№ 14 - Noontide Petals Tauer Perfumes 2013
14
Top Rezension
Modern und besonders
"Noontide Petals" markierte eine gewisse Wende in Andy Tauers Schaffen. Düfte wie "Lonestar Memories" oder "L'Air du désert marocain" waren rauchig-dunkle Duftkunstwerke, die ich mir immer besser an Männern vorstellen konnte (was natürlich nicht heißt, daß sie nicht auch an Frauen schön sein können). Schon mit "Orange Star" und "Miriam" kreierte Tauer relativ gefällige, "mainstream-tauglichere" Düfte. Besonders "Miriam" schien mir stark an "Chanel No. 5" angelehnt. "Noontide petals" könnte ebenfalls von Chanel inspiriert sein, zumindest las ich in einigen Kritiken, daß der Duft starke Ähnlichkeit mit "No. 22" aufweise. Dies ist durchaus möglich, doch kann ich diesen Gedankengang nicht verfolgen, da mir "No. 22" nicht besonders präsent ist. Ich teste das Parfum vor ein paar Jahren in der Chanel-Boutique in Paris, doch es machte keinen großen Eindruck auf mich. Damals kaufte ich "31, Rue Cambon."
Doch zurück zu "Noontide petals". Der Duft beginnt mit einer Aldehyde-Explosion, die mich an "Charles of the Ritz" aus den 80ern erinnert. Metallisch, hell, strahlend. Zudem völlig unblumig, clean und frisch. Nach einer sehr kurzen Zeit (3 min bei mir) kommen die Blüten ins Spiel, aber sie sind nicht opulent, nicht sommerlich, noch nicht einmal frühlingshaft. Es liegt ein kühler, schattiger Schleier über ihnen. Im Drydown bleiben diese bleichen Schönheiten (Rose, Geranie) weiterhin präsent, jetzt weich abgefedert durch Vanille und Sandelholz. Der allgemeine Eindruck ist der eines modernen, dennoch nicht übermäßig experimentellen Duftes, den ich täglich tragen könnte (wenn ich nicht ständig neue ausprobieren würde...). Die "Seifigkeit" empfinde ich in "Noontide petals" als nicht nachteilig, sondern angenehm. Auch die Stabilität der Kreation gefällt mir: Es handelt sich um ein Eau de toilette, das locker einen ganzen Arbeitstag durchhält.
Doch zurück zu "Noontide petals". Der Duft beginnt mit einer Aldehyde-Explosion, die mich an "Charles of the Ritz" aus den 80ern erinnert. Metallisch, hell, strahlend. Zudem völlig unblumig, clean und frisch. Nach einer sehr kurzen Zeit (3 min bei mir) kommen die Blüten ins Spiel, aber sie sind nicht opulent, nicht sommerlich, noch nicht einmal frühlingshaft. Es liegt ein kühler, schattiger Schleier über ihnen. Im Drydown bleiben diese bleichen Schönheiten (Rose, Geranie) weiterhin präsent, jetzt weich abgefedert durch Vanille und Sandelholz. Der allgemeine Eindruck ist der eines modernen, dennoch nicht übermäßig experimentellen Duftes, den ich täglich tragen könnte (wenn ich nicht ständig neue ausprobieren würde...). Die "Seifigkeit" empfinde ich in "Noontide petals" als nicht nachteilig, sondern angenehm. Auch die Stabilität der Kreation gefällt mir: Es handelt sich um ein Eau de toilette, das locker einen ganzen Arbeitstag durchhält.
4 Antworten
Unterholz vor 9 Jahren
Tauer reloaded... Danke!
Ergoproxy vor 10 Jahren
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Mir hat der gut gefallen, aber mein Mann hat gestreikt.
Maryana vor 10 Jahren
dein "schattiger Schleier" gefällt mir sehr, aber die Seifigkeit oder Creme,wie unten genannt, lassen mich leider gar nicht erst testen - trotzdem ein schöner Kommentar!
Yatagan vor 10 Jahren
Ich konnte mit dem gar nicht. Ich mag ja Avantgarde, aber hier hat sich etwas bei mir gesperrt.

