Belgravia Chypre von Penhaligon's

Belgravia Chypre 2018

DonJuanDeCat
17.12.2020 - 14:02 Uhr
13
Top Rezension
7.5Duft 7Haltbarkeit 6Sillage 8Flakon

Wie riecht euer Stadtteil denn so?

Hallo ihr Schnüffler. Willkommen zu meinen neuen Kommentar, in dem es heute um einen Penhaligon‘s Duft geht, eine englische Duftmarke, die recht schöne Düfte zu bieten hat. Wer mich kennt wird natürlich erwarten, dass ich von Penhaligon‘s zu allererst einmal den Duft „Lothair“ empfehlen würde. Ist ja auch kein Wunder, denn Lothair ist nicht nur ein schöner, würziger Herbstduft, er beinhaltet vor allem aber tolle Tee-Noten. Und die, die mich kennen, wissen ja wie sehr ich Tee und auch Tee-Düfte mag, nicht wahr?

Heute komme ich allerdings zu einem Duft ohne Tee drin, auch wenn man das von einem englischen Duft vielleicht nicht erwarten würde :D Aber dafür ist er vielleicht ja umso interessanter für all diejenigen hier, die Tee-Düfte oder gar Tee gar nicht mögen,… unfassbar… wie kann man so etwas nicht mögen? Ich würde ja verstehen, wenn Leute abartige Dinge wie Koriander, Kapern, Auberginen, Rosenkohl und so nicht mögen, aber Tee??? :DD

Na gut was soll‘s, denn wenn ich länger darüber nachdenke, dann werde ich sicher wieder damit anfangen, euch alle als Spinner zu bezeichnen, und das wollt ihr sicher nicht, nehme ich mal an, he he :D

Gut, kommen wir also zu Belgravia Chypre, der dem Stadtteil Belgravia im Westen Londons gewidmet ist, welcher heute zu den wohlhabendsten Stadtteilen von London zählt.

**Der Duft:**
Der Duft beginnt mit süßlichem Rosa Pfeffer sowie Himbeeren, wobei ich nicht sagen kann, was stärker duftet, da Rosa Pfeffer ja auch oftmals beerig ausstrahlt, schließlich sind Rosa Pfeffer tatsächlich auch Beeren und keine echten Pfeffer, sie haben daher auch nicht den markanten Pfeffer-Duft wie der Schwarze Pfeffer. Eine leichte, würzige Note im Hintergrund ist dennoch vorhanden, die zudem ein wenig holzig erscheint. Dazu hat der Duft noch einen cremigen Touch.
Später bleibt der Duft weiterhin wie beschrieben, wird allerdings noch eine Spur cremiger, was vielleicht auch der Mate liegt, dass man nun leicht riechen kann.
Auch sehr viel später bleibt der Duft beerig-fruchtig, aber nun auch süßlicher, dessen Süße mir wie Amber vorkommt, unter anderem jedenfalls. Ist es vielleicht das Labdanum? Argh, Labdanum ist eines dieser Duftnoten, wo ich mir nie sicher bin, wie es wirklich riecht…
Ansonsten gibt es in der Basis viel Patchouli, wobei dieser weniger intensiv rüberkommt als in vielen anderen Düften. Selbst das Eichenmoos ist richtig schwach ausgefallen, so dass der Duft vielleicht sogar Eichmoos-Nichtliebhabern gefallen könnte… wer weiß? :)
Wie dem auch sei, der Duft ist nett und kommt etwas simpel rüber, ist aber dabei dennoch elegant ausstrahlend.

**Die Sillage und die Haltbarkeit:**
Die Sillage ist für mich eher mittelmäßig ausgefallen, für mich strahlt er nicht so stark aus wie ich von den durchschnittlichen Bewertungen hier angenommen habe. Aber soo schwach ist er natürlich auch nicht. Die Haltbarkeit ist da schon besser, ich konnte den Duft so sieben bis acht Stunden an mir riechen.

**Der Flakon:**
Der Flakon ist zylindrisch und klar und hat vorne ein großes Etikett, auf dem man eine schwarzweiß-Zeichnung des Londoner Stadtteils sieht. Der Deckel ist unten zylindrisch (und scheint diesmal vergoldet zu sein) und oben rund. Am zylindrischen Bereich trägt er wie gewohnt eine Seidenschleife, der diesmal grün ausgefallen ist. Ein wie gewohnt schöner Flakon.

**Fazit:**
Okay, also ich finde, dass man bei diesem Duft ein wenig Geduld haben muss. Er beginnt zwar recht nett, aber auch etwas schwach bzw. recht einfach, da man fast nur fruchtig-süßliches riecht. Das ändert sich zwar später auch nicht wirklich groß, aber durch die Duftnoten der Basis bekommt der Duft eine bessere Ausstrahlung, wirkt eleganter und auch etwas reifer.

Er passt gut als Allrounder, also für jede Gelegenheit und Jahreszeit, zumindest meiner Meinung nach, denn er ist weder schwer noch leicht. Gut, vielleicht ist es kein Duft zum Ausgehen oder Feiern, aber dennoch könnte man ihn auch abends verwenden, so zum Essen gehen oder so. Ich muss aber sagen, dass mir der Duft recht feminin rüberkommt. Für mich ist er daher gar nicht Unisex.

Ich finde, dass er einen Blick bzw. eben einen Riecher Wert ist. Warum der Duft jetzt den Belgravia Stadtteil in London widerspiegeln soll, weiß ich nicht so recht. Eventuell könnte seine elegante Ausstrahlung für die vornehme Gesellschaft dort stehen, wer weiß?

Wie riecht es denn bei euch so in der Gegend? :D
Uuuuh, bei uns hier stinkt‘s manchmal zum Himmel, falls mal wieder die Kanalisation voller ist und man daher ein wenig erahnen kann, wie oft die Nachbarn ein großes Geschäft auf dem Klo verrichten gehen… während das im Winter zum Glück nur ab und zu riechbar ist, ist das im Sommer vor allem bei Hitzewellen echt schlimm… baaaaaah!!!! :D

Wie dem auch sei, jetzt ist erst mal Winter und das Problem damit nicht oft antreffbar. Na dann, das war‘s wieder von mir. Habt allesamt einen schönen Abend und bis zum nächsten Mal :)
3 Antworten
ViolettViolett vor 5 Jahren
Das klingt ja recht apart ! Allerdings sind die Düfte von Penhaligon's mir glaub ich eher zu zartbesaitet. Bei uns riecht man öfter Rauch, weil in den halblegalen Schrebergärten nebenan alles mögliche verbrannt wird.
GGaukeleyGGaukeley vor 5 Jahren
Meine Güte, wo wohnst Du denn? Bei uns riecht es manchmal nach Brauerei und im Herbst nach gebrannten Mandeln.
Der Flakon ist toll, aber mit Himbeere hab ich es nicht so in Düften.
FlaconesseFlaconesse vor 5 Jahren
Also meinen Infos zu folge ist Mate auch Tee ;) Eben kein Schwarztee, kein Kameliengewächs sondern ein Stechpalmengewächs, um es mal botanisch auszudrücken. Ich finde den Duft auch recht apart, ich mag aber auch kräftige, krautig-baldrianartige Patchoulinoten ganz gerne, dennoch bin ich glaube ich zu geizig hier in einen großen Flacon zu investieren, auch wenn ich diesen hier sehr hübsch finde. Viele Grüße