Ziegenhaar-Benchmark von "Aksum" wird hier deutlich unterschritten, was an sich kein Fehler ist. Allerdings interpretiert meine Nase das in der hier vorliegenden gedämpften Form eher als Pilze, denn Ziegenhaar. Und Pilze sind nun wirklich nicht meine Favoriten unter den Duftnoten.
Wirklich spannend ist sicherlich die Wandlungsfähigkeit dieses Duftes, die direkt über der Haut sogar noch wesentlich stärker als über die Distanz zum tragen kommt. Fast jedes Mal riecht es anders als bei Versuch zuvor und dabei kann man so einiges aus der riesigen Pyramide detektieren.
Um auf meinen ersten Satz zurückzukommen: Nein, es gibt tatsächlich keinen Grund, warum ich den Duft nicht mögen sollte. Aber zwischen mögen und lieben, zwischen akzeptieren und begehren ist eine Kluft, die auch mit 35 favorisierten Duftnoten nicht zugeschüttet werden kann.
PS: Am anderen Handgelenk trage ich heute übrigens "Burvuvu". Er hatte nun zwölf Stunden Zeit mich zweifeln zu lassen, ihn auf die Wunschliste zu setzen. Es gelang ihm nicht. Auch wenn die beiden Düfte nichts miteinander gemein haben: So schnell und einfach kann und könnte es gehen.
7 Antworten


Mein Highlight in 2018.
Der lümmelt sich schon länger auf meiner Merkliste, wird eventuell mal Zeit für den Selbstversuch. Initial angezogen hat mich auch die Fülle der Ingredienzen.